Mount Taranaki, Neuseeland

Der Mount Taranaki erreicht eine Höhe von 2.518 Metern und ist ein aktiver, aber schlafender Vulkan an der Westküste von Neuseelands Nordinsel - © bartuchna@yahoo.pl / Shutterstock
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Der Mount Taranaki ist ein schlafender Vulkan an der Westküste von Neuseelands Nordinsel und aufgrund seines symmetrischen Gipfels einer der schönsten Berge der Welt.

Der Mount Taranaki ist ein aktiver, aber schlafender Vulkan an der Westküste von Neuseelands Nordinsel. Der majestätische Berg erreicht eine Höhe von 2.518 Metern und aufgrund seines symmetrischen Vulkankegels einer der schönsten Berge der Welt. Vor allem bei Sonnenauf- oder -untergang bietet die schneebedeckte Spitze des Mount Taranaki einen absolut unvergesslichen Anblick.

Der Name „Taranaki” kommt aus dem Maori und bedeutet so viel wie „schimmernder Gipfel”. Der zweite offizielle Name des majestätischen Bergmassivs lautet Mount Egmont, Namensgeber des umliegenden Mount Egmont Nationalparks. Diesen erhielt der Gipfel von Captain Cook, der ihn nach John Perceval, dem zweiten Grafen von Egmont, der seine erste Reise unterstützte. 1986 wurden beide Bezeichnungen als offiziell anerkannt.

Südlich des Hauptgipfels des Mount Taranaki befindet sich ein zweiter Vulkankegel, der Fanthams Peak, der lediglich eine Höhe von 1.966 Metern erreicht, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Südlich des Hauptgipfels befindet sich ein zweiter Vulkankegel, der Fanthams Peak, der lediglich eine Höhe von 1.966 Metern erreicht. Seine vulkanische Aktivität hat der Mount Taranaki seit den 1850er-Jahren komplett eingestellt, die letzte größere Eruption fand 1655 statt. Die Gefahr, die heute von dem mächtigen Berg ausgeht besteht in Murenabgängen. Die erstarrten Lava- und Geröllschichten können sich schon bei kleineren Erdbeben oder starken Regenfällen lösen und ins Tal donnern. Dennoch warnen Experten davor, dass ein Vulkanausbruch des Mount Taranaki eigentlich schon überfällig wäre und in den nächsten 50 Jahren wahrscheinlich ist.

Im Jahr 1881 wurde ein exakter Umkreis von sechs Meilen (knapp 10km) um den Mount Taranaki zum Waldschutzgebiet erklärt, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Im Jahr 1881 wurde ein exakter Umkreis von sechs Meilen (knapp 10km) um den Mount Taranaki zum Waldschutzgebiet erklärt. Auf dem Satellitenfoto zeichnet sich diese Region als gezirkelter dunkelgrüner Fleck vor den hellgrünen Grasflächen ab. In den darauffolgenden Jahren kamen noch die Gipfel der beiden erloschenen Vulkane Kaitake und Pouakai im Nordosten hinzu und im Jahr 1900 wurde das gesamte Gebiet zum Egmont Nationalpark erklärt.

Legende des Mount Taranaki

Der Taranaki ist von anderen ist von den anderen Vulkanen auf der Südinsel Neuseelands relativ weit entfernt. Dies erklären die Maori so, dass sich Taranaki einst, wie alle anderen Vulkane auch in den hübschen Berg Pihanga verliebte. Seine Annäherungsversuche waren jedoch zu forsch und so verjagten ihn die anderen Vulkane auf die Nordinsel. Auf seiner Flucht vor den wütenden Bergen schnitt er das Flussbett des heutigen Whanganui in die Landschaft.

Unterwegs am Mount Taranaki

Egal ob bei Tag oder bei Nacht, bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang, der Mount Taranaki bietet immer einen atemberaubenden Anblick. Der Mount Taranaki ist sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen ein beliebtes Erholungsgebiet. Er eignet sich perfekt zum Bergsteigen, Skifahren, Trekken, Wandern oder einfach nur als einmaliges Postkartenmotiv.

Der Mount Taranaki in Neuseeland eignet sich perfekt zum Bergsteigen, Skifahren, Trekken, Wandern oder einfach nur als einmaliges Postkartenmotiv - © FRASHO / franks-travelbox
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An der Nord- und Ostflanke des Mount Taranaki wurde jeweils ein Skigebiet errichtet. Dessen Parkplatz auf dem East Egmont Plateau ist auch gleichzeitig der höchste Punkt des Mount Taranaki, der mit dem Auto zu erreichen ist.

Die Tahurangi Lodge an der Nordflanke ist auch gleichzeitig Basisstation für Gipfelstürme in den Sommermonaten. Der Mount Taranaki ist dabei ein relativ leicht zu besteigender Berg. Mit durchschnittlicher körperlicher Fitness ist der Hin- und Rückweg innerhalb eines Tages zu schaffen, fünf Stunden hinauf, drei hinunter. Von seinem Gipfel aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Wiesen und Felder im Herzen Neuseelands.

Tipp: Auf dem Mount Taranaki kann das Wetter besonders schnell umschlagen, was schon einigen Trekkern und Bergsteigern zum Verhängnis wurde. Statistisch gesehen ist der Mount Taranaki der gefährlichste Berg Neuseelands mit den meisten tödlichen Unfällen.

Falsche Kulisse: Das atemberaubende Erscheinungsbild des Mount Taranaki erinnert stark an den japanischen Fujijama, weswegen er im Kinofilm „The Last Samurai” auch als „falscher” Mount Fuji im Hintergrund verwendet wurde.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Mount Egmont Nationalparks (englisch)