Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Amsterdam

Ein Hauptteil des Rijksmuseums widmet sich der Kunst., es sind rund 8.000 Werke von Rembrandt, Steen, de Hoochs und Vermeer ausgestellt, Amsterdam, Niederlande - © lornet / Shutterstock
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Welche Highlights und Attraktionen dürfen Sie beim Urlaub in Amsterdam auf keinen Fall versäumen? Hier finden Sie eine Liste der Top 10 Sehenswürdigkeiten von Amsterdam!

Grachten, Coffee-Shops, Tulpen, Fahrräder und Heineken – das sind die Schlagwörter von Amsterdam, der weltoffenen Hauptstadt der Niederlande. Obwohl sie eher zu den kleinen Metropolen Europas gehört, bietet ein Urlaub in Amsterdam eine attraktive Vielfalt an besonderen Sehenswürdigkeiten und Unternehmungen.

Kunst und Kultur, Grachten und Gemälde, Kontraste und Kuriositäten – Amsterdam ist eine Stadt voller verborgener Sightseeing-Schätze, die es zu heben gilt. Entdecken Sie die Top Sehenswürdigkeiten von Amsterdam am besten (auch) mit dem Boot auf den berühmten Grachten, die zum UNESCO-Welterbe zählen. Oder mit dem Fahrrad, denn keine andere Stadt der Welt besitzt mit 800.000 an der Zahl mehr Drahtesel als Einwohner.

Tipp: Mit der “I Amsterdam City Card” profitieren Sie von zahlreichen Rabatten und Angeboten in Verbindung mit den Top Sehenswürdigkeiten von Amsterdam. Viele der Eintrittspreise sind reduziert oder sogar kostenlos und das öffentliche Verkehrsnetz kann uneingeschränkt genutzt werden. Wen besonders die Amsterdamer Museen interessieren, ist mit der Amsterdamer Museumkaart gut beraten.

Van Gogh Museum

Neben Bildern von Van Gogh befinden sich im Van Gogh-Museum in Amsterdam auch die meisten seiner Briefe an seinen jüngeren Bruder Theo, Amsterdam - © www.hollandfoto.net / Shutterstock
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Einer der Begründer der modernen Malerei, Vincant Van Gogh, stammt aus den Niederlanden. Nirgendwo gibt es mehr Werke von Van Gogh zu bestaunen als im Van Gogh Museum in Amsterdam. Zu seinen berühmtesten Meisterwerken zählen die „Sternennacht“, „Sonnenblumen“, „Kartoffelesser“, das „Selbstbildnis“ aus dem Jahr 1887 und „Vincents Schlafzimmer“, von dem Versionen auch im Musée d’Orsay in Paris und im Art Institute in Chicago zu bestaunen sind.

Rund 900 Gemälde und mehr als 1000 Zeichnungen schuf Van Gogh Zeit seines Lebens, von denen die meisten heute ein Vermögen wert sind. Van Gogh half das leider nicht viel, der Künstler lebte in Armut, denn seine Werke wurden erst nach seinem Tod entsprechend gewürdigt.

Neben den rund 700 Werken des niederländischen Ausnahme-Künstlers sind im Van Gogh Museum auch einige Briefe an seinen Bruder Theo, sowie andere Kunstwerke ausgestellt, deren Schöpfer zur Zeit Van Goghs die Kunstszene beeinflussten. So finden sich auch Werke von Gaugin oder Monet im Amsterdamer Van Gogh Museum.

Tipp: Um Wartezeiten an den Kassen zu vermeiden kann das Ticket für das Van Gogh Museum auch online erworben werden.

Anne Frank Haus

Das Anne Frank informiert über die schreckliche Zeit des Zweiten Weltkriegs mit Anne Frank als Hauptfigur, Amsterdam - © Valeri Potapova / Shutterstock
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Anne Frank ist einer jener Namen, über die man zwangsweise stolpert, wenn man sich auch nur oberflächlich mit der Geschichte Europas beschäftigt. Das jüdische Mädchen ist eine der berühmtesten Tagebuch-Autorinnen der Welt, denn sie schrieb im Zweiten Weltkrieg ihre Erlebnisse quasi „live“ nieder.

Das Anne Frank Huis in der Prinsengracht 263 wurde 1960 als Museum eröffnet. Genau in diesem Haus lag die winzige geheime Wohnung, in der sich die niederländische Familie Frank über zwei Jahre lang vor den Nazis versteckte. Das Museum informiert über die schreckliche Zeit des Zweiten Weltkriegs mit Anne Frank als Hauptfigur, schließt aber auch zahlreiche andere jüdische Einzelschicksale mit ein.

Generationen von Menschen haben ihre bewegende Geschichte gelesen. Wie sie endet soll hier nicht vorweggenommen werden. Ein Spaziergang durch das Anne Frank Haus geht mitten ins Herz – zweifelsohne ein Museums-Besuch der anspruchsvollen Sorte.

Rijksmuseum (Reichsmuseum)

Ein Hauptteil des Rijksmuseums widmet sich der Kunst., es sind rund 8.000 Werke von Rembrandt, Steen, de Hoochs und Vermeer ausgestellt, Amsterdam, Niederlande - © lornet / Shutterstock
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Wer sich für die Kunst der Niederlanden interessiert, muss unbedingt auch einen Abstecher ins Rijksmuseum unternehmen. Schon das imposante Gebäude des Reichsmuseums ist ein Kunstwerk für sich. Der prächtige Bau mit seinen markanten Türmen wurde vom Architekten Pierre Cuypers errichtet, der sich von Neugotik und Renaissance inspirieren ließ.

Ein Hauptteil des Reichsmuseums widmet sich der Kunst. Hier sind rund 8.000 Werke von Rembrandt, Steen, de Hoochs und Vermeer ausgestellt. Auch eine Sammlung von Gemälden aus dem 17. Jahrhundert, dem Goldenen Zeitalter der Niederlanden, gibt es im Rijksmuseum zu bestaunen. Ein Großteil der wissenschaftlichen Literatur in der zugehörigen Bibliothek beschäftigt sich ebenfalls mit Kunstwerken und Kunstgeschichte.

Neben Kunstwerken präsentiert das Reichsmuseum Exponate aus der Zeit der Eroberer, als die Niederlande rund um den Globus Kolonien für sich beanspruchten.

Vondelpark

Der Vondelpark ist der älteste und größte Park in Amsterdam und wird jedes Jahr von rund 10 Millionen Menschen besucht, Niederlande - © kavalenkau / Shutterstock
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Nicht weit entfernt vom Van Gogh Museum liegt der Vondelpark – der perfekte Ausklang für den Museumsbesuch, um die künstlerischen Eindrücke an der frischen Luft zu verarbeiten. Der Vondelpark ist der älteste und größte Park in Amsterdam und der wohl bekannteste Park der Niederlanden. Jedes Jahr besuchen das nationale Kulturdenkmal rund 10 Millionen Menschen.

Der rund 47 Hektar große Park liegt im Stadtteil Oud-Zuid und ist der perfekte Ort zum Verschnaufen, Flanieren und Entspannen. Zwischen den lauschigen Grünflächen und betörend duftenden Gärten liegen zahlreiche Restaurants, Cafés und Spielplätze, die einen Besuch im Vondelpark garantiert nicht langweilig machen.

Auch hier ist die Kunst nicht weit. Namensgeber des Vondelparks ist Joost van den Vondel, ein bedeutender niederländischer Dichter und Dramatiker aus dem 17. Jahrhundert. Halten Sie nach seinem Denkmal Ausschau; auch eine Fisch-Figur von Pablo Picasso gilt es zu entdecken! Im Sommer werden auf der Freilichtbühne des Vondelparks Theaterstücke, Konzerte und Kabarett-Vorführungen abgehalten.

Dam Platz und Königspalast

Mitten in der Innenstadt von Amsterdam liegt der vielbevölkerte Dam Platz mit dem imposanten Königspalast, Niederlande - © Laszlo Szirtesi / Shutterstock
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Mitten in der Innenstadt von Amsterdam liegt der vielbevölkerte Dam Platz, der zentrale Platz der Stadt. Seinen Namen erhielt er von einem Damm aus dem 13. Jahrhundert, um den herum sich die mittelalterliche Stadt entwickelte. Hier thront neben der prachtvollen Nieuwe Kerk und dem alten Rathaus auch der Königspalast.

Der niederländisch-klassizistische „Paleis op de Dam“ wurde von 1648 bis 1665 nach Plänen von Jacob van Campen errichtet. Das damalige „Goldene Zeitalter“ bezeichnet eine ruhmvolle Blütezeit der Niederlande. Ursprünglich war im imposanten Königspalast das Rathaus von Amsterdam untergebracht. Erst im 19. Jahrhundert (1815 wurde die Monarchie gegründet) zog Napoleons Bruder, der erste König der Niederlanden, in das repräsentative Gebäude ein.

Wenn die Königsfamilie im Königspalast gerade nicht anwesend ist, sind die eindrucksvollen Tore für Besucher geöffnet. Dies ist oft der Fall, denn der permanente Wohnsitz der Königsfamilie befindet sich nicht in Amsterdam, sondern in Den Haag. Dann werden regelmäßig Führungen durch den Paleis op de Dam angeboten, die ein Stück in die Jahrhunderte alte Geschichte der Stadt entführen.

Rund um den Dam Platz erstreckt sich das historische Viertel mit den typischen Straßenzügen, welches beim Urlaub in Amsterdam ebenfalls nicht versäumt werden darf.

Grachtenfahrt

Die unzähligen Wasserläufe, genannt „Grachten“, prägen das Erscheinungsbild von Amsterdam wie kaum sonst etwas in der Stadt, Niederlande - © S-F / Shutterstock
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Die unzähligen Wasserläufe, genannt „Grachten“, prägen das Erscheinungsbild von Amsterdam wie kaum sonst etwas in der Stadt. Gemeinsam mit der pastellfarbenen, typisch niederländischen Architektur formen sie die klassischen Postkartenmotive. Eine Bootsfahrt auf den Grachten ist damit einer der besten Wege, die Seele der Stadt zu entdecken.

Zu sehen gibt es nahezu alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Amsterdams, wie zum Beispiel die schiefen Grachtenhäuser, zahllose Brücken und prächtige Kirchen. In den Abend- und Nachtstunden präsentieren sich die glucksenden Grachten im Schein der Straßenlampen von ihrer romantischen Seite.

Tipp: Hop-on-Hop-off-Touren werden in Amsterdam nicht nur mit dem Bus, sondern auch mit dem Boot angeboten. Auch eine Grachtenfahrt bei Nacht, womöglich in gediegener Atmosphäre mit Cocktails und Wein, ist ein ganz besonderes Urlaubserlebnis in Amsterdam.

Der Grachtengürtel wurde ab 1612 angelegt und diente damals zur Entwässerung, da große Teile der Niederlande unter dem Meeresspiegel liegen. Mittlerweile sind die rund 100 Grachten Teil des UNESCO Weltkulturerbes und werden auch als Transportwege genutzt. An vielen Hauswänden und Straßenrändern ankern kleine Boote, die ihre Passagiere schnell von einem Ort zum anderen bringen.

Magere Brug

Eine der berühmtesten Brücken Amsterdams ist die Magere Brug, sie wurde 1691 erbaut und hieß damals noch Kerkstraatbrug, Niederlande - © Artur Bogacki / Shutterstock
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Viele Grachten bedeuten auch viele Brücken, nämlich rund 1300! Amsterdam hält damit nach Hamburg und Wien den Titel von Europas Stadt mit den meisten Brücken. Eine der berühmtesten Brücken Amsterdams ist die Magere Brug.

Ihr Name erinnert an die erste Brücke, die hier über die Amstel führte. Die Holzbrücke wurde 1691 erbaut und hieß damals noch Kerkstraatbrug. Sie war so schmal, dass kaum zwei Leute nebeneinander Platz hatten. Die heutige Zugbrücke stammt aus dem Jahr 1871 und wurde bis 1994 händisch geöffnet und geschlossen, um Schiffe durchzulassen.

Besonders schön präsentiert sich die Magere Brug bei Nacht, wenn sie von rund 1800 Lämpchen hell erleuchtet wird.

Rotlichtviertel

Im Rotlichtviertel „De Wallen“ in Amsterdam reiht sich ein Bordell an das nächste, die leicht bekleideten Damen räkeln hinter rot erleuchteten Schaufenstern, Niederlande - © 4kclips / Shutterstock
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Die erwähnte Besonderheit Amsterdams spiegelt sich in dieser Sehenswürdigkeit nieder. Was in vielen Metropolen in den Untergrund verbannt wurde, wird in Amsterdam öffentlich zur Schau gestellt: die Prostitution.

Im Rotlichtviertel „De Wallen“ im ältesten Teil der Stadt reiht sich ein Bordell an das nächste. Und auch die leicht bekleideten Damen verstecken sich nicht hinter verschlossenen Türen, sondern räkeln sich für jedermann sichtbar hinter rot erleuchteten Schaufenstern. Ist der Vorhang geschlossen sind gerade keine Zuseher erwünscht.

Viele Besucher kommen nur ins Rotlichtviertel, um die aufreizende Show zu sehen, in Sex-Shops schlüpfrige Souvenirs zu kaufen oder an diversen Vorführungen teilzunehmen. Doch auch die Architektur ist hier interessant. Die Häuser in den verwinkelten Gassen zeigen zum Großteil noch die Bauweise des 14. Jahrhunderts und mit der Oude Kerk gibt es im Rotlichtviertel das älteste Gebäude Amsterdams zu entdecken.

Tipp: Für Silvester in Amsterdam ist das Rotlichtviertel einer der Hot Spots. Hier findet eine der größten Silvesterpartys statt und der Blick auf das große städtische Feuerwerk ist atemberaubend!

A’DAM Lookout

Vom A’DAM Lookout mit 360° Panoramablick nördlich des Amsterdamer Zentrums präsentiert die Stadt aus 100 Metern Höhe, Niederlande - © ben bryant / Shutterstock
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Amsterdam von oben lässt sich am A’DAM Lookout mit 360° Panoramablick erleben. Die Aussichtsplattform liegt nördlich des Zentrums hinter dem IJ-Kanal und präsentiert die Stadt aus 100 Metern Höhe.

Nach einer 22 Sekunden langen Fahrt mit dem Aufzug fällt der Blick über das Häusermeer von Amsterdam bis zum Hafen und das viele Grün rundherum. Schwindelfreie Besucher können in der „Over the Edge“ Schaukel Platz nehmen und hoch über der Stadt in den Himmel schaukeln. Ein Panorama-Restaurant sorgt für das leibliche Wohl und an der Rooftop-Bar lässt sich der Sonnenuntergang mit einem Cocktail in der Hand genießen.

Tipp: Auch die Westerkerk im Herzen von Amsterdam präsentiert die Stadt von oben. Mit 86 Metern ist sie die höchste Kirche Amsterdams. Der Blick vom Kirchturm ist zwar nicht ganz so hoch, kostet dafür nur etwa die Hälfte des Eintrittspreises für den A’DAM Lookout.

Bloemenmarkt (Blumenmarkt)

Der „Bloemenmarkt“ (Blumenmarkt) ist ein schwimmender Markt an der Singel-Gracht mitten im Herzen des Grachtengürtels von Amsterdam, Niederlande - © NaughtyNut / Shutterstock
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Im Mutterland der Tulpen darf natürlich auch der Besuch eines Blumenmarktes nicht fehlen. Der einfach „Bloemenmarkt“ genannte Markt ist ein schwimmender Markt an der Singel-Gracht mitten im Herzen des Grachtengürtels. Er liegt zwischen dem Koningsplein und dem Muntplein auf fünf Frachtschiffen (die allerdings permanent vor Anker liegen).

Der Bloemenmarkt von Amsterdam existiert auf seinem jetzigen Standort seit 1883. Damals gab es hier nur pflanzbares Grünzeug, das aus den Anbaugebieten der Niederlande in alle Welt verschifft wurde. Erst seit den 1960er-Jahren werden auch Schnittblumen verkauft, von den allgegenwärtigen Tulpen über prächtige Orchideen bis hin zu zarten Veilchen und Schneeglöckchen.

Mittlerweile wird der Bloemenmarkt in erster Linie von Touristen besucht und das Angebot wurde entsprechend angepasst. Bunte Schnittblumen und blühende Topfpflanzen sowie jede Menge Souvenirs dominieren die Stände, es gibt aber auch Knollen, Samen, Dünger und Gartengeräte. Je nach Saison überwiegen die Produkte: Tulpen im Frühjahr, Rosen im Sommer und Weihnachtsbäume im Winter.

Wer durch den lebendigen Markt schlendert und sich von den Farben und Düften betören lässt, wird auch die eine oder andere außergewöhnliche Pflanze entdecken.

Tipp: Blumenfreunde sollten beim Urlaub in den Niederlanden unbedingt auch den Keukenhof besuchen. Die berühmte Gartenanlage liegt in Lisse, etwa eine halbe Autostunde von Amsterdam entfernt.

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