Botanischer Garten in Santo Domingo, Dominikanische Republik

Der Botanische Garten in Santo Domingo ist die grüne Lunge der Stadt, Dominikanische Republik - © Daniel Alvarez / Shutterstock
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Der Botanische Garten in Santo Domingo ist die grüne Lunge der Stadt und beeindruckt den Besuchern mit einer Vielzahl an heimischen und ausländischen Pflanzen, unter anderem eine der weltgrößten Blumenuhren.

Der Botanische Garten in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, ist so etwas wie die grüne Lunge der 4-Millionen-Einwohner-Stadt. Auf einer Fläche von 180 Hektar sorgt üppiges Grün aus aller Welt dafür, dass die Einwohner von Santo Domingo Luft zum Atmen haben. Der Botanische Garten heißt eigentlich „Jardin Botanico Nacional Dr. Rafael M. Moscoso” und befindet sich im Nordwesten von Santo Domingo im Stadtteil Altos de Galà.

Der Botanische Garten wurde 1976 mit dem Ziel, die dominikanische Pflanzenwelt zu studieren und zu erhalten, eröffnet. Gewidmet wurde er dem ersten dominikanischen Botaniker, der die dominikanische Flora katalogisierte und das botanischen Institut der Universität von Santo Domingo gründete. Von diesem erhielt der Garten auch seinen Namen.

Der Garten beherbergt neben den heimischen auch zahlreiche Pflanzen anderer Regionen und ist in mehrere Bereiche gegliedert. Sie alle gruppieren sich um die 20m breite kreisrunde Blumenuhr in der Mitte des Botanischen Gartens. Mit einer Höhe von 3,5 und einer Zeigerlänge von 5 Meter gehört sie zu den größten Blumenuhren der Welt.

Spaziergang im Botanischen Garten von Santo Domingo

Gleich nach dem Eingang des Parks gelangt man auf den Plaza Central, ein wunderschön angelegter Platz mit Fischteichen und Wasserpflanzen. Hier startet ein kleiner Zug, der spazierunwillige bequem durch die ausgedehnten Gartenanlagen bringt.

Im Japanischen Garten fühlt man sich von Bonsai, Bambus, Kirsche und Wacholder in den Orient versetzt. Idyllisch angelegt Seen, gemütliche Sitzgelegenheiten und schmucke Bogenbrücken laden zum Entspannen ein. In den hübschen Pavillons wird man in die jeweilige florale Welt der Orchideen, Farne oder Bromelien entführt.

Das Herbolario (Kräutergarten) beinhaltet Heilpflanzen, aus denen Arzneistoffe oder Aromen gewonnen werden. Viele der Pflanzen sind giftig oder mit gefährlich anmutenden Stacheln besetzt. Über ihre Bezeichnung, Verwendung und Herkunft informieren penibel aufgestellte Schildchen.

In den Gran Cañadas herrscht dank des Flusses, der durch das Gebiet fließt, ein Klima wie in den Tropen, was für Pflanzen, die man sonst nur in Regenwäldern findet, ideale Lebensbedingungen mit sich bringt.

Im Bereich der heimischen Pflanzen wird die Vegetation der Dominikanischen Republik präsentiert, viele der dort vorgestellten Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Im Baumgarten (Arboretum) befindet sich auf einem über 10.000m² großen Gebiet ein regelrechter Wald. Die Bäume werden zu Forschungszwecken genutzt. Der Palmengarten ist ein eigens abgegrenzter Bereich und umfasst eine Fläche von 300.000m² mit einer großen Anzahl an Palmenarten aus aller Welt. Im Ökomuseum kann man sich auch in der Theorie über die Vegetation der Dominikanischen Republik informieren. An Cafés und Souvenir-Shops mangelt es natürlich auch nicht.

Der botanische Garten ist jedoch nicht nur der Pflanzenwelt gewidmet. Etwa 40% seiner Fläche fungieren als Tierreservat und Naturschutzgebiet, in dem einige wilde Tiere ein Rückzugsgebiet gefunden haben.