Orgelpfeifen, Namibia

Die steinernen Orgelpfeifen im Norden von Namibia eignen sich hervorragend als kurzer Zwischenstopp zwischen Twyfelfontein und Khorixas - © FRASHO / franks-travelbox
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Die steinernen Orgelpfeifen im Norden von Namibia entstanden vor 150 Millionen Jahren und eignen sich hervorragend als kurzer Zwischenstopp zwischen Twyfelfontein und Khorixas.

Wer im Damaraland im Norden von Namibia unterwegs ist, hat vermutlich bei Twyfelfontein gerade die faszinierenden Fels-Zeichnungen der San besucht. Auf dem Weg nach Khorixas liegt mit dem Verbrannten Berg nicht nur ein weiteres Nationaldenkmal von Namibia, sondern auch ein interessantes geologisches Phänomen: Namibias „Orgelpfeifen“. Eine ähnliche Laune der Natur ist zum Beispiel auch in Nordirland, nahezu am anderen Ende der Welt, beim Giant’s Causeway zu besichtigen.

Die Orgelpfeifen im Norden von Namibia entstanden vor rund 150 Millionen, als flüssige Lava in das vorhandene Schiefergestein eindrang - © FRASHO / franks-travelbox
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Entstehung der Orgelpfeifen von Namibia

Die faszinierenden Gesteinsformationen entstanden vor rund 150 Millionen, als flüssige Lava in das vorhandene Schiefergestein eindrang. Innerhalb des Basalts kühlte die Lava sehr langsam und gleichmäßig ab und formte die künstlich anmutenden Felsnadeln, deren senkrechte Flächen an Bauklötze erinnern. Als das weichere Gestein um die erstarrte Lava durch Witterung und Erosion im Lauf der Jahrmillionen abgetragen wurde, wurde ein regelrechter Wald aus Orgelpfeifen sichtbar. Die größten von ihnen erreichen eine Höhe von bis zu 2 Metern, auch wenn sie gekonnte Weitwinkel-Aufnahmen in diversen Prospekten höher wirken lassen.

Einst floss zwischen den Orgelpfeifen von Namibia ein Fluss, der wohl auch zur Freilegung der eckigen Basaltsäulen beigetragen hatte - © FRASHO / franks-travelbox
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Einst floss zwischen den Orgelpfeifen im Damaraland ein Fluss, der wohl auch zur Freilegung der eckigen Basaltsäulen beigetragen hatte. Dieser ist mittlerweile ausgetrocknet und hinterließ sein Bachbett freundlicherweise als bequemen Spazierweg, der sich auf einer Länge von rund 100 Metern durch die faszinierend geformten Felswände schlängelt.

Tipp: Einen kurzen Zwischenstopp sind die kostenlos zu besichtigenden Orgelpfeifen allemal wert, extra deswegen herzufahren, zahlt sich jedoch nicht aus.