Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Tansania

Kleine Gruppen von Elefanten begleiten die Millionen von Zebras und Gnus, die jedes Jahr durch den Serengeti Nationalpark ziehen, Tansania - © stockbyMH / Shutterstock
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Ganz ohne Touristenfallen nach Tansania reisen! Hier finden Sie eine Liste der Top 10 Sehenswürdigkeiten von Tansania! Welche Highlights und Attraktionen dürfen Sie beim Urlaub in Tansania auf keinen Fall versäumen?

Neben Namibia und Kenia ist Tansania das wohl beliebteste Urlaubsziel für Afrika-Einsteiger. Hier finden kulturinteressierte und safaribegeisterte Reisende die gesamte Faszination des Schwarzen Kontinents in einem Land vereint: vom Regenwald zur Savanne, vom Strand zum Berg, von der modernen Metropole zum Lehmhütten-Dorf (und davon allein gibt es eine Menge, ganze 150 verschiedene Kulturen sind in Tansania heimisch).

Tansania ist auch ein Land der Rekorde: Dar es Salaam ist die größte Stadt Ostafrikas, der Viktoriasee der größte See, der Taganyikasee der tiefste See, der Ngorongoro-Krater der größte trockene Vulkankrater und der Kilimandscharo der höchste Berg Afrikas. Mit der facettenreichen Urlaubsinsel Sansibar und dem Serengeti-Nationalpark beherbergt Tansania außerdem zwei der populärsten Reise-Destinationen des gesamten Kontinents.

Tansanias Vielfalt an Ethnien, Flora und Fauna ist schier endlos und kann in zahlreichen Nationalparks und Reservaten erkundet werden. Die perfekte Reisezeit für Tansania liegt zwischen Dezember und Februar (Regenzeit mit üppigem Grün) sowie zwischen Juni und September (Trockenzeit, wo sich die Wildtiere an den Wasserlöchern sammeln).


Serengeti Nationalpark

Giraffen bei Sonnenuntergang in der Serengeti - © vencav / Fotolia
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In der berühmten Serengeti befindet sich einer der tierreichsten Nationalparks der Welt, der aufgrund seiner großen Wildpopulation zum UNESCO Welterbe zählt. Auf einer Fläche so groß wie Nordirland tummeln sich die größten Huftierherden der Welt. Zigtausende Gnus, Zebras, Gazellen und Antilopen, sowie Giraffen, Springböcke und Kudus ziehen von Dezember bis Juli in die Weidegründe der Masai Mara im angrenzenden Kenia – eines der größten Naturwunder Ostafrikas!

Begleitet werden die spektakulären Züge von einer Vielzahl an Raubtieren. Die Löwen, Geparde, Leoparden, Hyänen und Krokodile können am besten von Juni bis September beobachtet werden, denn dann sammeln sie sich gemeinsam mit ihren Beutetieren um die immer kleiner werdenden Wasserstellen.

Der Serengeti Nationalpark kann mit dem eigenen Auto erkundet werden. Es bietet sich allerdings an, eine der zahlreichen geführten Safari-Touren durch die Serengeti zu buchen, denn die einheimischen Guides wissen einfach am besten, wo und wann die spannendsten Tiere zu sehen sind.

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Nationalpark Kilimandscharo

Elefanten vor dem Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, Tansania - © Henry Schmitt / Fotolia
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Das mächtige, schneebedeckte Kilimandscharo-Massiv beherbergt den höchsten Berg und damit ein Wahrzeichen Afrikas. Es liegt an der Grenze zwischen Tansania und Kenia und bildet das Herz des Kilimandscharo Nationalparks, der ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes ist.

Abgesehen von Wildtier-Beobachtungen rund um den berühmten Berg ist auch der Kilimandscharo selbst eine der Top 10 Sehenswürdigkeiten von Tansania. Als höchster Berg des Kontinents ist er bei Bergsteigern als einer der „Seven Summits“ bekannt. Der höchste freistehende Berg der Welt kann noch dazu vergleichsweise leicht bestiegen werden.

Ein Gipfelsturm auf den Kilimandscharo gleicht einer fünftägigen Wanderung von den Tropen in die Arktis: von der Hitze Ostafrikas auf 900 Metern Seehöhe bis ins ewige Eis auf knapp 6.000 Metern und wieder retour. Einen der 6 verschiedenen Trekkingpfade auf den höchsten Gipfel Kibo erklimmt man am besten von Dezember bis Februar – wenn die klare Luft unvergessliche Ausblicke auf die weiten Ebenen garantiert.

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Ngorongoro-Krater

 Ein erwachsener männlicher Löwe schützt seine Beute vor den lauernden Aasfressern im Ngorongoro-Krater, Tansania - © Gary C. Tognoni / Shutterstock
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Der gigantische Ngorongoro Krater war einst ein riesiger Vulkan, der einstürzte, als der Ostafrikanische Grabenbruch entstand. Seither befindet sich hier die größte trockene Kaldera der Welt mit einem gewaltigen Durchmesser von knapp 20 Kilometern.

Das Naturschutzgebiet des Ngorongoro Kraters grenzt direkt an den Serengeti Nationalpark und beinhaltet innerhalb seiner bis zu 600 Meter hohen Bergkette nahezu jede Wildtierart Ostafrikas. In den Steppen, Wäldern, Mooren und Schluchten der Kaldera leben die größten Raubtierpopulationen Afrikas.

Afrikas „Big Five” Rhinozeros, Löwe, Leopard, Elefant und Büffel sind hier alle vertreten. Darüber hinaus sieht man hier unzählige Gnus, Zebras, Antilopen, Affen, Hyänen, Schakale und Flamingos. Die gewaltigen Huftier-Herden, die von der Serengeti in die Masai Mara wandern, ziehen auch hier vorbei.

Auch kulturell ist der Ngorongoro-Krater interessant. Erstens leben hier die Massai, zweitens wurden in der Olduvai-Schlucht die ältesten Überreste der frühen Menschen gefunden. Seither ist diese Gegend auch als „Wiege der Menschheit“ bekannt.

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Lake Natron

Flamingos fliegen über den Lake Natron in Tansania - © Pierre-Jean Durieu / Shutterstock
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Wer die Flamingos im Ngorongoro-Krater schon als „viele“ bezeichnet hat, war noch nicht am Lake Natron. Dieser stark alkalische Sodasee liegt ebenfalls an der Grenze zu Kenia und gehört zu den berühmtesten Salzseen der Welt.

Das charakteristisch rostrote, rund 3 Meter tiefe Wasser des Lake Natron beherbergt Unmengen an Salinenkrebschen, die ebenso Unmengen an Flamingos ernähren. Bis zu zweieinhalb Millionen (!) Zwergflamingos genießen hier täglich ein ungestörtes Festmahl, denn in der heißen, wüstenartigen Umgebung des Salzsees halten sich so gut wie keine Raubtiere auf. Aus diesem Grund zählt der Lake Natron auch zu den größten Flamingo-Brutplätzen der Welt.

Ebenfalls erwähnenswert sind die in Lavagestein konservierten menschlichen Fußabdrücke am Ufer des Lake Natron, die von Forschern auf ein Alter von rund 120.000 Jahren geschätzt werden.

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Selous Game Reserve

Drei junge Elefantenbullen im Selous Wildreservat in Tansania, dem größten Schutzgebiet Afrikas - © / Shutterstock
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Das Selous Game Reserve im Süden des Landes ist ein Wildtier-Geheimtipp Tansanias. Es ist das größte Wildschutzgebiet Afrikas (fast so groß wie Irland) und eines der wenigen Gebiete, in denen die Großwildjagd erlaubt ist. Ein Geländewagen ist hier unbedingt erforderlich, dann kann das Gebiet von Mtemere oder Matambwe aus auf eigene Faust erkundet werden. Alternativ bietet sich eine Boot-Safari auf dem Fluss Rufiji an.

Im Gegensatz zur nördlich gelegenen Serengeti sind hier im Süden viel weniger Touristen unterwegs, zu sehen gibt es dennoch genug! Vor allem die Elefanten leben hier in großer Zahl, aber auch Wildhunde, Leoparden, Hyänen, Schakale, Paviane, Antilopen, Zebras, Gnus, Warzenschweine, Giraffen, Büffel und Flusspferde sind hier heimisch.

Aufgrund der schieren Größe des Schutzgebietes kann es allerdings etwas länger dauern, bis Afrikas „Big Five“ entdeckt sind. Von Juli bis Oktober ist die Chance auf Wildtier-Sichtungen am größten, während der tansanischen Regenzeit von März bis Mai sind alle Camps im Selous Game Reserve geschlossen.

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Usambara Berge

Die eindrucksvollen Gipfel der Usambara-Berge ziehen sich durch den Osten Tansanias und zählen zu den 25 Regionen der Welt mit der größten Artenvielfalt - © StephanScherhag / Shutterstock
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Die Usambara Berge im Nordosten von Tansania tragen auch den Titel „afrikanisches Galapagos“ und können mit einer unglaublichen Artenvielfalt in ihrem natürlichen Lebensraum aufwarten. Kühle, frische Bergluft vertreibt hier die sonst für Afrika typische staubige Hitze der Savanne.

Die unberührten Bergregenwälder können von Lushoto aus erkundet werden. Nahezu einsame Wanderwege und Mountainbike-Trails offenbaren die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt des ostafrikanischen Dschungels. Einige Vertreter der Flora und Fauna sind nur hier heimisch, darunter das populäre Usambara-Veilchen, der Usambara-Uhu oder der tansanische Laubfrosch.

In der imposanten Berglandschaft lassen sich versteckte Wasserfälle und atemberaubende Aussichtspunkte entdecken. Aufgrund des europäisch anmutenden Klimas wählten europäische Missionare die Usambara-Berge als Basislager. Die Überreste so manch christlicher Klöster zeugen heute noch davon.

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Lake Eyasi

Am Lake Eyasi in Tansania kann der Alltag des Hadzabe-Stammes miterlebt werden - © erichon / Shutterstock
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Hauptattraktion des Lake Eyasi im Süden des Serengeti Nationalparks ist einmal nicht die afrikanische Tierwelt. An den Lake Eyasi reisen Afrika-Urlauber hauptsächlich, um in die faszinierende Kultur des Schwarzen Kontinents einzutauchen.

Rund um den kaum 1 Meter tiefen See leben die ethnischen Volksgruppen der Hadza, Datoga und Watindiga noch wie vor tausend Jahren im völligen Einklang mit der Natur. Ihre Nahrung besteht aus Früchten, Wurzelknollen und Wild, das sie mit Pfeil und Bogen erlegen.

Die ursprünglichen Völker verstecken sich nicht vor den Touristen, sondern laden sie im Gegenteil dazu ein, an ihrem Leben teilzuhaben. Auf Halb- und Ganztageswanderungen rund um den See, abends am Lagerfeuer, auf der Jagd mit einfachsten Methoden und beim Wurzeln sammeln werden Besucher in das Leben ihrer Vorfahren versetzt – und so manche Luxus-Probleme der modernen Welt in eine neue Perspektive gerückt.

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Steinerne Stadt (Stone Town) in Sansibar Stadt

Die Bauten aus Korallenstein in der Steinernen Stadt von Sansibar stammen zum Großteil aus dem mittleren 19. Jahrhundert, Tansania - © Attila JANDI / Shutterstock
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Auch die Steinerne Stadt auf der tansanischen Insel Sansibar zeugt von der Vergangenheit, geht allerdings nicht ganz so weit zurück. Auf der ehemaligen Gewürzinsel zählen vor allem die prächtigen Kolonialbauten aus Korallenstein zu den Sehenswürdigkeiten – ebenfalls ein Weltkulturerbe der UNESCO.

Die meisten Gebäude in Stone Town stammen aus dem 18. Jahrhundert. Damals war Sansibar ein Sultanat, das mit Gewürz- und Sklavenhandel großen Reichtum erlangte. Viele Herrscher regierten das damals so bedeutende Handelszentrum und prägten die Architektur der Altstadt afrikanische, arabische, indische und europäische Einflüsse.

Unter den historischen Bauten der Steinernen Stadt zählt der Palast der Wunder zu den berühmtesten. Als erstes Gebäude Ostafrikas erhielt der 1883 vollendete Beit-el-Ajaib die größten geschnitzten Tore (damit der Sultan auf seinem Elefanten einreiten konnte), die höchsten Räume, fließendes Wasser, Strom und damit den ersten elektrischen Aufzug Ostafrikas. Heute beherbergt der Palast der Wunder das kunst- und kulturhistorische Museum von Sansibar.

Tipp: Gemeinsam mit Pemba Island findet man auf Sansibar die wohl schönsten Strände Tansanias, die mit weißem Sand, Palmen und tollen Tauchspots im türkisen Meer locken.

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Ruinen von Kilwa Kisiwani und Songo Mnara

Die Große Moschee von Kilwa Kisiwani wurde 1050 errichtet und Anfang des 14. Jahrhunderts zum größten Sakralbau der Ostküste Afrikas ausgebaut, Tansania - © renatehenkel / Fotolia
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Im Süden von Tansania an der Küste des Indischen Ozeans erinnern die Ruinenstädte Kilwa Kisiwani und Songo Mnara an den einstigen Reichtum dieser beiden Hafenstädte. Der rege Seehandel mit Indien verlieh den beiden Siedlungen auf ihren Inseln im Meer Ruhm und Reichtum, der sich in der Entstehung prächtiger Bauten manifestierte.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Kilwa Kisiwani zählen eine Moschee aus dem 14. Jahrhundert (damals der größte Sakralbau der afrikanischen Ostküste), der Sultanspalast (damals das größte steinerne Gebäude südlich der Sahara) und die „Gereza“ genannte Festung aus dem 15. Jahrhundert. In Songo Mnara sind neben dem Sultanspalast hauptsächlich noch einfache Häuser aus Korallenstein zu besichtigen.

Wer weiß allerdings, wie lange noch, denn die Ruinen von Kilwa Kisiwani und Songo Mnara zählen zwar zum Weltkulturerbe der UNESCO, werden aber dennoch kaum instandgehalten, geschweige denn renoviert.

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Felsmalereien von

Die spektakulären Felsmalereien von Kondoa in Tansania sind noch kaum erforscht, ihr Alter wird auf 1.500 Jahre geschätzt - © EcoPrint / Shutterstock
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Zum Glück weniger gefährdet ist das nächste UNESCO-Weltkulturerbe Tansanias: Die Felsmalereien von Kondoa im Nordosten des Landes erstrecken sich über mehr als 150 Höhlen, Hügel und Felshänge.

Die Tiere und Menschen, die meist in Jagdszenen dargestellt sind, berichten vom Leben, wie es hier vor über 30.000 Jahren stattgefunden hat. Bis heute sind die unzähligen Abbildungen nicht restlos erforscht und haben rituelle Bedeutung für die Bewohner der umliegenden Dörfer.

In der kleinen Ortschaft Kolo beschäftigt sich ein Informationszentrum mit der Geschichte und Dokumentation der Kondoa-Zeichnungen. Es wurde von Louis Leaky gegründet, einem britisch-stämmige Paläoanthropologen, der die ersten Aufzeichnungen über die Felsmalereien durchführte.

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