Negril Strand (Seven Mile Beach), Jamaika

Der Sieben Meilen Strand an der Küste von Negril, Jamaika - © col / Shutterstock/ Shutterstock
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Der Negril Strand erstreckt sich über eine Länge von 6km über zwei Provinzen von Jamaika. Neben dem vom Massentourismus bevölkerten nördlichen Teil gibt es ganz im Norden und im Süden noch einen ruhigen Zipfel, der von den Luxusresorts verschont geblieben ist.

Der Negril Strand, auch bekannt unter dem Namen „Seven Mile Beach“, erstreckt sich über zwei Provinzen des karibischen Inselstaates Jamaika, Westmoreland und Hanover. Jahrelang wurde er unter die zehn schönsten Strände der Welt gereiht. Trotz seines plakativen Namens ist der Strand tatsächlich nur 4 Meilen, etwa 6km, lang. Dies schmälert seine Attraktivität jedoch in keinster Weise. Die nächste größere Stadt am Negril Strand ist Savanna-la-Mar, die Provinzhauptstadt von Westmoreland.

Seinen Namen verdankt der Negril Strand (kurz für „negrillo“, „negro“=„schwarz“) den dunkel gefärbten Klippen, die den malerischen Strand umrahmen. Eine weitere Theorie ist die Abänderung der ursprünglichen Bezeichnung „Negro Eels“, da in der Bucht einige Schwarzaale gesichtet wurden.

Tourismus-Boom am Seven Mile Beach

Nur etwa 75 Autominuten von Jamaikas größtem Flughafen in der Nähe von Montego Bay entfernt ist der Negril Strand mittlerweile eine Nummer-1-Traumdestination für viele Jamaika-Urlauber. Seit den späten 1950ern boomt das paradiesische Fleckchen Erde, nachdem die Infrastruktur entsprechende ausgebaut wurde. Anstatt in Privathäusern oder in Zelten konnten Besucher nun in Lodges und ab den 1960ern auch in Hotels übernachten. Seit der Straßenverbindung zwischen Negril und Montego Bay gab es für den Aufschwung von Negril kein Halten mehr.

Der Negril Strand, auch bekannt unter dem Namen „Seven Mile Beach“ ist in Wahrheit nur 6km lang, Jamaika - © H1nksy / Shutterstock
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Mittlerweile wird der Negril Strand gesäumt von Hotels und Resorts, vor allem am nördlichen Teil wurde ein All-Inclusive-Palast neben dem anderen errichtet. Restaurants, Beach-Bars und Lokale sorgen für das leibliche Wohl der Strandurlauber.

Tipp: Viele der Hotelstrände sind FKK-Strände, wer also ein Zimmer mit Blick aufs Meer bucht, sollte sich vorher erkundigen, sollte ihn der Blick von nackten Urlaubern stören…

Ruhe und Enstpannung am südlichen Ende

Wer dem Massentourismus den Rücken kehren möchte, ist in den Pensionen und kleinen Hotels im Süden des Negril Strandes besser aufgehoben. Hier sind auch die besten Plätze für Schnorchler und Klippenspringer, die sich aus 12 Metern Höhe in das kristallklare Wasser katapultieren können. Für kleine Kinder ist dieser Abschnitt des Strandes aufgrund der vielen Steine im Wasser nicht zu empfehlen. Auch ganz im Norden gibt es noch einen Zipfel des Strandes, an den noch kein Hotel gebaut wurde, wo man der Hektik der Massen, den nackten Urlaubern und der lauten Reggae-Musik erfolgreich entfliehen kann.

Neben Sonnenbaden, Sandburgen bauen und Schwimmen sind auch Schnorcheln und Tauchen beliebte Aktivitäten, vor allem seit 1998 der Negril Marine Park ins Leben gerufen wurde, der das fantastische Korallenriff vor der Küste Jamaikas unter Naturschutz stellt. Das geschützte Gebiet erstreckt sich vom Davis Cove River bis zum St. John’s Point über zwei Provinzen und bietet atemberaubende Unterwasserwelten. Zudem gibt es natürlich jede erdenklich Möglichkeit von Wassersportaktivitäten, wie Bootstouren in den Sonnenuntergang, Kajakfahren oder Wasserski.

Tipp: Die hohe Frequenz an Touristen lockt Verkäufer an den Strand, die alles mögliche an den Mann oder die Frau bringen wollen, von Souvenirs über Snacks bis hin zu Marihuana. Ein klares, einfaches NEIN sollte normalerweise ausreichen.

Vor allem Kinder fühlen sich im Anancy Fun Park am Norman Manley Boulevard pudelwohl. Als Abwechslung zum vielleicht eintönigen Strandleben werden Aktivitäten wie zum Beispiel Fischen, Bootfahren, Mini-Golf oder einer Zugrundfahrt angeboten.