Museu de la Nación in Lima, Peru

Im Museu de la Nación in Lima wird anhand von zahlreichen Fundstücken verschiedenster Völker die Vergangenheit Perus wieder zum Leben erweckt - © Andersmusician CC BY SA2.5/Wiki
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Im wuchtigen Betonblock des Museu de la Nación in Lima wird anhand von zahlreichen interessanten Fundstücken, Dokumenten und Artefakten verschiedenster Völker die Vergangenheit Perus wieder zum Leben erweckt.

In der Av. Javier Prado Este im südlichen Stadtzentrum von Lima liegt das Museu de la Nación, in dem die Geschichte Perus auf eindrucksvolle Art und Weise präsentiert wird. Das Museum wurde am 1. März 1990 eröffnet und befindet sich ein einem nahezu hässlichen Betonblock, der von außen alles andere als einladend wirkt. Wer die optische Barriere jedoch einmal überwunden hat, entdeckt hinter den wuchtigen Mauern wahre Schätze aus Perus Geschichte.

Ausstellungen im Museu de la Nación

Das Museu de la Nación widmet sich der gesamten Besiedlungsgeschichte Perus und umfasst eine enorme Sammlung präkolumbianischer Fundstücke. Alle wichtigen Völker, die ab der Steinzeit in Peru ansässig waren, werden hier in Form tausender unterschiedlichster Ausstellungsstücke wieder zum Leben erweckt. Neben der Inka-Kultur, das wohl berühmteste frühe Volk Perus, sind auch die Kulturen der Moche, Chavin, Nazca und Wari vertreten.

Im Museu de la Nación in Lima, Peru, gibt es Keramiken, Steingravuren, Figuren und Schmuckstücke zu sehen, die zum Teil mehrere tausend Jahre alt sind - © Dozenist CC BY SA3.0/Wiki
© Dozenist CC BY SA3.0/Wiki

Zu sehen gibt es vor allem Keramiken, Steingravuren, Figuren und Schmuckstücke, die zum Teil mehrere tausend Jahre alt sind. Die berühmtesten Ausstellungsstücke im Museu de la Nación sind die einzigartigen Keramiksammlungen der Nazca, Wari und Moche, eine Statue des Lanzón, der obersten Gottheit der Chavin, die vermutlich die erste größere Religion in den Anden praktizierten, und eine Nachbildung der Grabkammer des „El Señor de Sipán“. Diese Moche-Mumie wurde 1987 in Sipán in erstaunlich gutem Zustand entdeckt und zählt zu den bedeutendsten archäologischen Funden des späten 20. Jahrhunderts.

Im 6. Stock sind in der Fotografie-Ausstellung „Yuyanpaq, Para Recordar“ bewegende Bilder zu sehen, die von der Kommission für Wahrheit und Versöhnung zusammengestellt wurden. „Yuyanpaq“ ist Quechua für „zur Erinnerung“ und dokumentiert den umstrittenen Bürgerkriegskonflikt, der von 1980 bis 2000 das Land in Atem hielt und geschätzte 70.000 Menschenleben forderte.