Faro Colón (Leuchtturm des Kolumbus) in Santo Domingo, Dominikanische Republik

Der Faro Colón (Leuchtturm des Kolumbus) ist das Wahrzeichen von Santo Domingo, Dominikanische Republik - © hessbeck / Fotolia
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Der Faro Colón (Leuchtturm des Kolumbus) ist das Wahrzeichen von Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Der monumentale Betonbau beinhaltet ein Museum und angeblich auch die sterblichen Überreste von Christoph Kolumbus.

Der Faro Colón ist das monumentale Wahrzeichen von Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Faro Colón wird als „Leuchtturm des Kolumbus” übersetzt, der spanische Entdecker wird auch Cristobal Colón genannt. Das Monument ehrt den berühmten Gründer von Santo Domingo, der die Stadt nur 4 Jahre später nach seiner Landung auf dem amerikanischen Kontinent ins Leben rief. Gemeinsam mit der Altstadt von Santo Domingo zählt es seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der gigantische Betonbau in Form eines liegenden Kreuzes befindet sich im Osten des Stadtzentrums gegenüber des Alcázar de Colón und weist imposante Ausmaße auf. Er ist 240 Meter lang, 34 Meter breit und 46 Meter hoch. Die Einweihung des Denkmals erfolgte im Jahr 1992 im Zuge der 500-Jahr-Feier der Entdeckung Amerikas mit einer Segnung von Papst Johannes Paul II.

Der Faro Colón beeindruckt dabei nicht so sehr durch seine Architektur, sondern eher durch seine gewaltige Erscheinung und die geschätzten Baukosten von bis zu 70 Millionen US-Dollar, die er verschlungen hat. Für die Errichtung des Prestigebaus wurden angeblich 5.000 Familien umgesiedelt, die dem Betonkoloss und seiner für Touristen aufgeputzten Umgebung weichen mussten.

Der Faro Colón (Leuchtturm des Kolumbus) ist ein gigantischer Betonbau in Form eines liegenden Kreuzes, Santo Domingo, Dominikanische Republik - © Daniel Alvarez / Shutterstock
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Besuch des Faro Colón

Der Faro Colón beinhaltet ein Museum, in dem jeder Staat Amerikas seinen eigenen Bereich hat. Die ausgestellten Stücke lassen allerdings an Brisanz zu wünschen übrig. Da mutet das Mausoleum schon eher interessant an – neben dem Museum soll sich das Grab von Christoph Kolumbus befinden, gleich hinter dem Eingang ist ein Sarkophag ausgestellt. Die tatsächlichen sterblichen Überreste des großen Seefahrers sind allerdings in der Kathedrale Santa Maria de la Sede im spanischen Sevilla zu finden, was im Mai 2006 durch eine DNA-Analyse der dort befindlichen Gebeine bewiesen wurde. Das Skelett in Sevilla ist allerdings nicht vollständig und so kann es durchaus sein, dass auch in Santo Domingo im wahrsten Sinne des Wortes ein Teil von Christoph Kolumbus zurückgeblieben ist. DNA-Analyse der Gebeine in der Dominikanischen Republik gab es keine.

Das Bauwerk wird rund um die Uhr militärisch bewacht, wer um Erlaubnis bittet, darf auf sein Dach steigen und von dort aus die Aussicht über Santo Domingo genießen.

In der Nacht von Freitagen und Samstagen projizieren 156 Scheinwerfer mit insgesamt 350.000 Watt das Kreuz des Faro de Colon vom Dach des Grabmals in den karibischen Himmel. Das Lichtspektakel sollte ursprünglich jede Nacht abgehalten werden, doch die etwas marode Stromversorgung Santo Domingos hielt dies nicht durch. Apagones (Stromausfälle) sind hier ohnehin beinahe an der Tagesordnung.