Jebel Shams, Oman

Bei der Fahrt von Nizwa zum Jebel Shams über Al Hamra und Al Minthar hat man immer wieder fantastische Ausblicke, Oman - © FRASHO / franks-travelbox
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Der Gipfel des Jebel Shams, des höchsten Berges im Oman, kann ohne Bergsteiger-Erfahrung erklommen werden. Er bietet neben einer spektakulären Gebirgslandschaft auch unvergessliche Ausblicke in den „Grand Canyon des Oman“.

Der spektakuläre Jebel Shams hält mit einer Höhe von 3.009 Metern den Titel des höchsten Berges im Oman. Sein mächtiger Gipfel befindet sich im Jebel-Akhdar Gebirge etwa 240km von der omanischen Hauptstadt Muskat entfernt. Für einen Tagesauflug zum Jebel Shams ist Nizwa als Ausgangspunkt am besten geeignet.

BILDER: Jebel Shams

Anreise zum Jebel Shams

Der Gipfel des „Sonnenbergs“ kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto erklommen werden. Von Nizwa aus liegt der Jebel Shams in Richtung Al Hamra und Al Minthar und ist gut ausgeschildert. Von Nizwa weg und wieder zurück beläuft sich eine Tour auf den Jebel Shams auf etwa neun Stunden.

Tipp: Für die letzten Kilometer zum Jebel Shams ist ein Fahrzeug mit ausreichend Bodenfreiheit – optimalerweise mit 4×4 – empfehlenswert.

Besteigung des Jebel Shams

4x4 Geländewagen auf der Straße zum Jebel Shams im Hajar-Gebirge im Oman - © trabantos / Shutterstock
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Ausgangspunkt für die Besteigung des Jebel Shams ist das Wadi Nakhar, eine spektakuläre Schlucht, die auch als „Grand Canyon des Oman“ bezeichnet wird. Von hier aus führt der markierte Trekking-Pfad W6 bis nach Al Khateem, bis wohin man mit dem Auto zuerst über Asphalt und dann über eine Piste gelangt. Bereits hier tun sich überwältigende Ausblicke in das Wadi Nakhar auf, dessen zerklüftete Steilwände bis zu 1.000m in die Tiefe stürzen.

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Von Al Khateem geht es zu Fuß weiter über den Pfad W4 bis zum höchsten erreichbaren Punkt des Jebel Shams. Der Nordgipfel ist nämlich militärisches Sperrgebiet, somit ist für Zivilisten nur der etwa 20m tiefer gelegene Südgipfel zugänglich. Am Gipfel selbst gibt es nicht viel zu tun, außer die herrliche Aussicht zu genießen und massenhaft Fotos zu schießen.

Der Nordgipfel des Jebel Shams ist militärisches Sperrgebiet, somit ist für Zivilisten nur der etwa 20m tiefer gelegene Südgipfel zugänglich, Oman - © Matyas Rehak / Shutterstock
© Matyas Rehak / Shutterstock

Einheimische Ausflügler und sogar Teppichverkäufer sind allerdings immer wieder anzutreffen. Da die Höchsttemperatur auf dem Gipfel des Jebel Shams auch im Hochsommer nicht sehr viel mehr als 20°C beträgt, nutzen vor allem Familien die Möglichkeit für einen Abstecher ins Kühle.

Wer sich die Anstrengungen des Gipfelsturms ersparen möchte, kann auch auf dem Trekking-Pfad W6 bleiben und auf ihm in 2-3 Stunden den Jebel Shams umrunden. Der landschaftlich ebenso attraktive Weg führt an einem verlassenen Bergdorf und einem spektakulären Wasserfall vorbei.

Tipp: Der Abschnitt von Al Khateem auf den Gipfel des Jebel Shams kann ziemlich anspruchsvoll sein, vor allem wenn die Sonne herabbrennt. Daher am besten am Campingplatz in der Nähe von Al Khateem oder im Jebel Shams Resort nächtigen und möglichst früh am Morgen aufbrechen. So hat man den Berg in der Früh noch fast für sich und es kann auch der atemberaubende Sternenhimmel über dem Jebel Shams genossen werden.

Sonnenaufgang am Jebel Shams im Hajar-Gebirge, Oman - © Rajesh. Rajan / Shutterstock
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