Altstadt von Muscat, Oman

Muscat, die Hauptstadt des Oman, liegt in einer von Felswänden eingeschlossenen Bucht und hat prachtvolle Bauten zu bieten. Die Altstadt ist gut überschaubar, es empfiehlt sich eine Erkundung zu Fuß.

Muscat ist die Hauptstadt des Oman. Zusammen mit seinen Vororten (Mutrah, Ruwi, Qurum, etc.) bildet es die sogenannte Capital Area in der etwa 700.000 Menschen wohnen. Gemeinhin wird mit Maskat (wie Muscat auch genannt bzw. geschrieben wird) immer die Capital Area gemeint. Die Altstadt von Muscat zählt zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeiten im Oman.

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BILDER: Altstadt von Muscat

Fotogalerie: Altstadt von Muscat

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Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Muscat (Maskat)

Das historische Zentrum Alt-Muscat liegt in einer von Felswänden eingeschlossenen Bucht und hat etwa 30.000 Einwohner. Die Altstadt ist relativ gut überschaubar, es empfiehlt sich eine Erkundung zu Fuß, da man sich mit dem Auto in den Einbahnstraßen nicht so leicht zurechtfindet.

Sultanspalast Qasr Al Alam

Ein Besuch des Sultanspalastes in Muscat, Oman, empfiehlt sich am Abend, wenn die Sonne nicht mehr erbarmungslos vom Himmel brennt - © Wolfgang Zwanzger / Shutterstock
© Wolfgang Zwanzger / Shutterstock

Der architektonisch außergewöhnliche Qasr Al Alam Palast wurde 1974 fertiggestellt und ist der Arbeitspalast des herrschenden Sultans. Um den farbenprächtigen Palast zu errichten wurde etwa ein Drittel der Altstadt geschliffen. Besonders beeindruckend ist der Palast, wenn man sich ihm über den Boulevard aus dem Süden nähert.

Der Qasr Al Alam Palast – unverkennbar von einem indischen Architekten entworfen – ist das dominierende Element in der Altstadt und dem Regierungsviertel. Das Innenleben des Palastes ist für Besucher leider nicht zugänglich. Links vom Haupttor gibt es einen Eingang in die wunderschöne Parkanlage. Wer die Möglichkeit hat am Abend vorbeizukommen, findet den Palast wunderbar beleuchtet.

BILDER: Sultanspalast in Muscat

Fotogalerie: Sultanspalast (Qasr al-Alam) in Muscat

Bait Garaiza

Das Bait Garaiza, das größte der alten Handelshäuser in Muscat, wurde 1630 an Stelle einer portugiesischen Kapelle (portugiesisch: „Igrezia“ – daher der Name) errichtet. Vor dem Bau des Qasr Al Alam Palast war dies der Sitz der omanischen Herrscher in Muscat. Vor dem Gebäude wurden 14 Kanonen senkrecht in den Boden gesteckt und fungieren seither als einfache aber wirkungsvolle Poller.

Al Khor Moschee

Blaue Kuppeln und blaue Kacheln dominieren die Fassade der Al Khor Moschee von Muscat, die in starkem Kontrast zum graubraunen Fort Mirani dahinter stehen, Oman - © Claudiovidri / Shutterstock
© Claudiovidri / Shutterstock

Gleich rechts neben dem Bait Garaiza liegt die sehr schlicht gehaltene Masjid al-Khor. Blaue Kuppeln und blaue Kacheln dominieren die Fassade, die in starkem Kontrast zum graubraunen Fort Mirani dahinter stehen.

Festung Mirani

Die einst turmförmige Festung Mirani wurde im 16. Jahrhundert errichtet und thront heute im Westen der Bucht von Muscat, Oman - © Philip Lange / Shutterstock
© Philip Lange / Shutterstock

Die Festung Mirani ist eine von zwei Festungen, die die omanische Hauptstadt Muscat bewacht. Gemeinsam mit der Festung Jalali war sie einst Teil der Stadtmauer und thront heute noch am Golf von Oman über dem Hafen von Muscat. Beide stehen auf unserer Liste der 10 schönsten Festungen im Oman.

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Das einst turmförmige Fort Al-Mirani, auch unter den Namen Al Gharbiya oder Fort Capitan bekannt, wurde im 16. Jahrhundert gemeinsam mit der benachbarten Festung Jalali errichtet. Damit war der Hafen von Muscat so gut wie uneinnehmbar, denn von beiden Festungen gemeinsam konnte das gesamte offene Meer überwacht und beschossen werden.

Bau der Festung Mirani

Die Festung Mirani ist eine von zwei Festungen, die die omanische Hauptstadt Muscat bewacht - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Im Jahr 1507 wurden Muscat von den Portugiesen erobert und seine Festungen zerstört. Das heutige Bollwerk wurde von den Portugiesen auf den Grundmauern des alten Forts errichtet und um einiges großzügiger gestaltet. Nach mehreren Angriffen der Osmanen, die Muscat sogar kurzfristig einnahmen, war den Portugiesen klar, dass Muscat eine ordentliche Verteidigungsanlage benötigte und so stellten sie beide Forts bis 1588 fertig.

Schon damals entstand die riesige Zisterne, die 300 Mann zwei Jahr lang mit Wasser versorgen konnte. Damit war der Hafen von Muscat so gut wie uneinnehmbar, denn von beiden Festungen gemeinsam konnte das gesamte offene Meer überwacht und beschossen werden.

Die drei Kanonen, die heute noch in einem Hinterhof der Festung Mirani stehen, kündeten früher das abendliche Schließen der Stadttore an und warnten Schiffe davor, unerlaubterweise bei Dunkelheit in den Hafen zu fahren.

Besichtigung des Forts Mirani

Im 17. Jahrhundert wurde die Festung vom Gouverneur von Muscat außerdem als Wohnsitz genutzt. Weitere Erweiterungen erfolgten im 18. Jahrhundert durch Imam Ahmed bin Said und im 19. Jahrhundert durch dessen Enkelsohn Sayyid Said bin Sultan.

Die Festung Mirani kann nur von außen besichtigt werden. Der Festungshügel im Westen der Bucht von Muscat ist über eine steinerne Treppe zu erreichen und bietet einen herrlichen Ausblick über den Hafen von Muscat, die Berge und die Stadt. Auch am Fuß des Hügels wurde eine Plattform errichtet, von wo aus Besucher einen schönen Blick auf die Festung haben.

Legende des Mirani Forts

Der Legende zufolge konnte das Fort Mirani im Jahr 1649 durch eine List zurückerobert werden. Angeblich verliebte sich der portugiesische Hauptmann in die hübsche Tochter eines indischen Kaufmanns. Dieser verweigerte seiner hinduistischen Tochter die Heirat mit einem Europäer, woraufhin der Kommandant mit der Aufkündigung der Handelsverträge drohte.

So täuschte der indische Händler monatelang die Vorbereitungen für die Hochzeit vor und überzeugte inzwischen den Hauptmann, dass die Vorräte der Festung Mirani ausgetauscht werden müssten.

Als sowohl Wasser und Lebensmittel als auch Waffen und Pulver aus der Festung entfernt waren, verständigte der Hindu den Imam Sultan bin Saif, der das völlig wehrlose Fort nur noch für sich beanspruchen musste.

Schon bald danach wurden die Portugiesen gänzlich aus Muscat vertrieben.

Festung Jalali

Die Festung Jalali thront am östlichen Ende von Muscat auf einem prominenten Felsvorsprung und zählt zu den schönsten Festungsanlagen im Oman - © FRASHO / franks-travelbox
© FRASHO / franks-travelbox

Als eine der schönsten Befestigungsanlagen im Großraum von Muscat liegt das Fort Jalali prominent auf einem Felsvorsprung. Gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Fort Mirani wurde es im 16. Jahrhundert zur Verteidigung der Bucht von Muscat errichtet. Die Fertigstellung erfolgte kurz vor dem Fort Mirani im Jahr 1587. Ebenso wie dieses wurde es von den Portugiesen zerstört und danach wiederaufgebaut.

Eroberung durch die Omanis

Die Festung Jalali ist die einzige Festung Muscats, die auch von innen besichtigt werden kann, Oman - © diak / Shutterstock
© diak / Shutterstock

Im Jahr 1650 wurde Muscat und damit auch die Festung Jalali von den Omanis wieder zurückerobert. Sowohl im 17. als auch im 18. Jahrhundert wurde das Fort großzügig ausgebaut und erweitert.

Bis in die 1970er-Jahre wurde die Festung Jalali als Gefängnis genutzt, in dem neben gestürzten Herrschern auch Gefangene des Jebel-Akhdar-Krieges oder der in Mirbat entschiedenen Dhofar-Rebellion festgehalten wurden. Heute dient es als Museum und eindrucksvoller Blickfang am Rande der Altstadt von Muscat.

Besuch der Festung Jalali

Blick über die Altstadt von Muscat mit den beiden Festungen Mirani und Jalali, die den Hafen bewachen, Oman - © JPRichard / Shutterstock
© JPRichard / Shutterstock

Die Festung Jalali kann als einzige Festung Muscats auch von innen besichtigt werden. Seit einigen Jahren ist die Festung Jalali nicht nur über die steile, steinerne Treppe, sondern auch mit einer Gondel zu erreichen.

1983 wurde das Fort umfassend renoviert. Hinter seinen schweren, kunstvoll geschmückten Holztoren wurde ein Museum für omanische Kultur und Geschichte eingerichtet. Neben antiken Waffen und Kanonen sind auch historische Land- und Seekarten, Töpferware, Schmuck, Teppiche, Haushaltsgegenstände und andere Artefakte zu bestaunen. Besonders bemerkenswert ist die historische, damals noch händisch betriebene Klimaanlage.

Die Innenhöfe zwischen den beiden mächtigen Rundtürmen der Festung Jalali sind mit Springbrunnen, Teichen und Palmengärten idyllisch gestaltet und laden zum Flanieren ein.

Von den Türme und Terrassen aus tut sich ein exzellenter Panoramablick über die Altstadt von Muscat, die Berge und das Meer auf. Vor allem der Qasr Al Alam, der prächtige Sultanspalast von Muscat, kann von der Felseninsel vor der omanischen Küste wunderbar in Augenschein genommen werden.

Alte Passstraße

Die alte Passstraße war vor dem Bau der Corniche die Hauptverbindung nach Mutrah. Auf der Passhöhe führt eine Straße zu einer Polizeistation. Vom Wachturm hat man eine fantastische Aussicht auf das historische Muscat.

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