Pico Duarte, Dominikanische Republik

Die Landschaft um den Pico Duarte in der Dominikanischen Republik verspricht Regenwald-Feeling pur - © Cynthia Farmer / Shutterstock
© Cynthia Farmer / Shutterstock

Der Pico Duarte ist der höchste Berg der Karibik. Seine einzigartige Regenwaldvegetation mit tropischen Früchten und glasklaren Bächen macht eine Besteigung zum unvergesslichen Erlebnis.

Der Pico Duarte befindet sich in der Dominikanischen Republik in der Gebirgskette Cordillera Central und ist mit 3.098 Metern der höchste Berg aller karibischen Inseln. Er wurde nach dem Padre de Patria („Vater des Vaterlandes”), dem Freiheitskämpfer Juan Pablo Duarte benannt. Ihm zu Ehren befindet sich eine Büste in seiner Gestalt auf dem Gipfel.

Der Pico Duarte ist Teil des Naturschutzgebietes Parque Nacional José Armando Bermúdez, Besteigungen sind nicht auf eigene Faust und nur mit Genehmigung der Parkverwaltung erlaubt. Der ideale Startpunkt für Exkursionen auf den Pico Duarte ist der nächste größere Ort Jarabacoa, etwa 30km vom Eingang zum Nationalpark in La Cienaga entfernt.

Unterwegs am Pico Duarte

Für naturbegeisterte Bergwanderer ist der Pico Duarte als höchster Berg der Karibik selbstverständlich ein Hauptziel. Der imposante Berg hat auch einiges zu bieten. Die kürzeste Tour zum Gipfel dauert drei Tage, sie kann jedoch auch auf 6 oder 10 Tage ausgeweitet werden – alles eine Frage der Zeit, des Geldes und der körperlichen Fitness (man kann den Berg auf dem Rücken von Mulis oder auch zu Fuß erklimmen).

Auf dem Weg nach oben werden die Gipfelstürmer in eine gänzlich andere Welt entführt, Regenwald par excellence. Die schmalen Pfade führen durch dichte Pinien- und Kiefernwälder, vorbei an tropischen Obstbäumen, die mit saftigen Mangos und Orangen zum leiblichen Wohl der Wanderer beitragen. Die Bäche sind noch immer so sauber, dass man mit dem klaren Wasser problemlos seinen Durst löschen kann. Papageien zischen in einem Tempo durch die Wipfel, dass man den Fotoapparat gar nicht schnell genug vors Auge bekommen kann.

Die mächtigen Stämme von Kiefern, Mahagoni- und Gujakanbäumen ragen bis zu 80 Meter in den Himmel. Teilweise stehen ihre Kronen so dicht, dass kein Sonnenstrahl das Blätterdach durchdringt. Die am Boden wachsenden Farne, Palmen, Agaven und wilden Tomaten und Himbeeren versuchen es ihnen gleich zu tun und recken ihre Wipfel, um hie und da einen verirrten Sonnenstrahl zu erhaschen.

Auf zum Gipfel des Pico Duarte

Die Stille am Pico Duarte ist einzigartig – ein wildes Paradies ohne Hektik, Staub und Lärm der Städte. Der ideale Rückzugsort für den gestressten Karibik-Urlauber, einzige Voraussetzung ist eine gute körperliche Verfassung – die Extremvariante ist eine Überquerung des Pico Duarte, das bedeutet eine Strecke von 180km im Osten hinauf und im Westen wieder hinunter.

Die Besteigung des Pico Duarte kann über 6 ausgewiesene Routen erfolgen, die sowohl vom Schwierigkeitsgrad her als auch in ihrer Fauna und Flora sehr unterschiedlich sind. In regelmäßigen Abständen wurden Schutzhütten errichtet, auf denen übernachtet werden kann. Verpflegung bieten jedoch nicht alle. Der Vorteil daran ist, dass mit jeder Wanderung auf den Pico Duarte eine gehörige Portion Lagerfeuer- und Sternenhimmelromantik einher gehen.