Karneval von Trinidad und Tobago

In der Hauptstadt des sonst sehr entspannten Karibikstaates Trinidad und Tobago steigt zum Karneval die „verrückteste Kostümparty der Welt“ - © John de la Bastide / Shutterstock
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In der Hauptstadt des sonst sehr entspannten Karibikstaates Trinidad und Tobago steigt zum Karneval die „verrückteste Kostümparty der Welt“, die in punkto Kostümen, Musik und Spektakel locker mit den Karnevalsumzügen in Rio mithalten kann.

Jedes Jahr verwandelt sich der karibische Inselstaat Trinidad und Tobago zur Faschingszeit in eine rauschende Partydestination. Der Karneval ist im Lande! Und jener von Trinidad und Tobago ist mit seinen aufreizenden Damen, originellen Kostümen und farbenprächtigen Masken wohl neben dem Karneval von Rio der spektakulärste der Welt.

BILDER: Karneval in Trinidad und Tobago

 

Als größte Show auf Erden und verrückteste Kostümparty der Welt wird der Karneval von Trinidad und Tobago bezeichnet. Das Faschingsfest ist außerdem das bedeutendste Volksfest, das das karibische Ferienland zu bieten hat. Und tatsächlich kann das Faschingsspektakel in der Hauptstadt Port of Spain mit den ausgelassenen Umzügen, die man aus Rio de Janeiro oder Salvador kennt, locker mithalten. Und das Beste: Während in Köln und Venedig die Karnevals-Besucher frösteln, erfreut man sich bei den Umzügen in Trinidad und Tobago herrlichem Wetter bei 30°C.

Ähnlich wie der Karneval von New Orleans wurde auch der Karneval in Trinidad und Tobago im 18. Jahrhundert von den Franzosen als katholischer Brauch aus Europa mitgenommen. Nach dem Ende der Sklaverei warf sich auch die Schwarze Bevölkerung von Trinidad und Tobago regelmäßig in farbenprächtige Kostüme und feierte ausgelassen mit.

Das Karnevals-Feuerwerk aus schillernden Farben, heißen Rhythmen und wildem Tanz beginnt in Trinidad und Tobago am Freitag vor dem Faschingssonntag - © John de la Bastide / Shutterstock
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Auftakt zum Karneval von Trinidad und Tobago

Das Feuerwerk aus schillernden Farben, heißen Rhythmen und wildem Tanz beginnt am Freitag vor dem Faschingssonntag. Die erste Amtshandlung des Karnevals ist die Wahl des diesjährigen Karneval-Songs in der „Soca Monarch Show“.

Am Faschingssamstag stehen die Umzüge ganz im Zeichen der Kinder, die mit ihren aufwändig gestalteten Kostümen den Großen um nichts nachstehen und sich den Zuschauern zum Teil bereits ebenso professionell präsentieren.

Am Faschingssonntag werden beim Karneval von Trinidad und Tobago Karnevals-King und Karenvals-Queen gekürt - © John de la Bastide / Shutterstock
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Am Faschingssonntag, dem „Dimanche Gras“, werden die beste Maske bzw. das beste Kostüm zum Karnevals-King bzw. zur Karnevals-Queen gewählt. Darauf folgt in der Nacht zum „Jour ouvert“, dem „offenen Tag“, wie der Rosenmontag genannt wird, die erste große Partynacht des Karnevals von Trinidad und Tobago.

Federn, Perlen, Glitzer und viel nackte Haut

Die Damen zeigen beim Karnval in Trinidad und Tobago viel nackte Haut, die höchstens von bunten Federn, ein paar Perlen und jeder Menge Glitzer bedeckt wird - © John de la Bastide / Shutterstock
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Die Shows am Faschingswochenende sind erst der Auftakt zu jenen ekstatischen Umzügen, Paraden und Festivitäten, die am Rosenmontag und am Karnevalsdienstag folgen. Zahlreiche Bands, die fetzige Calypso- und Soca-Rhythmen anstimmen, buhlen um die Gunst des Publikums und kämpfen um den „Band of the year“-Titel, spärlich bekleidete Muskelprotze tragen Stockkämpfe aus, Limbotänzer zeigen auf den Straßen ihr Können und die Damen zeigen viel nackte Haut, die höchstens von bunten Federn, ein paar Perlen und jeder Menge Glitzer bedeckt wird.

Cocktails, Rum und karibisches Bier fließen in Strömen, Farbe, Schokolade und Kakao regnen vom Himmel. Ebenso laut wie beliebt sind die so genannten Steelpans, hunderte leere und exakt gestimmte Ölfässer, auf denen mit Stöcken wilde Trommelwirbel geschlagen werden.

Die prächtigen Kostüme der Kids stehen beim Karneval von Trinidad und Tobago denen der Erwachsenen um nichts nach - © John de la Bastide / Shutterstock
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Die spektakulären, zum Großteil von Hand gefertigten Kostüme können sich nur die gut betuchten „Trinis“ leisten, viele sorgen daher mit Lehm und Ölfarbe für ein buntes Outfit – und sparen vielleicht auf ein prachtvolles Kostüm im nächsten Jahr. Nach dem Karneval ist ja bekanntlich vor dem Karneval und man kann sich sicher sein, dass die Einheimischen, wenn sie den Karneval nicht gerade feiern, schon die Kostüme für den nächsten planen.