Spaziergang durch die Altstadt von Luxemburg Stadt, Luxemburg

Die malerische Altstadt von Luxemburg zählt seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO und auch ihre Umgebung hat einige architektonische Highlights zu bieten - © gevision / Shutterstock
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Die verwinkelten Gässchen der malerischen Altstadt von Luxemburg können zu Fuß erkundet werden und bieten inmitten einer traumhaften Landschaft eine Vielzahl an historischen Häusern, imposanten Bauten und idyllischen Plätzen.

Die wunderschöne Altstadt von Luxemburg zählt seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO und auch ihre Umgebung hat einige Museen und zahlreiche architektonische Highlights zu bieten.

BILDER: Altstadt von Luxemburg

Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Luxemburg

Vom markanten Bockfelsen, der die berühmten unterirdischen Gänge der „Kasematten“ als Überreste der einstigen Befestigung von Luxemburg beherbergt, sind es bis ins pittoreske Gassengewirr der Luxemburger Altstadt über die Montée de Clausen nur wenige Gehminuten. Am Ende der Rue Sigefroi betritt man die entzückend schmale Rue de la Loge, in der ein Hauserker mit dem vielzitierten Luxemburger Motto „Mir welle bleiwe, wat mir sin“ („Wir wollen bleiben, was wir sind“) begrüßt.

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Fëschmaart (Fischmarkt)

Mittelpunkt der malerischen Altstadt von Luxemburg ist seit jeher der Fëschmaart, der historische Fischmarkt. Hier kreuzten sich einst zwei Römerstraßen und vor der Grafenburg wurden die ersten Märkte Luxemburgs abgehalten. Am Fischmarkt befindet sich heute neben dem Nationalmuseum für Kunst und Geschichte und der St. Michaels-Kirche auch das Gebäude des Staatsrates von Luxemburg.

Nationalmuseum von Luxemburg

Das Nationalmusée fir Geschicht a Konscht oder MNHA (Musée National d’Histoire et d’Art) zeigt Kunstwerke und Artefakte aus allen Epochen von Luxemburgs Vergangenheit, darunter Gemälde, Skulpturen, Münzen, Waffen, Rüstungen und eine 25.000 Bände umfassende Bibliothek. Das Museum wurde im Jahr 1854 von der Société archéologique gegründet und wurde rasch zum Mittelpunkt der Luxemburger Museen. 1922 erhielt das Museum seinen Standort am Fischmarkt, der 2002 noch durch einen modernen Zubau vom Architekturbüro Christian Bauer et Associés erweitert wurde.

St. Michaels-Kirche

Die St. Michaels-Kirche ist die älteste Kirche der Stadt Luxemburg und war ursprünglich die Burgkapelle der Grafen von Luxemburg, die 987 errichtet wurde. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1688 und enthält romanische, gotische und barocke Stilelemente. Ihre gewaltige Orgel wurde 1959 zum „Monument historique“ erklärt.

Die St. Michaels-Kirche am historischen Fischmarkt von Luxemburg ist die älteste Kirche der Stadt - © Leonid Andronov/Shutterstock
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Großherzoglicher Palast

Gleich schräg gegenüber dem Nationalmuseum thront unübersehbar der Großherzogliche Palast von Luxemburg, der nahezu die gesamte Rue du Marché-aux-Herbes flankiert. Gleich rechts neben dem imposanten Palais befindet sich seit 1859 die luxemburgische Abgeordnetenkammer.

Früher stand hier das Rathaus, das jedoch 1554 bei einer Pulverexplosion zerstört wurde. Der heutige Bau wurde noch bis 1817 als Rathaus genutzt, als erste Residenz diente er 1817 dem Repräsentanten des niederländischen König-Großherzoges in Luxemburg. Heute wird der eindrucksvolle Palast vor allem für Staatsempfänge und als Bürogebäude für die Großherzogsfamilie und ihre Angestellten genutzt. Zu Weihnachten werden die Weihnachtswünsche des Großherzogs aus dem Gelben Raum an die Bevölkerung übermittelt.

Place Guillaume II (Knuedler)

Zwei Straßen westlich des Großherzoglichen Palais öffnet sich der weitläufige Place Guillaume II. Ein bronzenes Reiterstandbild erinnert an den einstigen Großherzog Wilhelm II. Am Südende des Place Guillaume II thront das Rathaus von Luxemburg und der Platz selbst ist immer wieder Veranstaltungsort von Märkten, Freilichtkonzerten und Festivitäten, darunter das berühmte Rock-Festival „Rock um Knuedler“.

Der zentrale Place Guillaume II mit dem Reiterstandbild von Wilhelm II., im 19. Jahrhundert König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg - © MihaiBogdanLazar/Shutterstock
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Place d’Armes

Schräg gegenüber dem Place Guillaume II liegt in der Fußgängerzone der Place d’Armes (Paradeplatz), an dem sich auch die Touristeninformation befindet. Gemeinsam mit dem Knuedler bildet er das Zentrum der Stadt. Der Place d’Armes ist mit seinen zahlreichen Straßencafés unter schattenspendenden Linden ein beliebter Treffpunkt. Im Sommer finden am Place d’Armes Konzerte statt, im Winter der Weihnachtsmarkt.

Der Place d'Armes im Zentrum von Luxemburg Stadt wird vom monumentalen Cercle Municipal dominiert, der heute als Kulturzentrum fungiert - © Be Good / Shutterstock
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Dominiert wird der gemütliche Platz vom monumentalen Cercle Municipal aus dem Jahr 1909, der heute als Kulturzentrum fungiert. Ebenfalls erwähnenswert ist das Dicks-Lentz-Denkmal am Westende des Place d’Armes. Pierre Federspiel feiert hier die beiden luxemburgischen Dichter Dicks (eigentlich Edmond de la Fontaine) und Michael Lentz aus dem 19. Jahrhundert. Auch hier ist das Motto der Luxemburger zu finden: Mir welle bleiwe, wat mir sin!

Kathedrale Notre Dame

Spaziert man zwischen dem Place d’Armes und dem Place Guillaume II die Rue Chimay entlang gelangt man auf die Rue Notre Dame, benannt nach der Kathedrale Notre Dame. Das monumentale Gotteshaus ist die einzige Kathedrale in Luxemburg und wird auch als „Krone der Altstadt“ bezeichnet. Am anderen Ende der Kathedrale liegt der Place Clairefontaine, auf dem sich ein bronzenes Denkmal der Großherzogin Charlotte befindet.

Die Kathedrale Notre Dame in der Altstadt von Luxemburg ist die einzige Kathedrale des Landes - © Pecold / Shutterstock
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Die Kathedrale Notre Dame ist ein Meisterwerk der spätgotischen Architektur. In ihrem Inneren thronen ein prächtiger Hauptaltar und kunstvolle Figuren aus sanftweißem Alabaster, die vom Sonnenlicht, das durch die farbigen Rundbogenfenster fällt, mystisch beleuchtet werden.

Gëlle Fra (Goldene Dame)

Von der Kathedrale in Richtung Süden gelangt man auf den großen F.D. Roosevelt-Boulevard und erblickt gleich rechter Hand den Place de la Constitution mit der Gëlle Fra. Das 21m hohe Denkmal wird von einer goldenen Statue gekrönt, die einen Lorbeerkranz in erhobenen Händen hält. Das Mahnmal erinnert an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs, die sich freiwillig für den Dienst in Frankreich meldeten.

Pont Adolphe

Vom Place de la Constitution hat man bereits einen guten Blick auf die auffällige Pont Adolphe, die Adolph-Brücke über dem Petruss-Fluss. Der burgähnliche Turm an der Südseite der Brücke gehört allerdings nicht zu einem Schloss, sondern zur städtischen Sparkasse. Der Turm ist gemeinsam mit der Brücke ein wunderbares Fotomotiv und im Inneren der Stadtsparkasse kann ein amüsantes Bankenmuseum besichtigt werden.

Der auffällige Turm am Ende der Pont Adolphe in Luxemburg Stadt gehört nicht etwa zu einem Schloss, sondern zur städtischen Sparkasse - © HUANG Zheng/Shutterstock
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Corniche von Luxemburg

Zurück über den F.D. Roosevelt-Boulevard, der am malerischen Petruss-Tal entlang führt, erreicht man über die Rue du St.-Esprit die Corniche von Luxemburg. Diese idyllische Promenade schlängelt sich neben den alten Wehrmauern am Ufer der Alzette entlang und bietet immer wieder herrliche Ausblicke auf den großzügig begrünten Stadtteil Grund. An ihrem Ende ist man wieder in der Rue Sigefroi angelangt.

Weiterführende Links:

Offizielle Tourismus-Website von Luxemburg-Stadt
Preise und Öffnungszeiten des Nationalmuseums von Luxemburg (französisch)
Offizielle Website des Großherzoglichen Palastes (französisch)
Offizielle Website des „Rock um Knuedler“-Festivals
Offizielle Website der Kathedrale Notre Dame von Luxemburg

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