Altstadt von Nizza, Frankreich

Vieux Nice, das „alte Nizza“, zählt neben der spektakulären Nôtre Dame und der vielfältigen Museenlandschaft zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Nizza - © Kiev.Victor / Shutterstock
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Im bezaubernden Nizza, wo sich schon im 18. Jahrhundert die russische Zarenfamilie und britische Winterflüchtlinge trafen, genießen heute nicht nur die Schönen und Reichen mediterranes Flair, französische Küche und Shopping auf hohem Niveau.

Vieux Nice, das „alte Nizza“, zählt neben der spektakulären Nôtre Dame und der vielfältigen Museenlandschaft zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Nizza. Verwinkelte Gassen, pastellfarbene Wohnhäuser mit gut erhaltenen historischen Fassaden, hochwertige Shops und Boutiquen und weite Plätze mit gemütlichen Cafés und Restaurants machen einen Spaziergang durch Nizzas Altstadt zu einer Entdeckungstour der besonderen Art.

BILDER: Altstadt von Nizza

 

Da die Häuser zum größten Teil fünfstöckig sind, ist immer ausreichend Schatten vorhanden, sodass es auch im Hochsommer in den charmanten Gässchen nicht drückend heiß wird. Allerdings verliert man zwischen den hohen Fassaden auch schnell die Orientierung und so empfiehlt sich zuvor ein Besuch des Burgbergs „Colline du Château“, um sich dank herrlichem Ausblick auch einen ersten Überblick über Vieux Nice zu verschaffen. Bevor man in das Gassengewirr der Altstadt vorstößt, sollte man sich auch einen Besuch des malerischen Hafens von Nizza nicht entgehen lassen.

Bevor man in das Gassengewirr der Altstadt vorstößt, sollte man sich auch einen Besuch des malerischen Hafens von Nizza nicht entgehen lassen, Frankreich - © Andre Nantel / Shutterstock
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Tipp: Ein Stadtplan ist kaum nötig, an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Nizza kommt man automatisch vorbei. Lassen Sie sich einfach treiben und heben Sie hin und wieder den Blick, um die herrlichen Pastellfarben der Altstadt-Häuser nicht zu verpassen.

Obwohl Nizza als Treffpunkt der Schönen und Reichen gilt, ist die Altstadt noch volkstümlich geblieben und kann teilweise auch ihre ärmlichen Verhältnisse nicht verbergen.

Place Garibaldi

Der Place Garibaldi im Norden der Altstadt ist nicht nur einer der schönsten Plätze von Nizza, sondern auch der ideale Ausgangspunkt für die Entdeckung von Vieux Nice. Der Platz wurde Ende des 18. Jahrhunderts angelegt und markierte damals von der Straße nach Turin den Eingang zur Stadt. 1870 erhielt er den Namen des italienischen Guerilla-Kämpfers Guiseppe Garibaldi, der in Nizza geboren wurde. Seine Statue ziert in der Mitte des Platzes. Dahinter imponiert die Fassade der Saint-Sépulcre-Kapelle mit einem neoklassizistisch-barocken Stilmix.

Eine Statue von Guiseppe Garibaldi thront am Place Garibaldi in Nizza vor der imposanten Fassade der Saint-Sépulcre-Kapelle, Frankreich - © muharremz / Shutterstock
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MAMAC und Théâtre National de Nice

Gleich neben dem Place Garibaldi an der Promenade des Arts liegt das Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain (MAMAC), das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst von Nizza. Das im Juni 1990 eröffnete Museum stellt anhand von rund 400 Werken die Kunst der 1960er-Jahre bis heute dar. Hinter der schmucken Fassade aus Carrera-Marmor verbergen sich Arbeiten von Yves Klein, Christo, Niki de Saint Phalle, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Kenneth Noland oder Frank Stella.

An der Promenade des Arts thront das Nationaltheater von Nizza, welches im Dezember 1989 eröffnet wurde, Frankreich - © Lucian Milasan / Shutterstock
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Auf der anderen Seite der Promenade des Arts thront das Nationaltheater von Nizza, welches im Dezember 1989 eröffnet wurde und in zwei Sälen Platz für 900 bzw. 300 Zuschauer bietet.

Place Rosetti und Cathédral Sainte-Réparate

Nahezu unvermutet weiten sich die engen Gassen plötzlich zum Place Rosetti, der vor allem wegen der schmucken Cathédral Sainte-Réparate einen Anziehungspunkt für Touristen darstellt. Die Kathedrale wurde 1699 nach 49jähriger Bauzeit geweiht und 1750 um den markanten, freistehenden Glockenturm ergänzt.

Die schmucke Cathédral Sainte-Réparate am Place Rosetti in Nizza, Frankreich, wurde 1699 geweiht und 1750 um den markanten, freistehenden Glockenturm ergänzt - © Kiev.Victor / Shutterstock
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Wandfresken, Buntglasfenster und zehn hübsche Kapellen sind im Inneren zu besichtigen. 1906 wurde die Kathedrale zu einem „monument historique“ erklärt. Zahlreiche Cafés, die ihre Tische zum Teil direkt neben der Kathedrale platziert haben, laden ein, vom Sightseeing zu pausieren und das lebhafte Treiben auf dem Platz zu beobachten.

Tipp: In Nizza unbedingt eine traditionelle „Socca“ probieren. Diese Fladen mit bis zu einem Meter Durchmesser erinnern an italienische Pizzen, bestehen jedoch aus Kichererbsenmehl und haben sich vom Arme-Leute-Essen zu einer regionalen Spezialität entwickelt.

Place Masséna

Über die Rue de la Préfecture führt der Weg vom Place Rosetti über den Place du Palais de Justice bis zur Promenade du Paillon und weiter zum herrlichen Place Masséna, dem wohl schönsten Platz von Nizza.

Der Place Masséna mit dem malerischen Fontaine du Soleil in der Mitte ist der wohl schönste Platz in der Altstadt von Nizza, Frankreich - © anshar / Shutterstock
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Gesäumt von roten Gebäuden im italienischen Stil und mit Palmen und Pinien begrünt ist der Platz ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher. In der Mitte thront der malerische „Fontaine du Soleil“, dessen 7m hohe Apollo-Statue von Mars, Venus, Merkur und Saturn aus der römischen Mythologie umgeben ist.

Seit durch die Anbindung an die Straßenbahn der Verkehr verbannt wurde, hat der Place Masséna sein typisch mediterranes Flair wieder erhalten. Im Sommer finden hier Freiluftkonzerte, traditionelle Veranstaltungen und Festivals statt.

Avenue Jean Médecin – Shopping an 7 Tagen die Woche

Am Place Masséna beginnt mit der Avenue Jean Médecin die berühmteste Einkaufsmeile von Nizza. Neben großen Einkaufshäusern und Modeketten wie den Galeries Lafayette, H&M oder Zara sind hier auch ausgefallen Boutiquen, wie zum Beispiel das afrikanische Akwaba, zu finden. In der Sommersaison haben die Shops auch am Sonntag geöffnet, dem uneingeschränktem Shopping-Vergnügen von Erinnerungen für sich selbst oder Souvenirs zum Verschenken steht also nichts im Wege.

Tipp: Wer hier schon einmal unterwegs ist, sollte gleich den Weg aus der Altstadt hinaus bis zur eindrucksvollen Kathedrale Nôtre Dame de Nice auf sich nehmen.

Vom Place Masséna führt der weitere Weg am Rande der Altstadt über die Avenue du Verdon durch den Park mit dem Théâtre de Verdure zur Promenade des Anglais.

Promenade des Anglais

Die herrliche Uferstraße ist eines der inoffiziellen Wahrzeichen von Nizza. Gesäumt von einladenden Lokalen und luxuriösen Hotels führt die Promenade gemeinsam mit dem Quai des Ètats-Unis bis zum Burgberg am 7km langen Sandstrand von Nizza entlang.

Die „Promenade der Engländer“ in der Altstadt von Nizza hat ihren Namen den englischen Besuchern des 18. Jahrhunderts zu verdanken, Frankreich - © Alexander Tihonov / Shutterstock
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Die „Promenade der Engländer“ hat ihren Namen den englischen Besuchern zu verdanken, die das traumhafte Stückchen der Côte d’Azur bereits im 18. Jahrhundert wegen seines beständigen mediterranen Klimas zu schätzen wussten. Sie waren es auch, die damals den Bau der Uferstraße forcierten. Heute trifft man sich hier nach wie vor unter Palmen, um das fantastische Panorama zu genießen und die Seele baumeln zu lassen.

Touristen treffen sich an der Promenade des Anglais in Nizza, um das Panorama zu genießen und die Seele baumeln zu lassen, Frankreich - © FloridaStock / Shutterstock
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Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten an der Promenade des Anglais zählen die Oper von Nizza, der Marché aux Fleurs, der Parc Phoenix mit dem Museum für asiatische Kunst und das Hotel Negresco.

Tipp: Am Hafen und an der Promenade des Anglais findet man die höchste Dichte an Essgelegenheiten, vom teuren Feinschmeckerlokal bis zu gegrillten Sardinen vom Stand. Wer das Nachtleben Nizzas sucht, ist hier ebenfalls richtig.

Oper von Nizza

Als Heimat des Ballet Nice Méditerrannée und der Philharmoniker von Nizza bietet das Opernhaus von Nizza nicht nur Opern, sondern auch Ballettvorstellungen und klassische Konzerte.

In der Oper von Nizza waren bereits große Persönlichkeiten wie König Victor Emmanuel II., Napoleon Bonaparte oder Russlands Zar Alexander II. zu Gast, Frankreich - © Veniamin Kraskov / Shutterstock
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Große Persönlichkeiten wie König Victor Emmanuel II., Napoleon Bonaparte, Russlands Zar Alexander II. und der Bayrische Herzog Ludwig II waren hier bereits zu Gast. Als Napoleon die Oper besuchte, wurde das Orchester von Johann Strauß höchstpersönlich dirigiert. Ihr heutiges Erscheinungsbild an der Promenade des Anglais stammt aus dem Jahr 1885, als die Oper nach einem Großbrand fast komplett wieder aufgebaut werden musste.

Parc Pheonix und Museum für asiatische Kunst

Der Parc Phoenix von Nizza beherbergt auf einer Fläche von rund 7 Hektar über 2000 verschiedene Pflanzenarten und stellt diese teils in ihrer natürlichen Umgebung dar. Seit 1998 beherbergt der botanische Erlebnispark außerdem das Museum für asiatische Kunst, dessen eindrucksvolles Gebäude vom japanischen Architekten Kenzō Tange entworfen wurde.

Shoppen in Nizzas Altstadt

Die liebliche Altstadt zwischen dem Burgberg, dem „Colline du Château“, und dem Fluss Le Paillon wird oft als größte Freiluftverkaufsfläche an der Côte d’Azur bezeichnet. An jeder Ecke finden sich Stände mit handgemachten Seifen, feinen Textilien oder kunstvollen Gemälden regionaler Künstler und einheimische Händler bieten an diversen Märkten frisches Obst und Gemüse, exotische Gewürze, leckere Pasta und bunte Blumen feil.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des MAMAC (englisch)
Offizielle Website des Théâtre National de Nice (englisch)
Offizielle Website der Oper von Nizza (englisch)

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