Mount Kenya Nationalpark, Kenia

Der Mount Kenya ist Kenias höchster Berg und wichtigste Wasserquelle. Zu seinen Füßen breitet sich der Mount Kenya Nationalpark aus, ein einmaliges Wanderparadies zwischen tropischem Regenwald und Hochgebirge.

Der Mount Kenya ist mit einer Höhe von 5.200m der höchste Berg Kenias und nach dem Kilimandscharo der zweithöchste Berg Afrikas. Damit hat er sich einen fixen Platz auf unserer Liste der Top 10 Sehenswürdigkeiten von Kenia verdient.

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Der Mount Kenya liegt im Zentrum von Kenia und ist vom Mount Kenya Nationalpark umgeben, einem unserer 10 schönsten Nationalparks von Kenia. Dieser wurde aufgrund seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt an den üppig grünen Hängen des Mount Kenya 1997 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Den Status eines Biosphären-Reservats hat der Mount Kenya schon seit 1978.

Der Mount Kenya Nationalpark wurde im Jahr 1949 gegründet und umfasst eine Fläche von gut 270km². Er schützt die atemberaubende Landschaft und die Flora und Fauna des gewaltigen Bergmassivs, die zumeist über einer Seehöhe von 3.000m liegen. Die Schönheit des Panoramas sowie die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt fördern den Tourismus.

Mächtiger Mount Kenya

Der 5.200m hohe Mount Kenya kurz vor Sonnenuntergang, Kenia - © Jiri Haureljuk / Shutterstock
© Jiri Haureljuk / Shutterstock

Das gewaltige Massiv stellt das wichtigste Wasserreservoir Kenias dar. Durch seine Höhe sammeln sich oft Wolken an seiner Flanke, die häufiger abregnen, als sonst wo in Kenia. Die Hälfte der Wasserversorgung des Landes und 70% des durch Wasserkraft erzeugten Stroms stammen von den Flüssen des Mount Kenya.

Die häufigen Niederschläge an seinen gewaltigen Flanken erlaubten sogar die Bildung von tropischem Regenwald mitten in Ostafrika, was den Mount Kenya zu einer atemberaubenden grünen Insel in der sonst trockenen Steppe Kenias macht, auf der sich tropische Pflanzen zu ungewöhnlichen Ausmaßen entwickeln.

Auch sein Erscheinungsbild ist absolut überwältigend und zählt zu den eindrucksvollsten Szenerien Ostafrikas. Üppig grüne Wälder gehen über in afro-alpine Moorlandschaften, die schließlich in einer von Gletscher zerklüfteten Hochgebirgsregion mit glasklaren Bergseen in ehemaligen Vulkankratern enden. Erstarrte Lavaströme, spitzzackige Gipfel und turmhohe Felsformationen zeugen noch von der vulkanischen Vergangenheit des Mount Kenya.

Wie kommt man am besten in den Mount Kenya Nationalpark?

Der Mount Kenya Nationalpark ist leicht mit dem Auto zu erreichen. Rund um den Nationalpark liegen einige Siedlungen, die gut beschildert sind, die größten sind Nyeri im Westen, Nanyuki im Nordwesten, Embu im Südosten und Meru im Nordosten. Der nächste Flughafen liegt in Nanyuki.

Der Mount Kenya Nationalpark ist über sechs verschiedene Eingänge zugänglich und bietet innerhalb seiner Grenzen zwei Gästehäuser und einige Campingplätze als Unterkunft an.

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Tierwelt im Mount Kenya Nationalpark

Leoparden, Elefanten und Nashörner zählen zu den größten Tieren im Mount Kenya Nationalpark
© Dennis Donohue / Shutterstock

Die Tierwelt, die im Mount Kenya Nationalpark anzutreffen ist reicht von afrikanischen Elefanten, Buschböcken und Antilopen über Leoparden, Hyänen und Nashörnern bis hin zu kleineren Spezies, wie den Mungo, den Baum- und Klippschliefer oder den Waldigel. Zu den Säugetieren kommen noch etwa 130 verschiedene Vogelarten hinzu, die die luftigen Höhen um den Mount Kenya bevölkern.

Besteigung des Mount Kenya – Von tropischer Hitze ins ewige Eis

Blick auf den Mount Kenya, der mit einer Höhe von 5.200m der höchste Berg Kenias und nach dem Kilimandscharo der zweithöchste Berg Afrikas ist, Kenia - © spirit of america / Shutterstock
© spirit of america / Shutterstock

Das Highlight des Besuchs des Mount Kenya Nationalpark ist sicherlich die Besteigung seines Namensgebers. Der Mount Kenya ist mit einer Höhe von 5.200m nach dem Kilimandscharo der zweithöchste Gipfel Afrikas. Die Einheimischen nennen ihn Kinyaa, „leuchtender Berg“, wovon sich auch die Staatsbezeichnung Kenias ableitete.

Schnee am Äquator

Das Zentrum des Mount-Kenya-Massivs liegt etwa 15km südlich des Äquators, eine Besteigung des Mount Kenya gleicht damit einer fantastischen Reise von Afrikas tropischen Temperaturen in eine hochalpine Gesteinslandschaft mit ewigem Schnee und Eis.

Insgesamt befinden sich auf dem Mount Kenya acht Gletscher, von denen Gregory und Lewis die größten sind. Dem Missionar, Ludwig Krapf, der im Jahr 1849 von Schnee am Äquator berichtete, wollte man zuerst keinen so rechten Glauben schenken. Erst 33 Jahre später wurde sein Bericht durch den schottischen Afrikaforscher Joseph Thomson bestätigt.

Die Erstbesteigung des Mount Kenya erfolgte 17 Jahre später durch Sir Halford Mackinder, der die schroffen Gipfel des Massivs nach einer berühmten Medizinmann-Familie der Massai benannte: Mbatiang, Neilieng und Olonana.

Routen auf den Mount Kenya

Für Aufstiege auf der Südseite bieten sich wettermäßig die Monate Januar und Februar an, auf der Nordseite sind August und September am trockensten. Generell muss man sich in den niederen Lagen auf tropischer Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit und in den höheren Regionen auf eisig-feuchte Kälte einstellen. Da es im Mount Kenya Nationalpark durchschnittlich 200 Tage im Jahr regnet, ist auch mit Niederschlägen zu rechnen.

Die Besteigung des Mount Kenya kann vergleichsweise einfach bewältigt werden, gute Kondition und Bergwander-Erfahrung vorausgesetzt. Wer die höchsten Gipfel des Mount Kenya erklimmen möchte, muss einige Passagen klettern, kann aber bereits auf eine Höhe von 3.000m mit dem Auto vorfahren.

Die beliebtesten Routen auf den Mount Kenya sind die Naro Moru-Route und die Chogoria-Route, die im jeweiligen gleichnamigen Ort starten und in zahlreichen Reiseführern penibel beschrieben sind.

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Aufgrund des großen Höhen- und Temperaturunterschieds sind 5-6 Übernachtungen am Mount Kenya zu empfehlen, um sich auf dieser Wanderung der Extreme in Ruhe an die wechselnden Bedingungen zu gewöhnen. Camps und Lodges stehen dafür ausreichend zur Verfügung. Am Ziel angekommen bieten sich unvergessliche Rundblicke über die fruchtbaren Ebenen und die weitläufigen Trockensavannen Kenias.

Die Tücken des Mount Kenya

Der Mount Kenya kann mit oder – kostengünstiger – ohne Führung erklommen werden, man sollte jedoch immer mindestens zu zweit auf den Berg gehen. Die Ausrüstung muss man zwar selber schleppen, dafür ist man automatisch nicht zu schnell unterwegs.

Der Mount Kenya ist trotz seiner geringeren Höhe um einiges schwieriger zu besteigen als der um fast 700m höhere Kilimandscharo. Die beiden höchsten Gipfel, heute Batian und Nelion genannt, können nur von erfahrenen Bergsteigern mit entsprechender Ausrüstung bezwungen werden. Heimtückische Gletscherfelder und steile Felswände bringen Kletterunerfahrene bald an ihre Grenzen.

Die Besteigung des dritthöchsten Gipfels, dem Lenana mit 4.985m, gleicht einer anstrengenden Hochgebirgstour und kann von Trekking-erprobten Wanderern mit ausreichend Kondition bewältigt werden. Die Herausforderung stellen hier steile Pfade und Schneefelder, aber keine Freikletter-Passagen dar. Wetterfeste Kleidung, Bergschuhe, ausreichend Wasser und Verpflegung sowie Zelt und Schlafsack sind auf dieser Alpinwanderung absolut notwendig.

Touren inklusive Führer und Träger können neben den großen internationalen Anbietern auch direkt in Nanyuki in den meisten Hotels gebucht werden, was meist eine Ersparnis von bis zu 50% bedeutet. Auch innerhalb der lokalen Anbieter gibt es noch Preisunterschiede.

Tipp: Wer sich nicht gern in luftige Höhen wagt, sollte den Mount Kenya Nationalpark trotzdem nicht verschmähen. Am Fuß des Mount Kenya sind an die 30 verschiedene Wanderwege ausgeschildert, die durch die ganz eigene Welt des üppigen afroalpinen Regenwald führen.

Weiterführende Links:

Eintrittspreise zu Kenias Nationalparks
Reisebericht einer Mount Kenya Besteigung

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