Plaza San Martin in Lima, Peru

Der Plaza San Martin zählt mit Grünflächen, Lokalen und eleganten Bauten zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von Lima, Peru - © flog / franks-travelbox
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Der Plaza San Martin erinnert mit einer prächtigen Reiterstatue des südamerikanischen „Libertadors“ an die Erlangung der Unabhängigkeit Perus und zählt mit Grünflächen, Lokalen und eleganten Bauten zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von Lima.

Neben dem Hauptplatz Plaza de Armas ist der Plaza San Martin der zweite der sehenswertesten Plätze von Lima. Gemeinsam mit der historischen Altstadt zählt der historisch bedeutende Platz seit 1998 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Künstler, Musiker, Tänzer, Artisten, Gaukler und schlendernde Touristen hauchen der weitläufigen Plaza Leben ein. Restaurants, Cafés, Kunstausstellungen und Freiluft-Festivals machten den Plaza San Martin zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt.

Ähnlich wie der Plaza Mayor, der als Geburtsstätte von Lima gilt, spielte auch der Plaza San Martin in der Geschichte von Peru eine bedeutende Rolle. Er wurde am 27. Juli 1921 eingeweiht, zum 100. Geburtstag des unabhängigen Peru. Manuel Piqueras Cotolí entwarf das Design des Platzes von der Bepflanzung über Brunnen und Straßenlampen bis zum Bodenbelag.

Der Plaza San Martin wird vor allem zu repräsentativen Zwecken genutzt und ist für Peru-Urlauber der perfekte Ausgangspunkt für eine Sightseeing-Tour durch die historische Altstadt von Lima. Die beiden schönsten Plätze von Lima sind über die Jiron de la Union miteinander verbunden.

Sehenswürdigkeiten am Plaza San Martin

Der gesamte Plaza San Martin wirkt wunderbar designed und durchdacht. Nicht umsonst gilt er als einer der schönsten Plätze der Stadt. Die vorherrschenden Fassaden und architektonischen Elemente sind von Barock und Neukolonialstil geprägt und kommen bei nächtlicher Beleuchtung noch besser zur Geltung als bei Tageslicht.

Unübersehbar thront die majestätische Reiterstatue des Freiheitskämpfers José San Martin im Zentrum des Plaza San Martin, dahinter das Gran Hotel Bolivar, Peru - © flog / franks-travelbox
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Unübersehbar thront die majestätische Reiterstatue von José San Martin im Zentrum des Platzes. Die Ausschreibung für ihre Gestaltung gewann der spanische Bildhauer Mariano Benlliure, der den südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfer bei seinem Siegeszug über die Anden darstellte. Als einer der Führer der Rebellion, die für Peru, Chile und Argentinien zur Unabhängigkeit von Spanien führte, trägt er heute den Titel „Libertador“, „Befreier“.


Die skurrile Krönung der Madre Patria

Im Sockel des Reiterdenkmals wurde Madre Patria, die symbolische Mutter Perus, als Statue verewigt. Ihr ungewöhnlicher Kopfschmuck geht auf ein Missverständnis zurück. Die Anweisung an den Bildhauer lautete, über der berühmten Lady eine Flamme schweben zu lassen. Im Spanischen ist das Wort für „Flamme“ „llama“. Dies kann auch als „Lama“ übersetzt werden, was tatsächlich so geschah. Und so ziert die Kopfbedeckung der Madre Patria nun ein niedliches Exemplar des zotteligen Huftieres.


 

Die Gebäude, die den Plaza San Martin umrahmen, entstanden sukzessive. Das Teatro Colón und die Giacoletti Bauten waren bereits vor der Eröffnung des Platzes vorhanden. Drei Jahre danach, 1924 entstand an der Nordwestseite das eindrucksvolle Hotel Bolivar nach Plänen von Rafael Marquina, der wiederum zwei Jahre später auch die Zela und Pumacahua Arkaden schuf. Das Hotel erinnert mit majestätischen Lustern, handgeknüpften Orientteppichen und prunkvollen Treppenaufgängen an die luxuriösen Zeiten der 1920er Jahre. 1929 entstand der Club Nacional, entworfen von Ricardo de Jaxa Malachowski und Enrique Bianchi.

Die letzte Bauphase erstreckte sich von 1935 bis 1945 und umfasste die restlichen Gebäude, die alle im Neukolonial-Stil gestaltet sind. Auch die prächtige Basilika La Merced mit ihrer unverwechselbaren Fassade ist nur einen Steinwurf vom Plaza San Martin entfernt.