Wadi Dhayqah und Wadi Suwayh, Oman

Faszinierende Landschaft im Wadi Suwayh, Oman © FRASHO / franks-travelbox

Die Wadis Dhayqah und Suwayh im nördlichen Oman sind das ganze Jahr über mit Süßwasser gesegnet. In dem palmenbestandenen Tal gibt es neben verborgenen Naturpools auch eine malerische Festung und den größten Staudamm des Landes zu entdecken.


Das Wadi Dhayqah, auch Wadi Dhaiqah geschrieben, ist das größte Tal im Oman, welches ganzjährig Wasser führt. Es ist eines der vielen Wadis, welches sich im nördlichen Oman in die Ausläufer des Hajar-Gebirges gegraben hat. An manchen Stellen ragen die steilen Wände des Wadis nur etwa 20 Meter voneinander entfernt in die Höhe.

Wadi Dhayqah und Wadi Suwayh

Das Wadi Suwayh im Oman bietet eine wunderbare Welt aus Pools, Wasserfällen, Gärten, steilen Wänden und Felsformationen
Die Pisten in und zum Wadi Suwayh können nur mit Allradfahrzeugen befahren werden, nach Regenfällen müssen immer wieder Furten überwunden werden, Oman
Im landschaftlich äußerst attraktive Wadi Suwayh findet man jede Menge Pools und Palmen die zu einem Stop einladen, Oman
Das Wadi Suwayh wird durch mächtige Felswände eingerahmt, Oman
Faszinierende Landschaft im Wadi Suwayh, Oman
In das Wadi Suwayh kann man auf einer Piste ca. 11 Kilometer weit hineinfahren, Oman
Durch idyllische Palmengärten erreicht man das malerisch gelegene Fort Al-Mazara, welches inmitten von Palmen auf einer Anhöhe über dem Wasser thront, Oman
Pools, Gärten, steile Wände und wilde Felsformatione findet man im Wadi Dhayqah und Wadi Suwayh, Oman
Mit einem Allrad-Fahrzeug kann man eine wunderbare Rundfahrt vom Wadi Dhayqah zum Wadi Suwayh unternehmen, Oman
An den Pisten zwischen Wadi Dhayqah und dem Wadi Suwayh gibt es keine Wegweiser, ein GPS und eine gute Karte erleichtern die Navigation, Oman
Auf der Fahrt vom Wadi Dhayqah zum Wadi Suwayh fährt man durch eine bizarre wüstenartige Landschaft, Oman
Blick in die attraktive Landschaft der östlichen Hajar-Berge beim Wadi Dhayqah und Wadi Suwayh, Oman
Das Wadi Dhayqah kann im Zuge einer ca. 6stündigen Wanderung erkundet werde, Oman
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Das himmlische Oasental liegt 60km südöstlich von Muscat. Durch die attraktive Landschaft der östlichen Hajar-Berge kommt man bis zum Küstenort Quriat. Von dort führt eine Stichstraße in Richtung der Orte Al-Misfah und Al-Mazara ins Wadi.

Unterwegs im Wadi Dhayqah

Das Wadi kann im Zuge einer ca. 6stündigen Wanderung erkundet werden, für die auf jeden Fall ein ganzer Tag eingeplant werden sollte. Der etwa 15km lange Weg führt am Wasser entlang, das von hohem Schilfgras begrenzt wird, zwischen mächtigen Felsmassiven hindurch.

Tipp

Ist man in zwei Gruppen und mit zwei Autos unterwegs, empfiehlt sich, die Autos an beiden Enden der Schlucht abzustellen. In der Mitte werden die Schlüssel getauscht und jeder kann so das gesamte Tal durchwandern, ohne den Weg wieder zurückgehen zu müssen.
Das Wadi Dhayqah kann im Zuge einer ca. 6stündigen Wanderung erkundet werde, Oman © FRASHO / franks-travelbox

Das Highlight der Wanderung ist die so genannte Teufelsschlucht, an der das Wadi Dhayqah in das Wadi Tayin übergeht. Möchte man diese durchqueren, kann es passieren, dass dies trockenen Fußes nicht möglich ist, denn ein Großteil der Wassermassen, die aus dem Hajar-Gebirge in den Indischen Ozean fließen, strömt aus weiteren 120 Wadis in dieser Schlucht zusammen. Wer es dennoch durchqueren möchte, sollte also Schwimmkleidung und einen wasserdichten Sack dabei haben.

Tipp

Besteht die Chance auf Regen, kann ein Aufenthalt im Wadi lebensgefährlich sein! Schilder warnen vor Unfällen und Ertrinken in den plötzlichen Wassermassen, die nach Niederschlägen in den Hajar-Bergen plötzlich durch das Wadi rauschen und alles mit sich reißen können, und sollten unbedingt ernst genommen werden!

Das Wadi Dhayqah ist mit dem normalen PKW zu erreichen, wer allerdings mit Allradantrieb unterwegs ist, kann sich auf eine attraktive Rundfahrt begeben.

Rundfahrt zum Wadi Suwayh

Wieder an der oben erwähnten Abzweigung zum Picknickplatz angelangt hält man sich diesmal Wadi-einwärts Richtung Al-Mazara. Durch idyllische Palmengärten erreicht man das malerisch gelegene Fort Al-Mazara, welches inmitten von Palmen auf einer Anhöhe über dem Wasser thront. Es kann zwar nicht besichtigt werden und ist auch nicht so schön renoviert, wie andere bekanntere Festungen im Oman, bietet dafür von außen einen pittoresken Anblick.

Durch idyllische Palmengärten erreicht man das malerisch gelegene Fort Al-Mazara, welches inmitten von Palmen auf einer Anhöhe über dem Wasser thront, Oman © FRASHO / franks-travelbox

Weiter geht es in Richtung Al-Husn, Al-Dhahin und Al-Yaa, allerdings nicht in den Ort Al-Yaa hinein, sondern gerade aus weiter gelangt man nach ca. 20 Kilometern in das landschaftlich äußerst attraktive Wadi Suwayh. 11km weit kann man in die wunderbare Welt aus Pools, Wasserfällen, Gärten, steilen Wänden und Felsformationen hineinfahren, dann muss man allerdings umdrehen. 5km vor Al-Yaa kommt man von einer Kreuzung wieder auf die Straße von Quriat in die Hafenstadt Sur.

Die Pisten in und zum Wadi Suwayh können nur mit Allradfahrzeugen befahren werden, nach Regenfällen müssen immer wieder Furten überwunden werden, Oman © FRASHO / franks-travelbox

Wadi Dhayqah-Staudamm

Seit 2009 wird das Wasser im Wadi Dhayqah durch den größten Staudamm der Golfstaaten aufgestaut. Die offizielle Eröffnung des Damms erfolgte am 26. März 2012. Er wurde um insgesamt 90 Millionen Euro errichtet, um der Flut, die nach Regenfällen durch das Wadi Dhayqah schießt, ihre tödliche Kraft zu nehmen und sie stattdessen für die Auffüllung der Grundwasserreserven und zur Wasserversorgung zu nutzen.

Die Staumauer ist knapp 400 Meter lang und an die 75 Meter hoch und kann 100 Millionen Kubikmeter Wasser fassen. Der 350 Hektar große See, der dadurch entstanden ist, bildet einen bizarren Kontrast zu der sonst wüstenhaften Umgebung des Hajar-Gebirges. Auf einer Besucherplattform kann das spektakuläre Gelände des Staudamms überblickt werden. Zusätzlich stehen den Besuchern schattige Rastplätze zwischen Springbrunnen, Parkplätze und Restaurants zur Verfügung.

Den Zyklon Phet im Juni 2010, der viele Stätten im Oman verwüstet hat, hat der Staudamm erstaunlich gut überstanden. Nach nur 12 Stunden allerdings lief die Staumauer über und schuf den spektakulärsten Wasserfall des Landes.


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