Provinz und Nationalpark Monte Cristi, Dominikanische Republik

Monte Cristi in der Dominikanischen Republik ist aufgrund seiner wüstenartigen Umgebung noch ein angenehm ruhiger Ferienort - © Welvis Soto / Shutterstock
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Die im Nordwesten der Dominikanischen Republik gelegenen Provinz Monte Cristi ist vom Massentourismus bisher verschont geblieben. Diesem Umstand zu verdanken ist die unberührte Natur im Nationalpark Monte Cristi und Buchten mit dem wohl klarsten Wasser der Karibik.

Monte Cristi ist der Name einer Provinz im Nordwesten der Dominikanischen Republik und auch gleichzeitig die Provinzhauptstadt (eigentlich San Fernando de Monte Cristi). Die Bezeichnung stammt noch vom spanischen Seefahrer und Entdecker Christoph Kolumbus, der als er im Januar 1493 hier vorbeikam, die höchste Erhebung, die er von ferne sah, Monte Christy nannte. Besagter Berg heißt noch heute „El Morro de Montecristi”.

Wüste statt Paradies

Die Provinz Monte Cristi ist im Gegensatz zum paradiesisch grünen Rest der Dominikanischen Republik eine karge Wüstenlandschaft. Erst die Neu-Gründung der Stadt Monte Cristi im Jahr 1756 half der aufgrund ihrer spärlichen landschaftlichen Ressourcen sträflich vernachlässigen Provinz zu neuem Aufschwung. Die kleine Hafenstadt Monte Cristi wurde zur Handelsdrehscheibe für Zucker, Mahagoni und andere Waren, die nach Europa verschifft wurden. Die knapp 30.000 Einwohner Monte Cristis leben heute hauptsächlich von Bananenzucht, Reisanbau und Fischfang. Im Osten und Norden vom Atlantik begrenzt ist sie außerdem der bedeutendste Salzlieferant der Dominikanischen Republik.

Dominikanische Republik ohne Massentourismus

Der Tourismus ist verglichen mit anderen Regionen der Dominikanischen Republik eher vernachlässigbar. Besucher dieser Wüstengegend der Karibik werden jedoch mit viktorianischen Häusern, wunderschönen Stränden und Tauchgebieten inkl. Schiffswracks, wie dem Cayo Cabrita, dem El Morro oder der prächtigen Manzanillo-Bucht belohnt. Der berüchtigte Pirat Sir Francis Drake nutzte das Gebiet im 18. Jahrhundert als Versteck für seine Schiffe und schickte das eine oder andere Schiff der spanischen Krone auf den Meeresgrund. Aufgrund der geringen Touristenanzahl hat man die Unterwasserwelt mit ihren spanischen Galeonen beinahe für sich alleine. Der fehlende Massentourismus ist auch der Grund, dass die Buchten in Monte Cristi mit dem klarsten Wasser der Karibik aufwarten können. Die Insel Cabrita mit ihrem schmucken Leuchtturm ist nur 300m vom Ufer des El Morro entfernt und kann schwimmend erreicht werden.

Im Februar findet der Karneval in Monte Cristi statt. An jedem Sonntag, mit Höhepunkt am 27. Februar tanzen die Einheimischen bei der Maskerade des Teufels mit Stieren und Zivilisten maskiert durch die Stadt.

Nationalpark Monte Cristi

Naturfreunden ist ein Besuch des kleinen Nationalparks Monte Cristi zu empfehlen. Er besteht aus einem subtropischen Wald, Unterwasser-Wiesen, Korallenriffs und mehreren Lagunen. In jedem Fall ein Highlight des Nationalparks ist die Festung Monte Cristi. Sie liegt auf einer Klippe 300m über dem Meeresspiegel und bietet dem Besucher einen spektakulären Blick über das kristallklare karibische Meer und die Inselgruppe der „Los Siete Hermanos” („Die Sieben Brüder), an dessen Strände Meeresschildkröten ihre Eier ablegen. An die 160 verschiedene Vogelarten sind im Nationalpark Monte Cristi heimisch.