Trastevere in Rom, Italien

Blick auf die Kirche Santa Maria in Trastevere, sie ist die älteste Marienkirche Roms und eine der ersten, in der öffentlich Gottesdienste gefeiert werden durften, Italien - © grafalex / Shutterstock
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Das Stadtviertel Trastevere liegt im Südwesten Roms jenseits des Tiber. Mit seinen schmalen Gässchen, romantischen Plätzen und altehrwürdigen Kirchen hat es sich den Charakter des alten Rom bewahrt und hält neben gemütlichen Lokalen auch einige antike Sehenswürdigkeiten bereit.

Das Stadtviertel Trastevere liegt im Südwesten der italienischen Hauptstadt Rom jenseits des Flusses Tiber. Mit seinen schmalen Gässchen, romantischen Plätzen und altehrwürdigen Kirchen hat es sich den Charakter des alten Rom bewahrt.

Ein Bummel durch „Trans Tiberim” sollte bei einem Rom-Besuch in jedem Fall eingeplant werden. Vor allem abends entfaltet sich beim Spaziergang durch die verwinkelten Straßen eine einzigartige Atmosphäre, die am besten bei einem Cocktail in einer der vielen kleinen Bars genossen werden kann.

Sehenswertes in Trastevere

Typische Straßenszenerie im Stadtviertel Trastevere in Rom, Italien - © AMB / Shutterstock
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Neben den Lokalen findet man natürlich auch in Trastevere einige historische Sehenswürdigkeiten. Die unter Papst Callixtus Anfang des 3. Jahrhunderts errichtete Santa Maria in Trastevere ist die älteste Marienkirche Roms und eine der ersten, in der öffentlich Gottesdienste gefeiert werden durften. Bemerkenswert sind das Mosaik „Maria zwischen den zehn weiblichen Heiligen” an der Außenfassade, die kunstvollen Kosmatenarbeiten des Fußbodens sowie die Mosaiken der Apsis, Meisterwerke aus dem 12. und 13. Jahrhundert.

Am Triumphbogen der Basilika San Crisogono findet man die beiden größten Porphyrsäulen Roms, in der Kapelle an der Piazza Francesco d’Assisi soll der heilige Franz von Assisi bei seinem Aufenthalt in Rom gewohnt haben.

Kirche Santa Cecilia

Die Kirche Santa Cecilia im Stadtviertel Trastevere im Südwesten der italienischen Hauptstadt Rom - © Onigiri studio / Shutterstock
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Im 5. Jahrhundert wurde die Kirche Santa Cecilia zu Ehren der frühchristlichen Märtyrerin errichtet. Die heilige Caecilia wurde als 15jähriges Mädchen aufgrund ihres Glaubens zum Tode verurteilt. Noch vor ihrer Hinrichtung sang die heutige Schutzpatronin der Musiker und Chöre ein Loblied auf den Herrn und verstummte erst, als man ihr in den Hals schnitt. Noch im Tod hatte sie die eine Hand zu einer Faust geformt und drei Finger der anderen weggestreckt, als Zeichen, dass sie an einen Gott und die Dreifaltigkeit glaubte.

Der Legende nach wurde im Jahr 1600 aufgrund von Restaurierungen ihr Grab in der Katakomben von San Callisto geöffnet und ihr angeblich unversehrter Leichnam in kostbaren Gewändern und genau dieser Haltung vorgefunden. Der Bildhauer Stefano Maderno wurde beauftragt, dieses Wunder für die Nachwelt in Stein zu meißeln. Die daraus entstandene Statue befindet sich unterhalb des Altars der Santa Cecilia. Eine Kopie der Statue schmückt den Fundort ihrer Grabstätte in den Katakomben von San Callisto.

Im 9. Jahrhundert wurde die Kirche Santa Cecilia neu gestaltet und im 12. Jahrhundert um Glockenturm und Portikus erweitert. Die Apsis schmückt ein Mosaik aus dem 9. Jahrhundert, in der Krypta sind noch die Überreste eines alten römischen Wohnhauses zu sehen.

Verlässt man Trastevere, schlägt man am besten die Richtung nach Norden ein. Entlang des Tibers windet sich eine idyllische Straße, vorbei an zahlreichen, des Nachts wunderschön beleuchteten Brücken. Am Vatikan, über dem der gewaltige Petersdom thront, vorbei gelangt man direkt zur Engelsburg, von der die Engelsbrücke wieder zurück über den Tiber ins Zentrum der Ewigen Stadt führt.