Al Hoota Tropfsteinhöhle, Oman

Die Al Hoota Caves liegen in den südlichen Ausläufern des Jebel Akhdar im Hajar-Gebirge im Oman © Helmut Pfau CC BY-SA3.0/Wiki

Die Al Hoota Tropfsteinhöhle ist das zweitgrößte Höhlensystem im Oman und begeistert seine Besucher auf einer knapp einstündigen Tour mit beeindruckenden Kalksteinformationen und unterirdischen Wasserläufen.


Die Al Hoota Tropfsteinhöhlen liegen in den südlichen Ausläufern des Jebel Akhdar im Hajar-Gebirge im Oman. Das Höhlensystem ist eigentlich der Eingang zu einem unterirdischen Wadi und wurde erst in den 1970er-Jahren durch Zufall von einem Hirten entdeckt, der eine seiner Ziegen verloren hatte. Von der ca. 3km langen Haupthöhle zweigen noch weitere Tunnel ab, es wurden jedoch erst etwa 5km der Al-Hoota Höhle erforscht. Ihre tatsächliche Größe ist bis jetzt noch unbekannt.

Im November 2006 wurde die Höhle dank einer Initiative des omanischen Tourismusministeriums und des Wiener Naturhistorischen Museums als erste Schauhöhle der Golfstaaten für Besucher zugänglich gemacht. Und schon bald entwickelten sich die Al Hoota Tropfsteinhöhlen zu einer bedeutenden Touristenattraktion im Oman. Um das Ökosystem der unterirdischen Wunderwelt nicht zu gefährden ist die maximale Besucheranzahl pro Tag auf 750 Personen beschränkt.

Tipp

Es ist empfehlenswert, Tickets für die Al Hoota Tropfsteinhöhle im Vorhinein zu buchen. Dies kann telefonisch, per E-Mail oder über ein Online-Formular auf der Website geschehen.

Besuch der Al Hoota Tropfsteinhöhle

Die Tropfsteinhöhle liegt im nördlichen Oman ungefähr zwischen den Städten Nizwa und Bahla am Fuß des mächtigen Jebel Shams. Ausgangspunkt für einen Besuch der Al Hoota-Höhlen ist die Ortschaft Al Hamra.

Einige hundert Meter vor dem Eingang zur Al Hoota-Höhle wartet ein Infozentrum inklusive Geologie-Museum, Souvenirshop und Restaurant auf die ankommenden Besucher. Hier kann auch die Tour gebucht werden, im Zuge derer die Tropfsteinhöhle besichtigt werden kann. Anschließend werden die letzten 400 Meter zum Höhleneingang in einem 36-Personen-Zug zurückgelegt. Der erste Zug Omans ist jedoch aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen häufig außer Betrieb ist.

Der Eintritt in die Höhle erfolgt durch den Al-Fallah-Eingang, denn der Al-Hoota-Eingang kann nur mit Seil und Sicherheitsausrüstung bewältigt werden und ist daher nur für erfahrene Höhlenforscher zugänglich.

Unterwegs in der Al Hoota Tropfsteinhöhle

Im Inneren der Al Hoota angekommen tut sich dem staunenden Betrachter eine atemberaubende Wunderwelt auf. Im Schein der raffinierten Beleuchtung glänzen tausende Stalagmiten und Stalagtiten, die im Lauf der Zeit bizarre Formen angenommen haben. Mit etwas Fantasie lassen sich in den Tropfsteinen Figuren und Gestalten erkennen, ein Löwenkopf mit weit aufgerissenem Maul, eine Elefanten-Gottheit oder eine meditierende Frau.

Auf der etwa 800m langen Tour gibt es einen unterirdischen Flusslauf zu entdecken, sowie einen kleinen und großen unterirdischen See. Letzterer ist 800 Meter lang, 10 Meter breit und 15 Meter tief. Unter der dunklen, spiegelglatten Wasseroberfläche haben sich faszinierende Kreaturen, wie der blinde Höhlenfisch angesiedelt, dessen Haut komplett durchsichtig ist. In der Dunkelheit über den Köpfen der Besucher ist außerdem immer wieder das Flattern und Fiepen von Fledermäusen zu hören.

Die Besichtigung der Al Hoota Höhle erfolgt bequem auf stählernen Stegen und Treppen und dauert etwa eine Stunde. Das Fotografieren ist nur mit spezieller Genehmigung erlaubt, grundsätzlich müssen Kameras im Infocenter zurückgelassen werden.


Newsletter anmelden