Wachau, Österreich

Der malerische Ort Dürnstein liegt direkt an der Donau in der Wachau, Österreich - © travelpeter / Fotolia
© travelpeter / Fotolia

Die Wachau liegt direkt an der Donau zwischen Melk und Krems in Niederösterreich. Bekannt und beliebt ist sie aufgrund ihrer wunderschönen Landschaft gesprenkelt mit schmucken Ortschaften, mittelalterlichen Burgen und imposanten Schlössern ist, dem vorzüglichen Wein aus der Region und ihren samtweichen Marillen.

Die Wachau ist der etwa 30km lange äußerst idyllische Landstrich entlang der Donau zwischen Melk und Krems in Niederösterreich und liegt ca. 80km von der österreichischen Bundeshauptstadt Wien entfernt. Die Donau schlängelt sich hier durch sanfte Hügel, teils bewaldet teils voller Weingärten, vorbei an malerischen Ortschaften, bilderbuchartigen Schlössern und mittelalterlichen Burgen. Das Gebiet wurde aufgrund seiner natürlichen Schönheit und seiner kulturellen und architektonischen Schätze im Jahr 2000 auf die UNESCO-Liste der Weltkultur- und -naturerbestätten gesetzt.

BILDER: Wachau

 

Besiedlung der Wachau

Die Wachau war bereits im Jungpaläolithikum mehrere zigtausend Jahre vor Christus zur Zeit der Neandertaler besiedelt. Dies beweisen die international bekannten Funde der beiden urtümlichen Frauenstatuetten Venus von Willendorf und Venus vom Galgenberg. Auch auf die Bronze- und Eisenzeit gehen viele archäologische Entdeckungen zurück. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt im Jahr 972 in einer Urkunde des Kaisers Otto I., damals noch unter dem Namen „Vuachoua”.

Bereits im Jahre 800 wurde das Donautal von den bayrischen und Salzburger Klöstern als Weinanbaugebiet genutzt und setzen damals die ersten Trassen der heutigen Weingärten. Auch das Erscheinungsbild der Städte und Orte in der Wachau reicht bis ins 11. und 12. Jahrhundert zurück. Als besonders attraktiv zu nennen sind hier Dürnstein, Stein an der Donau, Weissenkirchen und Spitz an der Donau.

In der Burg von Dürnstein aus dem 12. Jahrhundert wurde bereits Richard Löwenherz gefangen gehalten, Wachau, Österreich - © SASIMOTO / Shutterstock
© SASIMOTO / Shutterstock

Die scheinbar ziellose Anordnung der Häuser und die engen verwinkelten Straßen dazwischen sind noch typisch für das Mittelalter. Es wurden zwar einige Ortszentren vergrößert, einige Häuser abgerissen und einige Fassaden erneuert, doch vielfach sieht man an den Wänden noch die Malereien, Figuren, Nischen und barocken Verzierungen von damals. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden einige der größten Monumente des österreichischen Barock unter anderem die imposanten Stiftskirchen Melk, Dürnstein und Göttweig.

Blick auf das imposante Stift Melk in der Wachau, Österreich - © Zechal / Fotolia
© Zechal / Fotolia

Burgen und Schlösser der Wachau

Auch außerhalb der Ortschaften ging es rund. Durch die Nähe zur Donau als damals wichtigsten Verkehrsweg ragen im gesamten Gebiet der Wachau immer wieder Burgen und Schlösser oder deren Ruinen auf den Hügeln auf. Einige der bekanntesten und schönsten sind das Renaissanceschloss Schallaburg, auf der immer wieder Ausstellungen gezeigt werden, oder die Ruine Aggstein, als mittelalterliche Burgruine mit Wehrtürmen, Schießscharten, Rittersälen, Verliesen und Raubritter-Relikten an sich eine faszinierende Attraktion.

Die mittelalterliche Burgruine Aggstein mit Wehrtürmen, Schießscharten, Rittersälen, Verliesen und Raubritter-Relikten ist eine faszinierende Attraktion in der Wachau, Österreich - © yetishooter / Fotolia
© yetishooter / Fotolia

Als sich Ende des 19. Jahrhunderts die Transportwege zusehends von der Donau auf Straße und Schiene verlegte, verlor die Wachau nach und nach an Bedeutung. Einen Aufschwung erhielt sie jedoch durch die Kampagne „Goldene Wachau”, in der das Gebiet als historische, künstlerische und idyllisch-entspannende Schatzkammer touristisch vermarktet wurde. Auch die Fernsehserie „Donauprinzessin” trug zur Steigerung des Bekanntheitsgrades bei. Wie man sieht, mit Erfolg.

Unterwegs in der Wachau

Heute ist die Wachau nicht nur ein Kleinod der Natur und der Architektur sondern auch eines der wichtigsten Weinanbaugebiete Österreichs. Die besten Weine können hier bei den hiesigen „Heurigen” verkostet werden. Neben den Weinen haben auch die Marillen aus der Wachau und diverse Erzeugnisse aus den samtenen Früchten einen ganz besonders schmackhaften Ruf.

Neben Wanderungen und Radtouren an der Donau entlang, kann die Wachau auch zu Wasser erkundet werden. Die Donaudampfschiffahrtsgesellschaft oder die Donau Schiffsstationen GmbH bieten eine Entdeckung der idyllischsten Plätze und malerischsten Ortschaften per Luxusdampfer.

Die Donau schlängelt sich in der Wachau durch sanfte Hügel voller Weingärten, Österreich - © LianeM / Shutterstock
© LianeM / Shutterstock

Die schönste Zeit in der Wachau

Die Wachau kann man das ganze Jahr über besuchen. Zu jeder Jahreszeit findet sich ein anderes Highlight. Im Frühjahr raubt einem der Duft von tausenden Marillenblüten (oder der Frühlingswein) die Sinne, im Sommer lädt der sanfte Strom der Donau zum Baden ein, im Herbst ist die atemberaubende Färbung der Weinreben und Laubbäume zwischen den Nebelschwaden ein Fest für die Augen und im Winter gilt es den ersten Jungwein zu genießen.

Besondere Veranstaltungen sind der Wachauer Weinfrühling am ersten Wochenende im Mai, an dem man kostenlos an Weinverkostungen teilnehmen kann, der Marillenkirtag, das Feuerwerk zur Sommersonnenwende, die Weinlese und der Weinherbst, sowie der alljährliche Wachau-Marathon.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Wachau
Schifffahrt auf der Donau bei der Donaudampfschifffahrtsgesellschaft
Mehr über die Weine der Wachau und deren Anbau
Alle Infos über den Wachau-Marathon