Pantanal, Brasilien

Das Pantanal liegt im Zentrum von Südamerika und ist das größte zusammenhängende Binnenland-Sumpfgebiet der Erde, Brasilien - © AJancso / Shutterstock
© AJancso / Shutterstock

Das Pantanal im Herzen Südamerikas ist eines der größten Sumpfgebiete der Welt. Auf zwei Pisten kann das fantastische, völlig unberührte Naturparadies erkundet werden.

Das Pantanal liegt im Zentrum von Südamerika und ist das größte zusammenhängende Binnenland-Sumpfgebiet der Erde. Es ist flächenmäßig ca. so groß wie Deutschland, kaum erschlossen und sehr dünn besiedelt. Zum überwiegenden Teil liegt es in Brasilien, Teile davon reichen in die Nachbarstaaten Paraguay und Bolivien. Seit 2000 gehört das Pantanal zum Weltnaturerbe der UNESCO.

BILDER: Pantanal

Flora und Fauna

Im Pantanal gedeihen 2.000 Pflanzenarten, 265 Fischarten, 665 Vogelarten und 123 Säugetierarten. Reiher, Störche, Wasserschweine, Raubkatzen und die größte Kaimandichte der Welt sind hier zu finden. Letzten Schätzungen zufolge leben im Pantanal 35 Millionen Kaimane. Jegliche Jagd auf die stolzen Tiere, deren robuste Lederhaut sehr begehrt ist, ist verboten. Das Pantanal steht teilweise unter Naturschutz. Der Nationalpark Pantanal Matogrossense ist das größte Schutzgebiet und ein atemberaubendes Paradies für Natur- und Tierfotografen.

Die Transpantaneira – das Tor ins Pantanal

Ausgangspunkt für eine Fahrt ins Pantanal ist oft die Stadt Cuiabá. Die meisten Besucher kommen mit dem Flugzeug und mieten sich einen Leihwagen. Unbedingt gleich bei der Auswahl mit der Mietwagenfirma klären, ob mit dem Mietwagen in das Pantanal gefahren werden darf. Einige Leihwagenfirmen schließen dies aus. Vor der Einfahrt ins Pantanal sollte man unbedingt noch einmal volltanken.

Allradfahrzeuge sind im Pantanal auch abseits der Regenzeit sehr empfehlenswert, da es kaum befestigte Straßen gibt, Brasilien - © Filipe Frazao / Shutterstock
© Filipe Frazao / Shutterstock

Die erste Etappe führt nach Poconé. Hier befindet sich die Einfahrt in den Nationalpark und der Beginn der Transpantaneira, einer aufgeschütteten Piste (die Bezeichnung „Straße” wäre vermessen), die über 150 Kilometer und ca. 130 Holzbrücken nach Porto Jofre führt.

Die Holzbrücken sind teilweise in einem sehr abenteuerlichen Zustand, mit jeder Brücke die man überfährt steigt aber das Vertrauen. In der Regenzeit ist Transpantaneira kaum zu befahren, denn Brücken können dann auch schon mal verschwinden. Aber auch in der trockenen Zeit sollte man ausreichend Zeit einplanen. Ein Tag für die gesamte Transpantaneira ist angemessen. Allradfahrzeuge sind sehr empfehlenswert.

Estrada Parque Pantanal

Die zweite Möglichkeit auf dem Landweg in das Pantanal vorzudringen, ist die Estrada Parque Pantanal. Die Piste ist ca. 120 km lang und führt über etwas mehr als 80 Holzbrücken. Start ist in Buraco das Piranhas, nach 7 km gibt es noch eine Tankmöglichkeit. Die nächsten 60 Kilometer findet man immer wieder Pousadas, deren Familien Besucher gern Unterkünfte gewähren.

Gaucho im Pantanal, Mato Grosso, Brasilien - © Pavla Vanicka / Fotolia
© Pavla Vanicka / Fotolia

Es kann schon mal passieren, dass einem auf der Piste eine Rinderherde entgegen kommt, dann bleibt nichts anderes übrig als stehenzubleiben und geduldig abzuwarten, bis die Herde vorüber ist, was schon mal eine halbe Stunde dauern kann.

Beste Reisezeit

Beste Reisezeit für das Naturparadies ist die Trockenzeit von Juli bis Oktober. Dies ist auch die Hauptsaison. Wenig empfehlenswert ist die Regenzeit von November bis Juni. Viele Ausflüge sind dann nur mit dem Boot machbar, es ist schwül und die Moskitos werden Tag und Nacht zur echten Plage.

Ein Jabiru im Landeanflug im Naturschutzgebiet Pantanal Matogrossense in Brasilien - © Luciano Queiroz / Shutterstock
© Luciano Queiroz / Shutterstock

Unterkunft

Es finden sich im Pantanal laufend Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Pousadas und Hotels. Oft liegen diese auf einer Farm (Fazenda). Von hier aus kann man unterschiedliche Ausflüge und Touren unternehmen. Die Gastfreundschaft ist überall meist gleich groß, die Preise und die Leistungen variieren oft enorm. Also am Besten ausprobieren und wenn man nicht zufrieden ist einfach die nächste Pousada ansteuern.