Pancake Rocks, Neuseeland

Als Pancake Rocks („Pfannkuchenfelsen“) werden die bizarren Felsformationen im Paparoa-Nationalpark auf der Südinsel Neuseelands bezeichnet - © ezk / franks-travelbox
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Die Pancake Rocks sind bemerkenswerte Felsformationen an der Westküste von Neuseelands Südinsel. In einem 20minütigen Rundgang können auch die spektakulären gurgelnden Blow Holes aus nächster Nähe betrachtet werden.

Als Pancake Rocks („Pfannkuchenfelsen”) werden die bizarren Felsformationen im Paparoa-Nationalpark auf der Südinsel Neuseelands bezeichnet. Direkt an der Küste des Tasmanischen Meers bei der kleinen Siedlung Punakaiki („Quelle der Nahrung”) gelegen haben sich hier über 30 Millionen Jahre verschiedenste Schichten aus Kalk und Ton übereinander gelegt.

BILDER: Pancake Rocks

 

Einst befanden sich die Schichten aus abgestorbenen Pflanzen und Meerestieren vermischt mit Sand in 2km Tiefe am Grund des Ozeans, durch eine Landhebung wurden sie jedoch an die Oberfläche gebracht. Seitdem sind sie Wind, Regen und Wellen ausgesetzt. Die Brandung hat in den Felsen mit der Zeit faszinierende Formen entstehen lassen, sie zu kleinen Türmchen und Felsnasen geformt und unterirdische Höhlen ausgewaschen.

An abgebrochenen Stellen der Pancake Rocks kann man die aufgeschichteten Lagen gut erkennen – sie sehen tatsächlich aus wie Pfannkuchen, die übereinander gestapelt wurden.

An abgebrochenen Stellen der Pancake Rocks kann man die aufgeschichteten Lagen gut erkennen – sie sehen tatsächlich aus wie Pfannkuchen, die übereinander gestapelt wurden, Neuseeland - © ezk / franks-travelbox
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Ein weiteres Phänomen dieser Region sind die so genannten „Blow Holes“. Wenn das Meer die Felsen unterspült, kommt es schon mal vor, dass die Welle, statt friedlich wieder zurückzuweichen, einen Weg durch das poröse Gestein sucht und ihn auch findet. Dann entstehen in den Löchern und Kanälen im Felsboden zischende, gurgelnde Laute. An die eigentümlichen Geräusche sollte man sich nicht zu nahe heranwagen. Hat die unterirdische Welle genug Kraft, schießt auch schon mal eine meterhohe Meerwasserfontäne aus den Blow Holes. Dies kann vor allem bei Flut und starkem Westwind des Öfteren vorkommen und so finden sich Besucher oft in einer spritzenden und zischen Welt aus salzigen Springbrunnen wieder. Die weißen Fontänen vor den eigentümlich geformten Felsen geben übrigens fantastische Fotomotive ab.

Aus sicherer Entfernung kann man in die tosenden und schmatzenden Brandungslöcher hinabschauen und die Pancake Rocks aus nächster Nähe betrachten, Neuseeland - © ezk / franks-travelbox
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Unterwegs zwischen den Pancake Rocks

Es führt ein ausgebauter Rundweg, der Pancake Rocks Walk, durch diese spektakuläre Gesteinslandschaft, auf dem man vor etwaigen Zwischenfällen ist. Aus sicherer Entfernung kann man in die tosenden und schmatzenden Brandungslöcher hinabschauen und die Pancake Rocks aus nächster Nähe betrachten. In einer knappen halben Stunde hat man das gesamte Gelände erkundet, die Pancake Rocks eignen sich also auch hervorragend für einen kurzen Zwischenstopp, wenn man keine Zeit hat, den gesamten Nationalpark zu erforschen. In den umliegenden Kalksteingebieten kann man auch 3-Tage-Märsche durch die wunderschöne Landschaft absolvieren.

Es führt ein ausgebauter Rundweg, der Pancake Rocks Walk, durch die spektakuläre Gesteinslandschaft der Pancake Rocks, Neuseeland - © ezk / franks-travelbox
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Direkt am Eingangsbereich zu den Pancake Rocks befinden sich der Besucherparkplatz, direkt am State Highway 6 gelegen, sowie sich ein Besucherzentrum, in dem man sich über die Entstehung der Pancake Rocks informieren kann.

Tipp für Autofahrer: An der etwa 100 Kilometer langen Strecke zwischen Westport und Greymouth, an denen die Pancake Rocks liegen, gibt es keine Tankstelle. Da der Benzinverbrauch in der gebirgigen Gegend auch nicht gerade niedrig ist, empfiehlt sich, den Tank in den Ortschaften noch einmal voll zu füllen. Im Notfall gibt es im Restaurant bei den Pancake-Rocks Sprit – dies kostet jedoch dementsprechend.