Die 13 wichtigsten Fußballstadien Brasiliens

Geht es um Fußballverrücktheit steht Brasilien im weltweiten Vergleich in der vordersten Reihe. Bei internationalen Fußball-Veranstaltungen gerät das gesamte Land in Ausnahmezustand und die wichtigsten Stadien Brasiliens verwandeln sich in tobende Hexenkessel. 

Egal ob in den Metropolen wie Rio und Salvador oder mitten im Amazonas-Regenwald – spätestens seit 2014 gibt es über ganz Brasilien gigantische Stadien verstreut, die einer Fußball-WM würdig sind.

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Maracanã Stadion in Rio de Janeiro

Das Maracanã Stadion in Rio de Janeiro zählt zu den größten Fußballstadien der Welt, Brasilien - © gary yim / Shutterstock
© gary yim / Shutterstock

Man muss nicht unbedingt Fußball-Fan sein, um im brasilianischen Rio de Janeiro das berühmte Maracanã-Stadion zu besichtigen. Ursprünglich wurde es als Estádio Municipal do Maracanã für die Fußballweltmeisterschaft im Jahr 1950 erbaut.

Mittlerweile heißt es offiziell „Estádio Jornalista Mário Filho“ nach dem mittlerweile verstorbenen Journalisten Mário Filho. Dieser hat sich 1950 erfolgreich für den WM-Finale-Austragungsort Rio de Janeiro ausgesprochen (das Brasilien übrigens 0:1 gegen Uruguay verlor).

Einst größtes Stadion der Welt

Die Tribünen des Maracanã Stadions in Rio de Janeiro bei einem Fußballlspiel, Brasilien - © Celso Pupo / Shutterstock
© Celso Pupo / Shutterstock

Zur Zeit seiner Entstehung war das Maracanã-Stadion mit einem Fassungsvermögen von 200.000 Zuschauern das größte Stadion der Welt. Das Fußballstadion in Rio hält auch den Rekord der meisten vor-Ort-Zuschauer bei einem Fußballspiel.

Mittlerweile hat das immer noch unter dem Namen Maracanã bekannte Stadion mehrere Umbauten hinter sich, die es Ende 2006 mit neuen Sicherheitsvorschriften auf ein Fassungsvermögen von 96.000 Plätzen „schrumpften“. Dennoch zählt es nach wie vor zu den zehn größten Fußballstadien weltweit.

Neben Fußballhighlights wird das Maracanã Stadion auch immer wieder für Musikkonzerte genutzt. Rock- und Popgrößen wie zum Beispiel Frank Sinatra, Bon Jovi, KISS, Tina Turner, The Rolling Stones und Madonna durften dort bereits die Bühne betreten.

Sogar Papst Johannes Paul II. hielt im Jahre 1980 eine heilige Messe im Maracanã Stadion. Ein weiteres sportliches Highlight mit weltweiter Aufmerksamkeit war das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 2014 zwischen Deutschland und Argentinien, aus dem Deutschland als Sieger hervorging.

Weiters hat Rio de Janeiro den Zuschlag für die Austragung der internationalen olympischen Sommerspiele 2016 erhalten. Das Maracanã Stadion wurde dabei für die Eröffnungs- und Abschlussfeier genutzt.

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Tipp: Mit einem vereinbarten Besichtigungstermin kann das gewaltige Fußballstadion auch von innen bestaunt werden. Die Eingangspforte, die Besucher ohne Besichtigungstermin zu sehen bekommen ist leider wenig spektakulär. Alternativ wäre der Besuch einer Veranstaltung im Stadion natürlich auch äußerst sehenswert.

Estádio Nacional de Brasilia in Brasilia

Das Estádio Nacional de Brasília in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia ist eine Austragungsstätte der Fußball-WM 2014 - © Elza Fiúza/ABr CC BY-SA2.5/W
© Elza Fiúza/ABr CC BY-SA2.5/W

Mit einer Kapazität von 70.064 Sitzplätzen ist das Estádio Nacional in Brasilia nach dem Maracanã Stadion in Rio de Janeiro das zweitgrößte Stadion Brasiliens.

Es befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Ayrton Senna Multisport Complex und des Nelson Piquet International Autodrome. Es wurde für die Fußball-WM 2014 anstelle des Mehrzweckstadions Mané Garrincha als reines Fußball-Stadion errichtet. Das nach einem brasilianischen Fußballspieler und -trainer benannte Estádio Mané Garrincha wurde für den Neubau im Jahr 2010 beinahe komplett abgerissen.

Die Eröffnung des neuen Estádio Nacional de Brasilia erfolgte am 18. Mai 2013. Die einstige Laufbahn wird nun für zusätzliche Tribünen genutzt, die bis an die Rasenfläche heranreichen. Ein ausfahrbares Dach schützt nicht nur das Publikum, sondern auch die Spieler vor Niederschlägen. Seine (Um)Baukosten beliefen sich auf 450 Millionen Euro, damit war das Stadion in Brasilia die teuerste Spielstätte der Fußball-WM 2014.

Auch Konzerte wurden im Estádio Nacional de Brasilia bereits abgehalten, darunter die amerikanische R&B-Queen Beyoncé und die Rock Bands Aerosmith und Whitesnake.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Estádio Nacional de Brasilia

Arena Corinthians in São Paulo

Die Arena Corinthians ist die langersehnte modernisierte Spielstätte der Corinthians Paulistas, des beliebtesten Fußballclubs von São Paulo, Brasilien - © Danilo Borges CC BY3.0BR/Wiki
© Danilo Borges CC BY3.0BR/Wiki

Die Arena Corinthians befindet sich im Stadtteil Itaquera in der brasilianischen Metropole São Paulo. Das Stadion wurde für die Fußball-WM 2014 erweitert und umfasst 48.234 Sitzplätze. In Sao Paulo wurde das Eröffnungsspiel der Fußball-WM 2014 ausgetragen, wofür das Stadion aufgrund der Vorgabe von mindestens 65.000 Sitzplätzen für Eröffnungsspiele kurzfristig um gut 21.000 Sitzplätze erweitert wurde.

Die Zuschauer konnten das Geschehen auf dem Rasen außerdem über die größte Video-Leinwand der Welt verfolgen, die sich damals in einem Stadion befand.

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Ursprünglich sollte das Morumbi-Stadion in São Paulo als Austragungsort für die Fußball-WM 2014 fungieren, die dafür notwendige Renovierung konnte jedoch nicht finanziert werden.

Entstehung der Arena Corinthians

Auch der Bau der Arena Corinthians ging nicht ganz reibungslos vonstatten. Bereits im Frühjahr 2013 gab es Schwierigkeiten mit der Finanzierung, sodass schon von einem Baustopp die Rede war, was eine Teilnahme an der Fußball-WM 2014 unmöglich gemacht hätte.

Abermals in die Schlagzeilen kam die Arena Corinthians im November 2013, als ein unzureichend gesicherter Baukran umstürzte und Teile des halbfertigen Stadions mit in die Tiefe risse. Zwei Arbeiter kamen bei dem Unfall ums Leben.

Nichtsdestotrotz wurde die Arena Corinthians am 15. April 2014 eröffnet und die Fußball WM 2014 konnte ohne große Zwischenfälle über die Bühne gehen.

Offizielle Website der Arena Corinthians in Sao Paulo

Olympiastadion João Havelange in Rio de Janeiro

Im Olympiastadion João Havelange in Rio de Janeiro, Brasilien, werden die Leichtathletik-Bewerbe der Olympischen Spiele 2016 ausgetragen - © A.RICARDO / Shutterstock
© A.RICARDO / Shutterstock

Neben dem berühmten Maracanã Stadion ist das Estádio Olímpico João Havelange das zweite wichtige Fußballstadion der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro. Es befindet sich im Stadtviertel Engenho de Dentro und ist daher auch unter der Bezeichnung Engenhão bekannt. Sein Name „João Havelange“ erinnert an den ehemaligen brasilianischen Präsidenten der FIFA, obwohl nach dessen Korruptionsskandal 2012 eine Umbenennung im Raum stand.

Errichtung für die Panamerikanischen Spiele

Das gewaltige Stadion wurde von 2003 bis 2007 für die Panamerikanischen Spiele errichtet und fasst rund 47.000 Zuschauer. Der Bau überstieg die geschätzten Kosten von rund 23 Millionen Euro mit einer letztendlichen Gesamtsumme von 146 Millionen Euro um ein Vielfaches. Das erste Spiel zwischen Botafogo und Fluminense wurde am 30. Juni 2007 vor knapp 44.000 Fans abgehalten.

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Das Olympiastadion ist seit 2008 das Heimstadion von Rios Fußballclub Botafogo FR, wodurch es seinen dritten Namen erhielt. 2015 gestattete die Stadt Rio de Janeiro dem Verein, sein Heimstadion nach der Fußballer-Legende Nilton Santos zu benennen. An den Star der 1950er-Jahre, der für Botafogo 729mal im Einsatz war, erinnert übrigens auch eine Statue vor dem Stadion.

Das Olympiastadion wird jedoch nicht nur für Fußballspiele genutzt. Mit seiner umfassenden Leichtathletik-Anlage spielte es vor allem bei der Olympiade 2016 eine wichtige Rolle.

Dank seiner Laufbahn mit der olympischen Länge von 400 Metern darf sich das João Havelange Stadion als Olympische Spielstätte bezeichnen. Für die Olympiade 2016 wurde der Zuschauerraum auf 60.000 Sitzplätze aufgestockt. Nach der großzügigen Renovierung im Jahr 2013 konnte das Stadion nach mehreren Terminverschiebungen erst im Februar 2015 wieder eröffnet werden.

Arena Fonte Nova in Salvador da Bahia

Die Itaipava Arena Fonte Nova in der brasilianischen Stadt Salvador da Bahia ist eine Austragungsstätte der Fußball-WM 2014 - © Antonio Scorza / Shutterstock
© Antonio Scorza / Shutterstock

Die Arena Fonte Nova in Salvador da Bahia entstand auf dem Gelände des vormaligen bereits baufällig gewordenen Estádio Fonte Nova. 2007 brachten 60.000 Fans, die den Aufstieg ihrer Mannschaft in die nächste Liga feierten, einen Teil der oberen Tribüne zum Einsturz. Sieben Menschen kamen dabei ums Leben, weitere 85 wurden verletzt.

Im Jahr 2010 wurde das Estádio Fonte Nova für den Neubau für die Fußball WM 2014 vollständig abgerissen. Am 7. April 2013 wurde die neue Arena Fonte Nova, die 55.000 Zuschauer fasst, feierlich eingeweiht.

Das hufeisenförmige Stadion ist zum Meer hin geöffnet um eine adäquate Durchlüftung zu gewährleisten. Auf der freien Fläche der südlichen Öffnung können Konzert- und Theaterveranstaltungen unabhängig von den Sportereignissen im Stadion stattfinden. Über dieser Freifläche sorgt ein schwebendes Restaurant für kulinarische Genüsse.

Das nächste Großereignis nach der Fußball-WM 2014 waren die Olympischen Sommerspiele mit Hauptaustragungsort Rio de Janeiro im Jahr 2016.

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Offizielle Website der Arena Fonte Nova in Salvador da Bahia

Arena das Dunas in Natal

Die Arena das Dunas in der brasilianischen Stadt Natal ist eine Austragungsstätte der Fußball-WM 2014 - © Portal daCopa/ME CCBY3.0BR/W
© Portal daCopa/ME CCBY3.0BR/W

Die Arena das Dunas in der brasilianischen Stadt Natal wurde eigens für die Fußball-WM 2014 an Stelle des alten Machadão-Stadions errichtet. Mit dem Bau wurde das Architekturbüro „Populous“ beauftragt, 2011 konnte der Spatenstich erfolgen. Das Design der Arena das Dunas wurde von Christopher Lee entworfen, der es als das „perfekteste Stadion Südamerikas“ bezeichnete. Die „Arena der Dünen“ verdankt ihren Namen der typischen Dünen-Landschaft und den traumhaften Stränden in Natals Umgebung.

Rund um das Stadion entstanden außerdem ein Einkaufszentrum, Hotels nach internationalem Standard und ein künstlicher See, der die brütende Hitze in Natal etwas lindern soll.

Eröffnung der Arena das Dunas

Am 22. Jänner 2014 wurde die fertige Arena das Dunas von der brasilianischen Staatspräsidentin Dilma Rousseff offiziell an die FIFA übergeben. Auch Rosalba Ciarlini, Gouverneurin von Rio Grande do Norte und Carlos Eduardo Alves, Bürgermeister von Natal waren bei den Eröffnungsfeierlichkeiten anwesend. Der symbolisch erste Anstoss im neuen Stadion wurde von Dilma Roussef und Jérôme Valcke, Generalsekretär der FIFA, ausgeführt.

Die Arena das Dunas wird von 45.000 Sitzplätzen gesäumt und ist in erster Linie Heimstadion des brasilianischen Fußballverein América FC. Wie auch in der Eröffnungsrede von Dilma Roussef angesprochen, kann die Arena das Dunas auch für Konzerte, Messen, Workshops, Großveranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden.

Offizielle Website der Arena das Dunas in Natal

Arena Pernambuco in Recife

Die Itaipava Arena Pernambuco in der brasilianischen Stadt Recife ist eine Austragungsstätte der Fußball-WM 2014 - © Portal da Copa/ME CC BY3.0BR!W
© Portal da Copa/ME CC BY3.0BR!W

Die Arena Pernambuco in der fußballverrückten Metropole Recife im Nordosten Brasiliens wurde eigens für die Fußball-WM 2014 errichtet. Auch der FIFA Confederations Cup 2013 wurde hier bereits ausgetragen. Seit Anfang 2013 werden auch alle Spiele des Clube Náutico Capibaribe in der Arena Pernambuco abgehalten. Neben den Vereinen Santa Cruz Futebol Clube und Sport Clube do Recife ist der Clube Náutico Capibaribe der traditionsreichste Fußball-Club der Stadt.

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Das Mehrzweckstadion befindet sich in São Lourenço da Mata, einem Vorort von Recife und hat eine Kapazität von 43.000 Zuschauern. Rund um die Arena Pernambuco wurden außerdem ein riesiger Komplex mit Shopping-Center, Kinos, Bars und Restaurants, ein Hotel, ein Convention Center und ein Universitäts-Campus errichtet. Das gigantische Projekt wird auch als Motor für die Wirtschaft im Großraum Recife angesehen, der immer wieder unter Armut zu leiden hat.

Solar-Stadion mit Zukunftsplänen

Seinen Beitrag zum Umweltschutz leistet die Arena Pernambuco mit einer Solaranlage um 13 Millionen US-Dollar, die gleichzeitig Teil des brasilianischen Forschungs- und Entwicklungs-Projektes zum Thema Solarenergie darstellt. Die Sonnenkollektoren versorgen das Stadion mit elektrischer Energie, die dem Strom-Bedarf von 6.000 Menschen entspricht.

Castelão-Stadion in Fortaleza

Das Castelão-Stadion in der brasilianischen Stadt Fortaleza ist eine Austragungsstätte der Fußball-WM 2014 - © Fábio Lima CC BY 3.0BR/Wiki
© Fábio Lima CC BY 3.0BR/Wiki

Das Castelão-Stadion heißt nach dem auftraggebenden Gouverneur mit vollem Namen Estádio Plácido Aderaldo Castelo und wird auch Gigante da Boa Vista genannt. Es befindet sich in der brasilianischen Stadt Fortaleza und wurde von der FIFA als Spielstätte der Fußball-WM 2014 ausgewählt.

Nach dem für die Fußball-WM 2014 geforderten Umbau bietet des klassisch runde Castelão-Stadion 64.165 Zuschauern Platz und ist damit das größte und modernste Stadion des brasilianischen Bundesstaates Ceará. Zum Ausbau des Stadions, der 192 Millionen Euro verschlang, gehörten unter anderem VIP-Logen, ein Restaurantbereich und 4.200 unterirdische Parkplätze.ca

Mit seiner Eröffnung im Dezember 2012 war es das erste Stadion, welches für die Fußball-WM 2014 bereit war.

Die Heim-Clubs im Castelão-Stadion sind der Fortaleza EC und der Ceará SC und auch die brasilianische Nationalmannschaft hat bereits einige Fußballspiele auf seinem Rasen bestritten. Das Spiel gegen Uruguay im Jahr 1980 hält bis heute mit 118.496 Zuschauern den Besucherrekord. Damals gewann Brasilien 1:0.

Das Castelão-Stadion wird nicht ausschließlich für sportliche Veranstaltungen verwendet. Im Jahr 1980 zum Beispiel gab Papst Johannes Paul II. im Castelão-Stadion vor 120.000 Menschen eine Audienz.

Infos und Kontakt zum Castelão-Stadions in Fortaleza

Estádio Beira Rio in Porto Alegre

Das Estádio Beira-Rio in der brasilianischen Stadt Porto Alegre ist eine Austragungsstätte der Fußball-WM 2014 - © Copa2014.gov.br CC BY3.0BR/Wiki
© Copa2014.gov.br CC BY3.0BR/Wiki

Das Estádio Beira Rio, oder auch Gigante da Beira-Rio, ist das Heimstadion des Fußballvereins Internacional Porto Alegre und wurde für fünf Spiele der Fußball-WM 2014 in Brasilien genutzt. Es liegt am Ufer des Rio Guaíba gleich neben dem Parque Gigante, ein weiteres Sportzentrum mit Schwimmhallen, Gymnastik-Räumen, Fußballfeldern und Tennisplätzen. Das ästhetische Stadion wurde zu einem Postkartenmotiv der Stadt Porto Alegre.

Das Estádio Beira Rio wurde auf Initiative der Heim-Mannschaft Internacional Porto Alegre nach drei Jahren Bauzeit im Jahr 1959 fertiggestellt. Das alte Stadion Estádio dos Eucaliptos aus dem Jahr 1931 war mit nur 20.000 Zuschauer-Plätzen längst zu klein geworden. Die Fußballspiele von Internacional Porto Alegre wurden bis 1969 dennoch im alten Stadion ausgetragen, bis man sich schließlich entschloss, das Estádio dos Eucaliptos abzureißen und endgültig ins Estádio Beira Rio umzuziehen.

Das Stadion heißt eigentlich Estádio José Pinheiro Borda, benannt nach José Pinheiro Borda, ein portugiesischer Ingenieur, der maßgeblich an seinem Bau beteiligt war, seine Fertigstellung jedoch aufgrund seines hohen Alters nicht mehr miterlebte. Der Spitzname Estádio Beira Rio („Stadion am Flussufer“) hat sich jedoch durchgesetzt.

Die offizielle Eröffnung erfolgte am 6. April 1969 mit einem Freundschaftsspiel zwischen Internacional Porto Alegre und dem portugiesischen Spitzen-Club Benfica Lissabon.

Ausbau für die Fußball-WM 2014

Das Estádio Beira-Rio in der brasilianischen Stadt Porto Alegre ist eine Austragungsstätte der Fußball-WM 2014 - © Portal da Copa CC BY3.0BR/W
© Portal da Copa CC BY3.0BR/W

Für die Fußball-WM 2014 wurde das Estádio Beira Rio im Herbst 2013 noch einmal auf 50.287 Sitzplätze mit 5.000 VIP-Plätzen erweitert. Außerdem wurden die Parkplätze von 2.000 auf 5.500 aufgestockt und zwei Videoleinwände mit jeweils 100m2 Fläche installiert. Auf dem Gelände des Estádio Beira Rio befinden sich außerdem Shops, Bars, ein Event-Center und sogar eine Kapelle.

Mineirão-Stadion in Belo Horizonte

Das Mineirão-Stadion in der brasilianischen Stadt Belo Horizonte ist eine Austragungsstätte der Fußball-WM 2014 - © Luan S.R. CC BY-SA3.0/Wiki
© Luan S.R. CC BY-SA3.0/Wiki

Das Mineirão-Stadion in der brasilianischen Stadt Belo Horizonte wurde für die Fußball-WM 2014 um rund 250 Millionen Euro modernisiert und auf eine Kapazität von 62.160 Sitzplätzen erweitert. Neben der Fußball-WM 2014 wurden hier auch die Olympischen Sommerspiele 2016 ausgetragen.

Das Stadion im Stadtteil Pampulha heißt mit vollem Namen Estádio Governador Magalhães Pinto, benannt nach dem früheren Gouverneur und Mit-Initiator des Militärputsches im Jahr 1964. Die Errichtung des Mineirão-Stadions erfolgte von 1963 bis 1965 und beschäftige an die 5.000 Arbeiter.

Neben den beiden Heim-Clubs und mehrfachen Landesmeistern Cruzeiro Belo Horizonte und Atlético Mineiro marschierte auch schon die brasilianische Fußballnationalmannschaft auf dem Rasen des Mineirão-Stadions auf.

Die Eröffnung des neu ausgebauten Mineirao-Stadions erfolgte bereits am 21. Dezember 2012. Neben der Erweiterung des Zuschauerraumes wurde das Stadion auch mit 90 VIP-Logen, einem Restaurant und zwei 98 Quadratmeter messende Video-Leinwänden ausgestattet. 350 Videokameras überwachen das Geschehen auf dem Stadion-Gelände.

Offizielle Website des Mineirão-Stadions in Belo Horizonte

Arena Pantanal in Cuiaba

Die Arena Pantanal in der brasilianischen Stadt Cuiaba am Rande des unberührten Naturparadieses Pantanal ist ein Austragungsort der Fuball-WM 2014 - © Brazilian Government CC BY3.0/W
© Brazilian Government CC BY3.0/W

In der vielfältigen Flora und Fauna des artenreichen Feuchtgebietes Pantanal liegt in der Stadt Cuiaba die Arena Pantanal, Austragungsort der Fußball-WM 2014.

Sein Vorgänger-Stadion, das „Verdão“, passend zu seiner Umgebung das „Große Grüne“, wurde im Jahr 2010 für den Neubau komplett abgerissen. Da die Arena Pantanal ökologisch nachhaltig errichtet wurde (Holz aus nachhaltigem Anbau, Wiederverwendung des Bauschutts, etc.) hielt sich „Verdão“ auch als Spitzname für das neue Stadion.

Am 20. Juni 2013 war die Arena Pantanal mit 42.500 Sitzplätzen offiziell fertiggestellt. Das Stadion ist so konstruiert, dass es nach der Fußball-WM 2014 wieder verkleinert werden kann. Mit geschlossenem Dach kann die Arena Pantanal nicht nur für Sportveranstaltungen, sondern auch für Konzerte, Ausstellungen und Messen verwendet werden.

Arena da Amazônia in Manaus

Die Arena da Amazônia in der brasilianischen Stadt Manaus ist eine Austragungsstätte der Fußball-WM 2014, Brasilien - © Copa2014.gov.br CC BY3.0BR/W
© Copa2014.gov.br CC BY3.0BR/W

Die architektonisch auffällige Arena da Amazônia befindet sich in der brasilianischen Stadt Manaus. Sie liegt mitten im Regenwald des Amazonas-Gebietes und wurde für die Fußball-WM 2014 errichtet.

Das für ein Stadion eher unübliche Design stammt von kreativen Köpfen des deutschen Architekturbüros gmp und ist einem für die Region typischen Strohkorb nachempfunden. Eine spezielle Beschichtung der Fassade sorgt im heiß-feuchten Regenwald-Klima für Temperaturkontrolle innerhalb des Stadions.

Das Stadion im Dschungel

Inmitten des größten zusammenhängenden Waldgebietes der Welt achtete man bei Bau und Betrieb des Stadions streng auf den Schutz des Amazonas-Regenwaldes. So wurden hauptsächlich nachhaltig produzierte Baumaterialien verwendet und Regenwassertanks installiert, um für die Rasensprengung und Toilettenspülungen Regenwasser verwenden zu können.

Das Stadion wartete mit 42.374 Sitzplätzen auf die Zuschauermassen, die den Fußball-Stars bei der WM 2014 zujubelten.

Die Arena da Amazônia verschlang Baukosten von in Summe 200 Millionen Euro und steht scheinbar unter keinem guten Stern. Bis Anfang Februar 2014 kamen vier Arbeiter bei den Bauarbeiten ums Leben, woraufhin weitere kündigten. Dies führte soweit zu Verzögerungen, dass die Arena da Amzônia nicht wie geplant bis Ende Februar 2014 fertiggestellt werden konnte. Die Eröffnung erfolgte kurz danach, am 09. März 2014.

Außerdem wurde das Stadion wegen seiner mangelhaften Nachhaltigkeit schon stark kritisiert. Bis dato gibt es nämlich noch keine Pläne, wofür die Arena da Amazônia nach der Fußball-WM 2014 genutzt werden kann. Das abgeschiedene Manaus mitten im Amazonas-Regenwald verfügt über keinen professionellen Fußball-Club, der die Arena da Amazônia als Heimstadion beanspruchen könnte. Während des Confederations Cup in Brasilien im Jahr 2013 wurde gegen das Stadion bereits heftigst protestiert.

Auch wegen des heißen und feuchten Klimas, welches für die Fußballspieler ziemlich anstrengend werden wird, wurde der Bau der Arena da Amazonia kontrovers betrachtet. Tatsächlich war es so, dass während der WM 2014 aufgrund der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit des Öfteren offizielle Trinkpausen eingelegt wurden und die Spieler sich mit Eiswesten abkühlten.

Offizielle Website der Arena da Amazônia in Manaus

Arena Baixada in Curitiba

Die Arena Baixada in der brasilianischen Stadt Curitiba ist das Heimstadion des Fußballclubs Atlético Paranaense und ein Austragungsort der Fußball-WM 2014 - © BrazilianGovernment CC BY-SA3.0/W
© BrazilianGovernment CC BY-SA3.0/W

Das erste Stadion anstelle der Arena da Baixada in Curitiba wurde bereits im Jahr 1912 errichtet und zwei Jahre später eingeweiht. In den 1990er-Jahren wurde das Stadion abgerissen, nachdem es von 1970 bis 1984 nicht genutzt wurde.

Am 1. Dezember 1997 wurde der Grundstein für das neue Stadion gelegt, welches am 24. Juni 1999 eröffnet wurde und von 2005 bis 2008 nach einem japanischen Konzern „Kyocera-Arena“ hieß. Damals galt die Arena Baixada als modernstes Stadion Lateinamerikas.

Als die Arena da Baixada im Mai 2009 zu einer Spielstätte der Fußball-WM 2014 gewählt wurde, wurde das Stadion um 80 Millionen Euro modernisiert und auf 41.500 Sitzplätze erweitert. Zusätzlich zur Fußball-WM feiert die Arena Baixada im Jahr 2014 somit auch ihr hundertjähriges Jubiläum.

Offizielle Website des Fußballclubs Atlético Paranaense in der Arena da Baixada

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