Tara-Schlucht, Montenegro

Blick von der Tara-Brücke in die Tara-Schlucht, die längste und tiefste und auch die ursprünglichste Schlucht Europas, Montenegro - © FRASHO / franks-travelbox
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Die Tara-Schlucht im Norden Montenegros ist die größte Schlucht Europas. Der gleichnamige Fluss ist aufgrund seiner Wasserfälle, Stromschnellen und Kaskaden für Rafting äußerst beliebt.

Die spektakuläre Tara-Schlucht ist ein besonderes Highlight im Durmitor-Nationalpark im Norden von Montenegro. Die Tara, der längste Fluss Montenegros, hat auf einer Länge von 78km eine bis zu 1.600m tiefe Schneise in die Bergwelt gegraben. Damit ist die Tara-Schlucht nicht nur die längste und tiefste Schlucht Europas, sondern zählt auch zu den größten Canyons der Welt.

BILDER: Tara-Schlucht

Die Tara-Schlucht erleben

Die Tara-Schlucht ist nicht nur die längste und tiefste, sondern wohl auch die ursprünglichste Schlucht in ganz Europa. Es gibt mehrere Arten, den atemberaubenden Canyon zu erforschen. Grundsätzlich kann dies trockenen Fußes oder inmitten der schäumenden Gischt erfolgen.

Rafting durch die Tara-Schlucht

Mittlerweile haben sich mehrere Anbieter auf Rafting-Touren durch die Tara-Schlucht spezialisiert. Eine Fahrt auf dem wilden Fluss gehört sicherlich zu den aufregendsten Abenteuern, die man in Montenegro erleben kann. Egal ob Schlauchboot, Floß oder Kajak, wer sich in die reißenden Fluten der Tara stürzt, muss auch eine gehörige Portion Mut mitbringen. Bis zu 60m hohe Wasserfälle und zahlreiche unberechenbare Stromschnellen sind zu überwinden.

Blick von der Tara-Brücke in die Tara-Schlucht mit ihren senkrecht abfallenden Wänden, Montenegro - © FRASHO / franks-travelbox
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Die meisten Rafting-Touren starten im kleinen Örtchen Šćepan Polje nahe am Grenzübergang zu Bosnien-Herzegowina. Hier vereinigt sich die Tara inmitten einer eindrucksvollen Landschaft mit dem aus der Piva-Schlucht kommenden Wasserlauf zur bosnischen Drina. Denn auf den letzten 30km der Tara liegen die höchsten Wasserfälle, die meisten Stromschnellen und die tiefsten Regionen der Schlucht.

Die beste Zeit für Rafting auf der Tara sind die Sommermonate, wenn der Fluss nicht allzu reißend ist. Manche Stellen sind jedoch auch dann zu gefährlich, um befahren zu werden. Im April und Mai kommen die Extremsportler, die sich vom angeschwollenen Fluss mitreißen lassen. Sie benötigen dann für eine Strecke, die im Sommer zweieinhalb Stunden dauert, etwa 30 Minuten. Zu dieser Zeit passieren auch die meisten Unfälle, zur Hochsaison ist Tara-Rafting sehr sicher.

Die beste Zeit für Rafting auf der Tara sind die Sommermonate und der Herbst, wenn der Fluss nicht allzu reißend ist, Montenegro - © FRASHO / franks-travelbox
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Ist die Tara ruhig genug, lassen sich oft ganze Reihen an Touristen-Schlauchbooten den Strom hinabtreiben. Mit gutem Grund – dies ist eindeutig der beste Weg, die Tara-Schlucht zu erleben. Von Halbtages-Touren bis hin zu mehrtägigen Ausflügen ist in der Tara-Schlucht so ziemlich alles möglich. Wer genug Zeit hat, sollte sich eine Übernachtung mit Lagerfeuer am wunderschönen Tara-Ufer nicht entgehen lassen!

Tipp: Die Tara-Schlucht kann auch mit dem eigenen Kajak oder Kanu befahren werden, eine Gebühr für die Nutzung des Nationalparks muss allerdings trotzdem entrichtet werden.

Auf der Tara-Brücke

Wer sich für Rafting nicht so ganz begeistern kann, kann die Tara leider nur aus weiter Ferne beobachten. Aufgrund der senkrecht abfallenden Wände der Tara-Schlucht gibt es nur wenige Möglichkeiten, den Canyon von oben zu besichtigen.

Von der Tara-Brücke aus hat man einen spektakulären Ausblick in die Tara-Schlucht, deren Wände bis zu 1.600m in den Himmel streben, Montenegro - © FRASHO / franks-travelbox
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Die beste Möglichkeit dafür ist die Tara-Brücke. Sie wurde im Jahr 1941 erbaut und spannt sich in bis zu 150 Metern Höhe über die Tara-Schlucht. Die Tara-Brücke ist rund 350 Meter lang und 7 Meter breit.

Von der Brücke aus hat man einen spektakulären Ausblick in die Schlucht, deren Wände bis zu 1.600m in den Himmel streben. Zum Vergleich: Der weltberühmte Grand Canyon in den USA ist 1.800m tief. Spektakuläre Fotos garantiert!

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Tipp: Ganz Mutige können auf einem Stahlseil über die Taraschlucht schweben. Der Anbieter dieser „Mutprobe“ befindet sich auf der nördlichen Seite der Brücke. Es gibt Hin- und Rückfahrt über die Schlucht, d.h. man hat ein doppeltes Vergnügen.