Mount Kenya Nationalpark, Kenia

Sonnenuntergang im Mount Kenya Nationalpark, Kenia - © Deborah Benbrook / Shutterstock
© Deborah Benbrook / Shutterstock

Der Mount Kenya Nationalpark umfasst den zweithöchsten Berg Afrikas und beherbergt in seiner grünen Oase mitten in der Trockensavanne Kenias eine atemberaubende Tier- und Pflanzenwelt.

Der Mount Kenya Nationalpark befindet sich im Zentrum von Kenia etwa 170km nördlich von Nairobi und umfasst das gewaltige Bergmassiv des Mount Kenya. 1978 wurde die Region um den Mount Kenya von der UNESCO zum Biosphären-Reservat und 1997 gemeinsam mit dem Waldreservat in der Umgebung zum Weltnaturerbe erklärt.

Der Mount Kenya Nationalpark ist leicht mit dem Auto zu erreichen, rund um den Nationalpark liegen einige Siedlungen, die gut beschildert sind, die größten sind Nyeri im Westen, Nanyuki im Nordwesten, Embu im Südosten und Meru im Nordosten. Der nächste Flughafen liegt in Nanyuki. Der Mount Kenya Nationalpark ist über sechs verschiedene Eingänge zugänglich und bietet innerhalb seiner Grenzen zwei Gästehäuser und einige Campingplätze als Unterkunft an.

Der Mount Kenya Nationalpark wurde im Jahr 1949 gegründet und umfasst eine Fläche von gut 270km². Er schützt die atemberaubende Landschaft und die Flora und Fauna des gewaltigen Bergmassivs, die zumeist über einer Seehöhe von 3.000m liegen. Die Schönheit des Panoramas sowie die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt fördern den Tourismus.

Die Tierwelt, die im Mount Kenya Nationalpark anzutreffen ist reicht von afrikanischen Elefanten, Buschböcken und Antilopen über Leoparden, Hyänen und Nashörnern bis hin zu kleineren Spezies, wie den Mungo, den Baum- und Klippschliefer oder den Waldigel. Zu den Säugetieren kommen noch etwa 130 verschiedene Vogelarten hinzu, die die luftigen Höhen um den Mount Kenya bevölkern.

Mächtiger Mount Kenya

Das Highlight des Besuchs des Mount Kenya Nationalpark ist sicherlich die Besteigung seines Namensgebers. Der Mount Kenya ist mit einer Höhe von 5.200m nach dem Kilimandscharo der zweithöchste Gipfel Afrikas. Die Einheimischen nennen ihn Kinyaa, „leuchtender Berg”, wovon sich auch die Staatsbezeichnung Kenias ableitete. Die häufigen Niederschläge an seinen gewaltigen Flanken erlaubten sogar die Bildung von tropischem Regenwald mitten in Ostafrika, was den Mount Kenya zu einer atemberaubenden grünen Insel in der sonst trockenen Steppe Kenias macht, auf der sich tropische Pflanzen zu ungewöhnlichen Ausmaßen entwickeln.

Auch sein Erscheinungsbild ist absolut überwältigend und zählt zu den eindrucksvollsten Szenerien Ostafrikas. Üppig grüne Wälder gehen über in afro-alpine Moorlandschaften, die schließlich in einer von Gletscher zerklüfteten Hochgebirgsregion mit glasklaren Bergseen in ehemaligen Vulkankratern enden. Erstarrte Lavaströme, spitzzackige Gipfel und turmhohe Felsformationen zeugen noch von der vulkanischen Vergangenheit des Mount Kenya.

Wer sich nicht gern in luftige Höhen wagt, sollte den Mount Kenya Nationalpark trotzdem nicht verschmähen. Am Fuß des Mount Kenya sind an die 30 verschiedene Wanderwege ausgeschildert, die durch die ganz eigene Welt des üppigen afroalpinen Regenwald führen.

Weiterführende Links:

Eintrittspreise zu Kenias Nationalparks (englisch)