Festung Hohensalzburg in Salzburg, Österreich

Die schneeweiße Festung Hohensalzburg thront hoch über der Mozartstadt Salzburg und blickt auf 900 Jahre Baugeschichte zurück, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.c
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Die schneeweiße Festung Hohensalzburg hoch über der Mozartstadt blickt auf 900 Jahre Baugeschichte zurück und bietet ihren Gästen einen atemberaubenden Blick über die Dächer und Gipfel von Salzburg.

Erhaben und mächtig thront die mittelalterliche Festung Hohensalzburg weithin sichtbar über den barocken Türmen der Mozartstadt. Während ihres fast tausendjährigen Bestehens wurde die Festung niemals eingenommen und ist heute somit die größte vollständig erhaltene mittelalterliche Burg Europas. Neben der Getreidegasse und dem Salzburger Dom ist die schneeweiße Burg die bestbekannte Sehenswürdigkeit von Salzburg und wird jährlich von rund 900.000 Menschen besucht.

BILDER: Festung Hohensalzburg

 

Neben den Tagestouristen locken kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte im Goldenen Saal, die Sommer-Malerakademie, das Mittelalterfest, der Adventmarkt oder die Aufführung des Theaterstücks „Jedermann“ zusätzliche Besucher auf den altehrwürdigen Festungsberg.

Besichtigung der Festung Hohensalzburg

Die Hohensalzburg lädt Besucher das ganze Jahr über zu interessanter Geschichte hinter dicken Mauern und dem besten Blick über die Altstadt von Salzburg ein. Der Festungsberg kann mit der Festungsbahn vom Kapitelplatz (kostenpflichtig), oder über einen rund 800m langen Fußweg erklommen werden. Dieser führt direkt zum so genannten Keutschachbogen, durch den der Innenhof der Festung betreten wird.

Tipp: Im Eintrittspreis der FestungsCard ist auch eine rund einstündige Führung mit dem Audio-Guide enthalten, die man auf keinen Fall versäumen sollte!

Der weitläufige Innenhof der Hohensalzburg wird von einem knorrigen Baum beherrscht, der zwischen den schneeweißen Mauern des großen Burghofs seine Äste in den Himmel streckt. Der große Burghof wird vom Zeughaus und dem Schüttkasten aus dem späten 13. Jahrhundert, dem Hohen Stock mit dem Goldenen Saal und der Goldenen Stube und der Georgskapelle gesäumt.

Blick auf den Hohen Stock der Festung Hohensalzburg, der den Goldenen Saal und die Goldenen Stube sowie die Fürstenzimmer beherbergt, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.c
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Hinter dem Hohen Stock folgt ein weiterer Hof, hinter dessen Brüstung sich ein herrlicher Blick über die Altstadt von Salzburg auftut. Wer von der sagenhaften Aussicht noch nicht genug, kann im Zuge der Führung durch die Festung vom Aussichtsturm den Blick nach Westen und Osten genießen.

Der Audio-Guide führt die Besucher auch in den Krautturm, wo sich der Salzburger Stier verbirgt. Dieses Orgel-ähnliche Musikinstrumente ist immer noch funktionsfähig und somit das älteste in Betrieb befindliche Hornwerk der Welt.

Museen der Hohensalzburg

Die Eintrittskarte in die Hohensalzburg berechtigt auch zur Besichtigung der Burgmuseen. Die Entstehung der Festung und das damalige Leben in ihren Räumlichkeiten kann im Festungsmuseum nachvollzogen werden. Das Rainer-Regiments-Museum berichtet über Leistungen und Erfolge eines der treuesten Regimente Österreichs, welches von den Türkenkriegen 1682 bis zum Ersten Weltkrieg im Einsatz war. Im Marionetten-Museum in den ehemaligen Fürstenkellern werden Szenen aus der Festungsgeschichte, sowie Salzburgs berühmte Persönlichkeiten von Mozart bis Sissi von Handpuppen dargestellt.

Im Marionetten-Museum der Hohensalzburg werden die Festungsgeschichte und Salzburgs berühmte Persönlichkeiten von Mozart bis Sissi dargestellt, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.c
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Entstehung der Festung Hohensalzburg

Die ersten Bauten der Hohensalzburg entstanden im Jahr 1077 unter Erzbischof Gebhard. Er ließ sein Einflussgebiet aufgrund der damaligen Streitigkeiten zwischen Papst und deutschem König gemeinsam mit den Burgen Hohenwerfen und Friesach befestigen. In den darauffolgenden Jahrhunderten diente die Hohensalzburg während mehrerer Bauernaufstände den Erzbischöfen der Umgebung als sicherer Zufluchtsort.

Die mächtigen Mauern der Hohensalzburg dienten während mehrerer Bauernaufstände den Erzbischöfen der Umgebung als sicherer Zufluchtsort, Österreich - © James Camel / franks-travelbox.c
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Rund 500 Jahre später, von 1461 bis 1466, entstanden ihre charakteristischen vier Rundtürme unter Fürsterzbischof Burkhard II. von Weißpriach. Von 1495 bis 1519 erfolgte die größte Erweiterung durch den Erzbischof Leonhard von Keutschach zu dem Burgkomplex, den wir heute kennen. Er ließ auch den Reißzug errichten, bis heute die älteste bekannte Standseilbahn der Welt, und schenkte der Festung den Salzburger Stier im Krautturm. Die einzelnen Stadien der Festungsentstehung unter den jeweiligen Erzbischöfen können im Festungsmuseum mit Hilfe von Modellen über die Jahrhunderte nachvollzogen werden.

Die einzelnen Stadien der Hohensalzburg unter den Erzbischöfen können mit Hilfe von Modellen im Festungsmuseum nachvollzogen werden, Salzburg, Österreich - © Lila Pharao / franks-travelbox.c
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Derart prominente Gäste wie die Erzbischöfe benötigten natürlich angemessene Gemächer und so wurde auch das Interieur der Hohensalzburg prächtig gestaltet. Die gotischen Schnitzereien und Malereien sind in den herrlichen Fürstenzimmern bis heute zu besichtigen.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Festung Hohensalzburg
Eintrittspreise auf den Festungsberg von Salzburg (Festungscard)
Infos zur Salzburg-Card