Pekelmeer, Bonaire

Vor der prächtigen Kulisse der Salzfelder von Pekelmeer sind hie und da Flamingos auszumachen, die im nahe gelegenen Flamingo Sanctuary nisten, Bonaire - © James Camel / franks-travelbox
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Pekelmeer im Süden der karibischen Insel Bonaire zieht mit seinen Salzfeldern eine Vielzahl von Flamingos an. In der sehenswerten Umgebung finden sich außerdem zahlreiche Tauchspots und die so genannten „Sklavenhütten“.

Das Pekelmeer Flamingo Sanctuary liegt im Süden der karibischen Insel Bonaire und beherbergt eine der größten Flamingo-Kolonien in der westlichen Hemisphäre mit bis zu 40.000 Tieren. Ab 1968 wurden in dem Gebiet auch Salinen zur Salzgewinnung angelegt.

BILDER: Pekelmeer

 

Die weitläufigen Salzfelder im Süden Bonaires erstrecken sich über eine Fläche von 55 Hektar und schimmern in den brillantesten Farben unter der Sonne. Türkis leuchten die erst kürzlich gefluteten Salzpfannen, die bereits mit Garnelen bevölkerten Teiche schimmern in zarten Rosa- und Orangetönen und die trockengelegten Salzfelder und -dünen erstrahlen in grellem Weiß.

Fliegende Flamingos an der Südküste Bonaires - © Kjersti / Fotolia
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Auf dieser ohnehin schon prächtigen Kulisse staksen die majestätischen lachs- und orangefarbenen Flamingos in großen Gruppen durchs Wasser und laben sich an den reichlich vorhandenen Kleintieren in den Salzpfannen. Mit etwas Glück wird man Zeuge jenes Moments, an dem sich zig oder hunderte der eleganten Tiere in die Lüfte erheben und mit rauschenden Flügeln ihre Kreise ziehen – ein unvergesslicher Anblick!

Die Flamingos sind jedoch nicht die einzigen geflügelten Begleiter auf dem Weg durch das Pekelmeer Flamingo Sanctuary. Ornithologen erfreuen sich auch an Sichtungen von Fischadlern, Fregattvögeln, Reihern, Kormoranen, Regenpfeifern, Seeschwalben und anderen Seevögeln. Die Anzahl der tierischen Bewohner überwiegt in dieser einsamen Gegend eindeutig gegenüber der menschlichen.

Um die farbenprächtigen Vögel in voller Größe bewundern und fotografieren zu können, sind gute Feldstecher oder Tele-Objektive gefragt; das Schutzgebiet darf von Besuchern nicht betreten werden und die tausenden Nistplätze sind von der Straße aus nicht sichtbar.

Willemstoren Leuchtturm

Der Willemstoren Leuchtturm bei Pekelmeer an der Südspitze von Bonaire ist der älteste Leuchtturm der Insel, Bonaire - © Lila Pharao / franks-travelbox
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Als idealer Beobachtungsposten für die Vogelwelt bei Pekelmeer eignet sich der 20 Meter hohe Willemstoren Leuchtturm an der Südspitze von Bonaire. Der älteste Leuchtturm der Insel wurde am 24. August 1838, dem Geburtstag des niederländischen Königs Willem, in Betrieb genommen, nachdem die Leuchtfeuer, die von den Betreibern der Salzfelder entzündet wurden, die Schiffe nicht davon abhalten konnten, auf Grund zu laufen.

Sklavenhütten bei Pekelmeer

Die Sklavenhäuser im Süden von Bonaire mögen fast idyllisch aussehen, sind mit einer Grundfläche von etwa 2x2 Meter kaum größer als Hundehütten, Pekelmeer, Bonaire - © Lila Pharao / franks-travelbox
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Kurz nach dem Leuchtturm sind entlang der Straße weitere besondere Bauten zu finden. In den so genannten Slave Huts, Sklavenhütten lebten früher die Sklaven, die in der Umgebung und unter anderem auf den Salzfeldern arbeiteten. 1992 wurden sie im Auftrag der STINAPA restauriert. Die winzigen Häuschen sind mit einer Grundfläche von etwa 2×2 Meter kaum größer als Hundehütten und beherbergten früher bis zu drei Sklaven. Unglaublich, unter welch skandalösen Lebensbedingungen die Menschen damals gehalten wurden. Die beiden Tauch-Spots „Red Slave” und „White Slave” sind nach der jeweiligen Farbe der Sklavenhütten benannt.

Tauchen am Salt Pier

Reges Meeres-Treiben am Tauchspot „Salt Pier“ im Süden von Bonaire - © Lila Pharao / franks-travelbox
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Die Straße von Pekelmeer Richtung Norden wird noch über gut 10 Kilometer von Salzfeldern gesäumt, die in die „Witte Pan” genannten Salzpfannen münden. Hier ragt auch der als Tauchspot markierte und auf den ersten Blick wenig einladende Salt Pier ins Meer. Man darf sich allerdings vom Industrie-Anblick des Piers nicht verunsichern lassen, denn unter Wasser tummeln sich zwischen den Pfählen zahlreiche Fische und sogar Schildkröten!