Barbados – Sehenswertes und Reisetipps

Das kleine aber äußerst exquisite Barbados ist ein unvergessliches Reiseziel! Bilderbuch-Strände, tropische Natur, reiche Kultur und entspannte Gastfreundlichkeit locken Aktiv-Urlauber und Erholungsuchende gleichermaßen auf dieses traumhafte Eiland in der Karibik. 

Selbst eingefleischte Karibik-Urlauber sind sich einig: Barbados liegt auf der Liste der schönsten karibischen Inseln ganz weit oben! Die paradiesischen Strände sind mit schneeweißem Sand, smaragdgrünen Palmen und glasklarem Meer eine absolute Augenweide!

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Very british wird hier Cricket gespielt und Nachmittags-Tee getrunken – Überbleibsel aus der Vergangenheit dieser unabhängigen Übersee-Kolonie Großbritanniens, von der auch Plantagen-Anwesen aus dem 17. Jahrhundert und die Altstadt der Hauptstadt Bridgetown berichten.

Wie kommt man am besten nach Barbados?

Die klassischen Transportmittel für die Anreise nach Barbados sind das Flugzeug und das Kreuzfahrtschiff. Der Kreuzfahrt-Hafen von Barbados liegt direkt bei Bridgetown.

Am Grantley Adams International Airport im Süden der Insel landen täglich Direktflüge, die vor allem aus den USA, Kanada, Lateinamerika oder anderen karibischen Inseln kommen. Auch aus Großbritannien und Deutschland gibt es Flüge nach Barbados, die rund 10 Stunden dauern.

Beste Reisezeit für Barbados

Die Hauptsaison auf Barbados liegt in der Trockenzeit von Dezember bis Mai. Von Februar bis April ist mit den wenigsten Niederschlägen zu rechnen. Allerdings sind auch die tropischen Schauer während der Regenzeit von Juni bis November meist nur von kurzer Dauer.

Wer sich entschließt, in der Nebensaison auf Barbados zu urlauben, wird vielleicht jeden Tag kurz nass, kann aber dennoch 8 bis 9 Sonnenstunden pro Tag genießen – und die viel günstigeren Preise!

Hauptstadt Bridgetown

Das Lord Nelson-Denkmal in Bridgetown, Barbados - © graham tomlin / Shutterstock
© graham tomlin / Shutterstock

Bridgetown ist die Hauptstadt und damit das politische und wirtschaftliche Zentrum von Barbados. Die bunte Hafenstadt an der Südwestküste beeindruckt mit ihrer britischen Kolonialarchitektur, einer Garnison aus dem 17. Jahrhundert und einer imposanten Pferderennbahn.

Zu den Haupt-Sehenswürdigkeiten gehören außerdem die Nidhe Israel Synagoge mit einem Museum über die Geschichte der Juden auf Barbados, die Carlisle Bay mit luxuriösen Yachten und mehreren Wrack-Tauchplätzen und der National Heroes Square (ehemals Trafalgar Square) mit dem Parlament und der Bronzestatue des britischen Admirals Horatio Nelson, der bereits zu seinen Lebzeiten eine Legende war. Seinem Sieg in der Schlacht von Trafalgar ist es zu verdanken, dass die Franzosen unter Napoleon an eine Landung in England nicht einmal mehr zu denken brauchten.

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Die Feindschaft zwischen Frankreich und England führte ja auch in der Karibik zur einen oder anderen Schlacht, nach deren Ausgang die umkämpfte Insel des Öfteren den „Besitzer“ wechselte. Auch in der Karibik wurde Admiral Nelson rasch zum berühmten Helden in den Schlachten gegen die Franzosen. Seine Beliebtheit führte dazu, dass die Einheimischen für die Kosten für den Platz und die Statue des Admirals selbst aufkamen.

In Bridgetown wurde sein Denkmal im März 1813 errichtet, am Ende der Broad Street gegenüber dem Parlamentsgebäude auf einem Platz bekannt unter dem Namen Trafalgar Square. Diese Konstellation ist nicht zu unrecht bekannt – auch in London befindet sich am Trafalgar Square eine Statue von Admiral Nelson, allerdings wurde diese erst 30 Jahre später errichtet. 1999 wurde der Trafalgar Square in Barbados in „National Heroes Square“ umbenannt.

Obwohl der Admiral nur 8 Jahre nach seinem Tod durch die Errichtung eines Denkmals in Barbados gewürdigt wurde, war dies nicht die erste Statue ihm zu Ehren. In Montreal und Birmingham wurden die ersten beiden Nelson-Denkmäler aufgestellt.

Die Statue in Bridgetown wurde durch Sir Richard Westmacott in perfekter Abbildung des Admirals gefertigt. Der Künstler galt als der erste Bronzeguss-Meister des englischen Königreichs.

Animal Flower Cave

Die Animal Flower Cave ist eine begehbare Unterwasserhöhle, die spektakuläre Ausblicke auf den Atlantik und die Klippen an seiner Küste ermöglicht, Barbados - © FoodieTraveler / Fotolia
© FoodieTraveler / Fotolia

Die Animal Flower Cave liegt am nördlichsten Punkt von Barbados in der Provinz St. Lucy. Die begehbare Unterwasser-Höhle ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten auf Barbados und ein eindeutiges Must-See für Naturliebhaber. Die Bezeichnung der Höhle stammt von der Vielzahl an See-Anemonen, die in den Teichen der Höhlen gefunden wurden und wie tierische Blütenblätter aussehen.

Entdeckt wurde die Animal Flower Cave im Jahr 1780 von zwei englischen Forschern. Das Alter der Korallen am Boden wird auf 50.000 Jahre geschätzt, jene an der Decke sind etwa vor 12.000 Jahren entstanden.

Die Animal Flower Cave besteht aus mehreren Kammern, von denen immer wieder Felsöffnungen nach draußen spektakuläre Ausblicke auf den Atlantik und die Klippen an seiner Küste ermöglichen. Ein einmaliger steinerner Rahmen für spektakuläre Fotos vor einer atemberaubenden Kulisse. Beim richtigen Wetter unterstreicht das unglaubliche Panorama auch noch ein imposanter Seegang mit meterhoch spritzender Gischt, die man vom sicheren Unterschlupf innerhalb des Felsens aus beobachten kann.

Innerhalb der Höhlen sind die Felsen mit einem faszinierenden Muster aus Grün- und Brauntönen überzogen, die durch Oxidation von Kupfer und Eisen entstanden sind.

Eine der Kammern in der Animal Flower Cave wird nicht zu Unrecht als Swimming Pool bezeichnet. Sie ist mit glasklarem, absolut unbewegtem Wasser gefüllt und tief genug, dass man problemlos darin schwimmen kann. Das Wasser hat über die Jahrhunderte die Felswände glatt geschliffen und an die Wellenbewegungen angepasst.

Der Swimming Pool ist allerdings nicht die einzige Höhle, die mit Wasser gefüllt ist. Hin und wieder, wenn das Wetter passt, werden die Höhlen mit Wasser gefüllt und ihre Eingänge fungieren als gigantische Blow Holes und schleudern durch den Unterdruck im Inneren der Höhle das Wasser meterweit durch die Gegend.

Nach einer Tour durch die Höhle kann man in der Pirate’s Tavern Hunger und Durst stillen und an mehreren Kunsthandwerksständen Souvenirs von lokalen Handwerkern und Künstlern kaufen.

Tipp: Kann man nur eine Höhle auf Barbados besichtigen, sollte man sich definitiv für die Animal Flower Cave entscheiden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einmalig, sie ist um einiges günstiger als die Harrison Cave, steht ihr aber an Faszination um nichts nach.

Morgan Lewis Mill

Die Morgan Lewis Mill ist eine der beiden einzigen intakten und restaurierten Windmühlen zur Herstellung von Zucker in der Karibik, Barbados - © onepony / Fotolia
© onepony / Fotolia

Die Morgan Lewis Mill auf der karibischen Insel Barbados ist eine der beiden einzigen intakten und restaurierten Windmühlen zur Herstellung von Zucker in der Karibik. Die zweite befindet sich auf Antigua und wird „Betty’s Hope“ genannt. In der Mühle befindet sich seit 1962 ein Museum, in dem die Gerätschaften zur Zuckergewinnung durch Windkraft und Fotografien von damals besichtigt werden können.

Die Ähnlichkeit der Morgan Lewis Mill zu holländischen Windmühlen kommt von den niederländischen Siedlern, die als Pioniere in der Zuckergewinnung galten. Im 17. und 18. Jahrhundert war Barbados für seine Kolonialmacht Großbritannien als bedeutender Zuckerlieferant die wichtigste Insel in der Karibik.

Der Barbados National Trust kümmert sich um die möglichst originalgetreue Erhaltung dieses einzigartigen historischen Bauwerks. So bestehen die Wände immer noch aus Bruchstein, der mit einer Mischung aus Eiweiß und Korallenpulver zusammen gehalten wird; damals gab es noch kein Zement. Man sieht zwar, dass das alte Plantagenhaus schon bessere Zeiten gesehen hat, einen Besuch ist es aber in jedem Fall wert!

Bis 1947 verrichtete die Mühle ihren Dienst, die Wiederaufnahme des Betriebs erfolgte 1999 nach einer umfassenden Renovierung der Original-Maschinerie mit finanzieller Unterstützung durch den American Express sowie einiger nationaler und internationaler Sponsoren. Nach über 50 Jahren konnte in der Morgan Lewis Mill wieder gemahlen werden.

In den Monaten Dezember bis April wird die Verwendung dieser Gerätschaften beim Schau-Mahlen von Zuckerrohr. Versäumen Sie nicht, den köstlichen Zuckerrohr-Saft auszuprobieren!

Zahlen, Daten, Fakten von Barbados

Flagge
Amtssprache Englisch
Religion Anglikaner (30%), Pfingstbewegung (18%), Methodisten, Adventisten, Katholiken (4%)
Fläche 430 km²
Einwohner 287.000
Bevölkerungsdichte 647,0 Einwohner pro km²
Hauptstadt Bridgetown
Einwohnerzahl Hauptstadt 99.000
Währung Barbados-Dollar, 1 Barbados-Dollar = 100 Cent
Währungskürzel BDS$
Zeitzone UTC−4h, AST – Atlantic Standard Time
Telefonvorwahl +1 (246)
Top-Level-Domain .bb
Netzspannung 115V
Internationaler Flughafen Bridgetown Grantley Adams (BGI)
Durchschnittsalter 37,3 Jahre
Lebenserwartung 74,8 Jahre
Kindersterblichkeit 11,1 Tode pro von 1.000 Geburten
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