Te Puia Thermalzone, Neuseeland

Die Te Puia Thermalzone ist rund 500 Geysiren und heißen Quellen die berühmteste Geothermalzone Neuseelands - © FRASHO / franks-travelbox
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In der Te Puia Thermalzone beeindrucken neben einem Kiwi-Haus und dem New Zealand Maori Arts and Crafts Institute rund 500 Geysire, heiße Quellen und kochende Schlammpfützen, darunter auch der größte Geysir der südlichen Hemisphäre.

Die Te Puia Thermalzone im Whakarewarewa Goethermal Valley liegt nur rund 5 Autominuten von Rotorua entfernt und ist die berühmteste Geothermalzone Neuseelands. Laut einer Maori-Legende reisten einst zwei Göttinnen auf der Suche nach ihrem Bruder durch dieses Gebiet und überall, wo sie ihre Hände auf die Erde legten, schoss heißes Wasser an die Oberfläche. Auf einer Fläche von rund 60 Hektar finden sich nicht nur rund 500 Geysire und heiße Quellen, sondern auch ein Kiwi-Haus und das New Zealand Maori Arts and Crafts Institute.

BILDER: Te Puia Thermalzone

Pohutu Geysir

Der Geysir Pohutu ist der größte Geysir der südlichen Hemisphäre und die berühmteste Attraktion von Te Puia. Lonely Planet erklärte ihn bereits zu einem der 5 schönsten Geysire der Welt. Ebenso wie der berühmte Old Faithful im Yellowstone Nationalpark ist der Pohutu einer der wenigen Geysire der Welt, dessen Ausbruch auf die Minute genau vorhergesagt werden kann.

Der Geysir Pohutu ist der größte Geysir der südlichen Hemisphäre und die berühmteste Attraktion der Te Puia Thermalzone in Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Bis zu 20 mal pro Tag sammeln sich die Besucher um Geysir, um die bis zu 30m hohen Fontäne zu beobachten. Das Spektakel kann nach einigen Minuten wieder vorbei sein, manchmal jedoch auch einige Stunden oder sogar Tage dauern. Erst im Jahr 2000 wurde mit einem 250 Tage dauernden Ausbruch ein neuerliches Highlight verzeichnet.

Te Tohu – Prince of Wales Feathers

Der Te Tohu Geysir erhielt seinen Spitznahmen „Prince of Wales Feathers“ nach einem königlichen Besuch im Jahr 1901, als eine Ähnlichkeit zwischen der Fontäne des Geysirs und dem Helmschmuck des Prinzen festgestellt wurde. Te Tohu wird auch als „Indicator“ bezeichnet, da sein Ausbruch immer kurz vor jenem seines Nachbarn, des Pohutu, erfolgt. Seine Fontäne erreicht eine Höhe von rund 7 Metern.

Laut einer Maori-Legende reisten einst zwei Göttinnen durch Te Puia und überall, wo sie ihre Hände auf die Erde legten, schoss heißes Wasser an die Oberfläche, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Kereru Geysir

Im Gegensatz zu Pohutu ist der Ausbruch des Kereru Geysirs kaum vorhersehbar. Seine 15m hohe Fontäne erscheint alle paar Tage oder Wochen und war zwischen 1972 und 1988 gar nicht zu sehen. Da seine Form an die Schwanzfeder eines Vogels erinnert, wurde der Geysir nach der Neuseeland-Fruchttaube benannt.

Ngararatuatara Geysir

Der Ngararatuatara ist nach der größten Eidechse Neuseelands benannt und wurde von den Maori seit Jahrhunderten als natürliche Kochstelle verwendet. Für die Touristen wird dieses Schauspiel nachgestellt, bei dem ein geflochtener Korb mit der traditionellen Zutaten für ein Nationalgericht namens „Ingo“ für einige Minuten in das kochend heiße Wasser gelassen wird, die so auf natürliche Weise gegart werden.

Te Horu Geysir

Der Te Horu Geysir von Te Puia ist seit 1972 nicht mehr ausgebrochen und präsentiert sich heute als saphirblauer Teich, Neuseeland - © FRASHO / franks-travelbox
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Der Te Horu Geysir ist seit 1972 nicht mehr ausgebrochen und präsentiert sich heute als saphirblauer Teich. Das kühle Wasser, das vom Pohutu in den Pool geweht wird, könnte der Grund für die Inaktivität des Te Horu sein. Auch andere Geysire, von denen zum Teil nur gelb gefärbte Löcher im Gestein zeugen, sind schon seit Jahrzehnten nicht mehr aktiv.

Mud Pools

In Te Puia befinden sich zwei nennenswerte Mud Pools, in denen kochend heißer Schlamm vermischt mit geschmolzenem Gestein an die Erdoberfläche tritt. Der größere von beiden, „Nga Mokai a Koko“, „die Spielzeuge von Koko“, ist 6 bis 10 Meter tief.

Der größte Mud Pool der Te Puia Thermalzone in Neuseeland ist der „Nga Mokai a Koko“ mit einer Tiefe von 6-10 Metern - © FRASHO / franks-travelbox
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Der zweite, „Purapurawhetu“, erhielt seinen Namen (zu deutsch „Sternenstaub“) weil seine zahllosen Luftbläschen an die Milchstraße erinnern.

New Zealand Maori Arts and Crafts Institute

In traditionellen Versammlungshäusern, den so genannten „Marae“ können im New Zealand Maori Arts and Crafts Institute Leben und Kultur der Maori nachvollzogen werden. Besucher erhalten einen Einblick in die faszinierende Kunst der Maori.

Neben Holzschnitzerei wird im New Zealand Maori Arts and Crafts Institute in der Te Puia Thermalzone, Neuseeland, auch die Bearbeitung von Stein und Knochen gelehrt - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Kunst der Maori wird hier jedoch nicht nur ausgestellt, sondern auch gelehrt. Rund 50 Studenten werden in uralten Künsten ausgebildet, die sonst verloren zu gehen drohen, wie zum Beispiel Holz-, Stein- oder Knochenschnitzerei.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Te Puia Thermalzone (englisch)