Pico do Fogo, Fogo, Kap Verde

Der Pico do Fogo auf der Insel Fogo ist mit knapp 3.000m Höhe der höchste Berg der Kap Verden und zweithöchster Berg im Atlantik - © Sundebo / Shutterstock
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Der Pico do Fogo ist ein schlafender Vulkan auf der Insel Fogo und höchste Erhebung der Kap Verden. Der beschwerliche Aufstieg wird mit einem atemberaubenden Blick über das einsame Archipel im Atlantik belohnt.

Mit dem 2.829m hohen Pico do Fogo beherbergt die Insel Fogo den höchsten Berg der Kap Verden. Dieser Vulkan gab Fogo auch seinen Namen, der übersetzt „Leuchtfeuer” bedeutet. Der zentrale Krater des Pico do Fogo hat einen Durchmesser von 500 und eine Tiefer von 180 Metern. Die gesamte Caldera mit mehreren alten Kratern rund um den Hauptkrater bildet einen Ring mit einem Durchmesser von 9km.

Der Pico do Fogo ist noch heute der rauchende Riese der Insel. Durch zahlreiche Fumarolen tritt immer noch Schwefeldampf aus und der Boden ist mit spärlicher Vegetation und grün-gelbe Schwefelspuren überzogen.

Der Aufstieg auf den Pico do Fogo erfolgt über erstarrte Lavaströme und scharfkantiges Geröll, Kap Verde - © Sundebo / Shutterstock
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Ausflüge um und auf den Pico do Fogo startet man am besten vom Einsturzkrater der Chã das Caldeiras aus, etwa 1.000 Meter unter dem Gipfel. Von der Hauptstadt São Filipe aus fahren immer wieder Sammeltaxis durch eine atemberaubende Landschaft aus üppiger Vegetation, Lava und Geröll in die Chã das Caldeiras (Fahrzeit 3 Stunden).

In den beiden Bergdörfern Portela und Bangaeira ducken sich kleine Häuser in die kohlschwarzen Lavaverwerfungen. Hier befinden sich die Touristeninformation und die Winzergenossenschaft von Fogo, in deren Läden man Fogo-Wein, Traubensaft, Marmelade und Grappa verkosten und erstehen kann.

 

 

 

Besteigung des Pico do Fogo

Wer den höchsten Berg der Kap Verden erklimmen möchte, kommt um eine Übernachtung in den Chã das Caldeiras nicht herum. Aufbruch ist um spätestens 6 Uhr morgens, um in der späteren Hitze nicht umzukommen.

Die Parkverwaltung des Fogo-Naturparks schreibt vor, den Pico do Fogo nur in Begleitung eines Bergführers zu stürmen, die am Vorabend in den Unterkünften in den Chã das Caldeiras ihre Dienste anbieten.

Tipp: In der Früh ist es noch recht frisch, Windjacke und lange Hose (sicherheitshalber auch ein Wollpullover) gehören unbedingt ins Gepäck! Für das unwegsame Gelände sind ebenfalls lange, robuste Hosen und für die spätere Hitze mindestens 5 Liter Trinkwasser zu empfehlen!

Der Weg zum Gipfel und wieder zurück dauert etwa 6 Stunden, festes Schuhwerk ist auf dem teilweise scharfkantigen Lavageröll unbedingt erforderlich. Die ersten paar hundert Meter werden noch in völliger Dunkelheit und nur mit Taschenlampen bewaffnet zurückgelegt. Der Weg wird immer steiler, das anfangs noch lockere Geröll geht aber langsam in etwas festeren Grund über.

Der eindrucksvolle Krater des Pico do Fogo auf der Insel Fogo hat einen Durchmesser von 500 und eine Tiefer von 180 Metern, Kap Verden - © Raul Rosa / Shutterstock
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Spektakuläre Ausblicke und eine atemberaubende Kraterlandschaft aus grünen und gelben Schwefelschattierungen sind die Belohnung für die beschwerliche Kletterei. Bei klarem Wetter hat man eine exzellente Fernsicht über Santiago, Santo Antão, São Vicente, São Nicolau und Boa Vista. Zum höchsten Punkt des Pico do Fogo geht es allerdings nicht. Dieser liegt auf einer brüchigen Rippe und kann nicht betreten werden.

Für den Abstieg können die Schuhe gar nicht hoch und die Socken gar nicht lang genug sein, denn von hinunter gehen kann keine Rede sein. Laufend, hüpfend und schlitternd bewegt man sich fast wie beim Skifahren den schwarzen Hang hinunter, wobei die Beine teilweise bis zu den Waden in der grobkörnigen Asche einsinken. Wer noch nicht genug hat, kann eine Stunde Umweg in Kauf nehmen, und dem Pico do Fogo in den glühenden Rachen spähen.

Nach dem rasanten Abstieg lässt man die Erlebnisse des Tages am besten bei einem Glas Fogo-Wein ausklingen und plaudert noch etwas mit den liebenswerten Bewohnern der Chã das Caldeiras.