Die 10 schönsten Kirchen Spaniens

Spanien ist berühmt für seine imposanten Kirchen, die zu den ältesten der Welt zählen. Teilweise wurden sie über mehrere Jahrhunderte errichtet und von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Alle stellen sie fantastische Beispiele sakraler Baukunst dar und sind definitiv einen Besuch wert.

Sagrada Familia in Barcelona

La Sagrada Familia, die atemberaubende Basilika im Herzen Barcelonas, ist trotz ihrer ausständigen Vollendung eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt, Spanien - © Luciano Mortula / Shutterstock
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Die berühmte Sagrada Familia zählt zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten von Barcelona und wird oft als schönste Kirche der Welt bezeichnet. Antonio Gaudis Meisterwerk ist seit über 100 Jahren im Entstehen. Die kunstvolle und detailreiche Architektur war der UNESCO einen Eintrag auf der Weltkulturerbeliste wert.

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Mit ihren 18 monumentalen Glockentürmen ist die Sagrada Familia schon von weitem zu sehen. Mit 172 Metern wird sie nach ihrer Vollendung die höchste Kirche der Welt sein.

Gaudi wollte seine Kirche so gewaltig und innovativ wie keine zuvor gestalten. Symbolische Botschaften und Szenen aus der Bibel sollen die Lehren der Kirche erklären. Und so zählt nahezu jedes Buntglasfenster, jede Säule, jeder Bogen und jede Statue ihre eigene Geschichte.

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Kathedrale Santa Maria de la Sede in Sevilla

Die Kathedrale Santa Maria de la Sede im Zentrum von Sevilla ist ein beeindruckendes Gotteshaus und die größte gotische Kirche der Welt, Andalusien, Spanien - © asfloro / Fotolia
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Die prächtige Kathedrale Santa Maria de la Sede in Sevilla hält den Titel der größten gotischen Kirche der Welt und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Im Inneren findet man kunstvolle Fresken und Gemälde, meisterhafte Schnitzereien und die größte Altarrentabel der Welt. Auch das Grab eines weltberühmten Seefahrers und Entdeckers ist hier zu finden. In einem prunkvollen Sarg, der von vier Statuen getragen wird, ruht (angeblich) Christoph Kolumbus.

Kurios: Der 100 Meter hohe Glockenturm war einst das Minarett einer prächtigen almohadeischen Moschee. Er wurde im 12. Jahrhundert erbaut, damals herrschten die Mauren über Spanien. Heute bietet er einen fantastischen Blick über die andalusische Hauptstadt.

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Kathedrale von Santiago de Compostela

Die Kathedrale von Santiago de Compostela ist das Ziel tausender Pilger, die sich jährlich auf den weltberühmten Jakobsweg begeben, Spanien - © Jose Ignacio Soto / Shutterstock
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Nach der Sagrada Familia in Barcelona ist die Kathedrale von Santiago de Compostela die wohl beliebteste Kirche Spaniens. Vor allem tausende Pilger jährlich freuen sich, sie zu sehen, denn sie markiert das langersehnte Ziel einer anstrengenden Reise: des Jakobswegs.

Die gesamte Altstadt von Santiago de Compostela und damit auch die Kathedrale wurde zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Ihre Ursprünge sind im 1. Jahrhundert nach Christus zu finden, als in einem heidnischen Mausoleum der Märtyrer und Apostel Jakobus bestattet wurden. Offizieller Baubeginn ist das Jahr 830. Aus der kleinen Kirche von damals wurde bis heute das bedeutendste romanische Bauwerk Spaniens.

Die Atmosphäre in der Kathedrale ist überwältigend! Überall zeigen sich erschöpfte, aber glückliche Menschen. Erleichterung und Stolz über die vollendete Reise sind den betenden Pilgern deutlich anzusehen. Und vom Dach der Kathedrale schwingt der 2 Meter große Botafumeiro in atemberaubendem Tempo vor und zurück und verströmt dringend notwendigen Weihrauch-Geruch….

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Kathedrale von Toledo

Durch mehr als 750 Bleiglasfenster aus dem 15. und 16. Jahrhundert strahlt das Licht der Sonne in die Kathedrale von Toledo, Spanien - © Renata Sedmakova / Shutterstock
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Die Kathedrale von Toledo beeindruckt durch ihre Größe und den prachtvollen Dekor ihres Innenraums. Bereits im 6. Jahrhundert stand hier eine Kirche, die unter arabischer Herrschaft das Schicksal nahezu aller Kirchen Spaniens erlitt und zur Moschee wurde.

Nach der Rückeroberung Spaniens wuchs jedoch ab dem Jahr 1227 eine Kathedrale von immensem künstlerischem und architektonischem Wert in die Höhe. Die prächtigen Portale, die mehr als 750 Bleiglasfenster, die kunstvollen Kapellen, der grandiose Altarraum und eine reich verzierte Schatzkammer lassen keinen Besucher unbeeindruckt.

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Kathedrale la Seu in Palma de Mallorca, Spanien

Blick auf die imposante Kathedrale La Seu (katalanisch für „Bischofssitz“) in Palma, der Hauptstadt der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca, Spanien - © Tamara Kulikova / Shutterstock
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Die gigantische Kathedrale La Seu thront in der malerischen Altstadt von Palma de Mallorca direkt am Hafen. Inmitten von Palmen und weiteren eindrucksvollen Bauten fällt sie mit ihrer kunstvollen Fassade und der größten Rosette der Welt sofort ins Auge. Ebenso wie an der Sagrada Familia war auch hier Antonio Gaudi als Architekt maßgeblich beteiligt.

Steht man vor einem der imposanten Eingangstore der Kathedrale fühlt man sich plötzlich klein und unbedeutend. Die Porta Major, das Hauptportal an der Westseite, ist wohl das eindrucksvollste, betreten wird die Kathedrale La Seu allerdings durch die Porta de Almoina (Almosenportal).

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Basilika del Pilar in Saragossa

Die Basilika del Pilar ist eine der beiden Hauptkathedralen von Saragossa und die am zweithäufigsten besuchte Pilgerstätte nach der Kathedrale in Santiago de Compostela, Spanien - © Konstantin Yolshin/Shutterstock
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Der Legende nach wurde die Basilika del Pilar in Saragossa von Johannes dem Älteren auf direkten Auftrag der Jungfrau Maria errichtet. Angeblich war dies die einzige Erscheinung der Gottesmutter vor ihrer Himmelfahrt.

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Der heutige Bau entstand vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Malerisch am Fluss Ebro gelegen dominiert er das Stadtbild von Saragossa. Zu den wichtigsten Kunstschätzen in ihrem Inneren zählt die 40 Zentimeter hohe Marienstatue, die die Jungfrau Maria Johannes dem Älteren einst überreicht haben soll.

Nach der Kathedrale von Santiago de Compostela ist die Basilika del Pilar die wichtigste Pilgerstätte Spaniens. Vor allem viele Kinder kommen hierher, um ihre Erstkommunion zu feiern. Am Samstag vor dem 12. Oktober wird jährlich das neuntägige El Pilar Fest abgehalten, welches zu den berühmtesten Festen Spaniens zählt.

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Kathedrale von Léon

Die christliche Geschichte der Kathedrale von León in Spanien kann fast 2.000 Jahre zurück verfolgt werden - © DavidAcostaAllely/Shutterstock
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Die Kathedrale von Léon liegt am Jakobsweg und geht auf das Jahr 254 zurück. Der heutige Bau begann im Jahr 1205 und dauerte bis ins 19. Jahrhundert.

Die Architektur des prächtigen Gotteshauses beeindruckt vor allem durch seine Ausmaße und seine meisterhafte Ausführung. Das Chorgestühl stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist eines der ältesten in ganz Spanien. Ebenfalls eindrucksvoll sind die 125 mittelalterlichen Glasfenster, die der Basilika del Pilar ihren Beinamen „Haus des Lichts“ bescherten.

Einige spanische Könige und Königinnen liegen hier begraben, ebenso wie der Heilige San Froilán, ein Schutzpatron von León. Im Museum gibt es Manuskripte, Statuen und Gemälde von prähistorischen Zeiten bis ins 18. Jahrhundert zu bewundern.

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Kathedrale von Burgos

Die prachtvolle Kathedrale sollte den Wohlstand symbolisieren, den Burgos im 13. Jahrhundert über den Wollhandel mit Flandern und England erwirtschaften konnte, Spanien - © Marques / Shutterstock
© Marques / Shutterstock

Auch die Kathedrale von Burgos ist eine wichtige Station auf dem Jakobsweg. Sie wurde vom 13. bis zum 16. Jahrhundert errichtet und von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Erbaut wurde sie im Stil der französischen Gotik – tatsächlich kommt dem Betrachter unweigerlich die berühmte Nôtre Dame in Paris in den Sinn. In ihrem Inneren beeindrucken die meisterhaften Verzierungen unter einer 50 Meter hohen Kuppel.

Der spanische Nationalheld der Reconquista, El Cid, und seine Frau liegen hier begraben. Ihre Gebeine wurden erst einige Zeit nach ihrem Tod hier zur letzten Ruhe gebettet.

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Mezquita in Cordoba

Die Moschee Mezquita in Cordoba beeindruckt durch ihren atemberaubenden Stilmix aus Süd, Ost und West und die Kathedrale, die aus ihrer Mitte ragt, Spanien - © Artur Bogacki / Shutterstock
© Artur Bogacki / Shutterstock

Die Mezquita ist wohl eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Spaniens, wenn nicht sogar der ganzen Welt. Hier ragt inmitten einer der weltgrößten Moscheen eine gotische Kathedrale empor. Wie es dazu kam?

Die Mezquita wurde im 8. Jahrhundert als Moschee errichtet. Im Zuge der Reconquista wurde sie als christliche Kirche geweiht, jedoch nicht zerstört, sondern nur umgebaut und eben um die Kathedrale erweitert.

Somit sind viele Bauteile von damals noch erhalten, unter anderem die kunstvolle Mihrab (Gebetsnische), die völlig untypisch nicht direkt nach Mekka weist und der aus 800 Steinsäulen bestehende „Palmenhain“. Die „Heilige Kathedrale“ zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Cordoba.

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Kathedrale von Barcelona

Die imposante Kathedrale von Barcelona beeindruckt durch ihre prunkvolle gotische Fassade und die eindrucksvolle Innenausstattung, Spanien - © Chantal de Bruijne / Shutterstock
© Chantal de Bruijne / Shutterstock

Auch wenn wir dank der Sagrada Familia schon in der wunderbaren Stadt am Mittelmeer waren – auch die Kathedrale von Barcelona zählt zu unseren Top 10 Kirchen von Spanien. Steht sie auch etwas im Schatten ihrer „großen Schwester“, soll sie dennoch keinesfalls versäumt werden.

Die Errichtung der prachtvollen Kathedrale zog sich nahezu über ein gesamtes Jahrtausend. Im 11. Jahrhundert begonnen, wurde ihre Fassade sogar erst im 20. Jahrhundert fertiggestellt. Ein Aufzug führt auf das Dach der Kathedrale – mit sensationellem Blick über die Stadt.

Die Kathedrale von Barcelona beeindruckt durch ihre enorme Größe mit 29 Seitenkapellen und einem wunderschönen Kreuzgang. Hier lebt immer noch eine Schar Gänse, ein Brauch aus dem Mittelalter, als ihr Geschnatter Einbrecher fern hielt.

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