Mirabellgarten in Salzburg, Österreich

Der Mirabellgarten ist vor allem mit der Festung Hohensalzburg im Hintergrund ein beliebtes Fotomotiv und erfolgreicher Besuchermagnet von Salzburg, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.com
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Der Mirabellgarten ist der Schlosspark des Schlosses Mirabell in der österreichischen Stadt Salzburg. Die Attraktionen des Mirabellgartens sind neben seinen wunderschön angelegten Gärten und Blumenarrangements barocke architektonische Kunstwerke wie der Pegasusbrunnen, die „Große Fontäne“, der Zwergerlgarten oder das Heckentheater.

Der Mirabellgarten ist der Schlosspark des Schlosses Mirabell in der österreichischen Stadt Salzburg. Das berühmte Kleinod der Gartenbaukunst wurde vom Erbauer des Schlosses Schönbrunn in Wien Johann Bernhard Fischer von Erlach Ende des 17. Jahrhunderts neu entworfen und von Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun umgesetzt. Neben der Installation weiterer Kunstwerke in den darauf folgenden Jahren erfuhr der Mirabellgarten 1730 eine wesentliche Erweiterung durch den Architekten und Hofgarteninspektor Franz Anton Danreiter. 1854 beschloss Kaiser Franz Joseph, ihn der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und schuf damit eine der beliebtesten Touristenattraktionen Salzburgs.

Besuch des Mirabellgartens

Der Mirabellgarten ist vor allem mit dem Schloss Mirabell oder der Festung Hohensalzburg im Hintergrund bis heute ein erfolgreicher Besuchermagnet und beliebtes Fotomotiv. Er ist täglich bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet, nur das Heckentheater ist während der Wintermonate geschlossen.

Sehenswürdigkeiten im Mirabellgarten

Zu sehen gibt es neben den wunderschön angelegten Wiesen, Wegen und Blumenarrangements auch jede Menge architektonischer und bildhauerischer Schätze.

Im Salzburger Mirabellgarten gibt es neben den wunderschön angelegten Wegen und Blumenarrangements auch jede Menge bildhauerischer Schätze zu entdecken, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.com
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Die “Große Fontäne”

Der zentrale Springbrunnen, auch „Große Fontäne” genannt, befindet sich im Großen Gartenparterre südlich des Schlosses. Dieser wird umringt von vier Steinfiguren, die die vier Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft darstellen sollen. Die so genannten Raptusgruppen haben außerdem alle zum Thema, dass eine sagenhafte Figur von einer anderen gerettet, geraubt, entführt oder besiegt wird. So raubt Paris Helena von Troja, Anchises rettet seinen Sohn Aeneas aus dem brennenden Troja, Hades entführt Persephone in die Unterwelt und Herkules besiegt den Halbgott Anthaeus, der ohne Verbindung zur Erde seiner Kräfte beraubt war.

Eine der vier Raptusgruppen im Mirabellgarten von Salzburg stellt den Sieg des Herkules über den Halbgott Antaeus dar, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.com
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Weitere Steinfiguren von 16 Göttern der Antike, ebenfalls von Fischer von Erlach erschaffen, stehen auf der Marmorbalustrade des Großen Gartenparterres.

Pegasus-Brunnen

Ein weiteres Wasserbecken ist der Pegasus-Brunnen, der auf zahlreichen Hochzeitsfotos abgebildet ist. Ursprünglich als Pferdeschwemme am Kapitelplatz gedacht, übersiedelte der Brunnen mit dem geflügelten Ross um 1700 in den Mirabellgarten. Die zwei Einhörner und zwei Löwen leisten dem Pegasus seit der Neugestaltung durch Danreiter Gesellschaft.

Der Pegasus-Brunnen vor dem Schloss Mirabell in Salzburg ist ein beliebtes Motiv für Hochzeitsfotos, Österreich6 - © James Camel / franks-travelbox.com
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Nach einigen Übersiedlungen entging das geflügelte Pferd knapp einer Versteigerung und verschwand anschließend im Depot des Salzburg Museums. Erst 1913 stellte man die Statue wieder auf, östlich neben dem Vogelhaus, in dem sich Sing- und auch einige Greifvögel befinden und früher auch Wildtiere gehalten wurden.

Orangerie

Orangenbäume galten in der Barockzeit als Metapher für Fürstentum und Wohlstand und durften in keinem Schlosspark fehlen. Südlich des Schlosses wurde also eine Orangerie errichtet, die in der Kriegs- und Nachkriegszeit auch zum Anbau von Gemüse genutzt wurde. Heute ist ein Teil der Orangerie wieder beinahe ursprünglich hergestellt, der andere wurde in den Rosengarten umgewandelt, der mit kunstvollen Marmorvasen begrenzt ist.

Zwergerlgarten

Der Zwergerlgarten im Salzburger Mirabellgarten ist der älteste Zwergengarten Europas und enthielt 1695 ursprünglich 28 Zwergenfiguren aus weißem Marmor, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.com
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Der Zwergerlgarten in Mirabell ist der älteste Zwergengarten Europas und enthielt 1695 ursprünglich 28 Zwergenfiguren aus weißem Marmor. Kleinwüchsige Menschen waren früher oft am Hof beschäftigt und wurden für ihre Treue und Loyalität geschätzt. Im Zeitalter der Aufklärung gerieten die scheinbar missgestalteten Menschenfiguren jedoch in Verruf und entgingen nur knapp der Vernichtung im Kalkofen. Viele der Statuen wurden Anfang des 19. Jahrhunderts versteigert und gerieten in Vergessenheit.

Erst 1919 erinnerte sich die Stadtverwaltung an sie und baute den Zwergerlgarten an einer anderen Stelle im Mirabellgarten wieder auf. Zwergenfiguren aus österreichischen aber auch bayrischen Gärten wurden aufgespürt und wieder „nach Hause” geholt. 15 restaurierte „Heimkehrer” stehen heute im nahe gelegenen Bastionsgarten. Pläne der ursprünglichen Anlage sind erhalten und es gibt erst Überlegungen, den Zwergerlgarten in seiner anfänglichen Form wieder herzustellen.

Heckentheater

Im Westen des Mirabellgartens liegt das Heckentheater, das älteste seiner Art im deutschen Sprachraum. Früher diente das Naturtheater als Schauspielort für Ballette und kleinere Opern. Aufgrund der eher mangelhaften Akustik unter freiem Himmel gestaltete sich eine musikalische Wiederbelebung bisher als schwierig.

Wasserbastei

Die Wasserbastei war ursprünglich ein eigener Garten (Bastionsgarten). Er wurde Ende des 17. Jahrhunderts in die barocke Umgestaltung des Mirabellgartens miteinbezogen und erhielt so ebenfalls kunstvolle Springbrunnen und farbenfrohe Blumenornamente.