Samburu-Nationalpark, Kenia

Typische afrikanische Landschaft mit roter Erde und Schirmakazien - hier im Samburu Nationalpark in Kenia - © Piotr Gatlik / Shutterstock
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Der Samburu-Nationalpark im Norden Kenias kann das ganze Jahr über besucht werden und hat neben einer großen Population an Wildtieren und einer ausgezeichneten Infrastruktur auch zwei tierische Stars zu bieten.

Der Samburu-Nationalpark im trockenen Norden Kenias ist zwar nicht so bekannt wie zum Beispiel die Masai Mara im Süden oder der Lake Nakuru Nationalpark im Südwesten des Landes, dafür aber mindestens so artenreich. Vor allem Büffel und Nashörner sind hier zu Hauf anzutreffen.

Flora und Fauna im Samburu-Nationalpark

In den Niederungen des Great Rift Valley gelegen kann der 165km² große Nationalpark mit einer vielfältigen Flora und Fauna aufwarten. Die vorherrschende Vegetation im Samburu-Nationalpark ist dorniges Buschland und flache Grassteppen, aus denen Akazien und kleine Palmen ragen.

Ein Elefant durchquert den Uaso Nyiro-Fluss, die Lebensader des Samburu-Nationalparks im Norden Kenias - © Attila JANDI / Shutterstock
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Höhere Bäume gibt es einzig am Flusslauf des Uaso Nyiro („braunes Wasser”, auch Ewaso Ngiro geschrieben), der sich wie ein smaragdgrünes Band durch das Reservat zieht. Dazwischen tummeln sich alle großen afrikanischen Wildtiere, die man sich nur vorstellen kann. Zebras, Giraffen, darunter die auffällig gefärbten Netzgiraffen, Oryx-Antilopen, Kudus, Hyänen, Strauße, Wildhunde, Nilkrokodile, Elefanten, Löwen, Geparden, Leoparden, Büffel und Nashörner, um nur einige zu nennen. Afrikas „Big Five” sind somit alle vertreten.

Im Samburu Nationalpark in Kenia ist die Chance größer als sonst wo, sogar die scheuen Leoparden anzutreffen, da sie jahrelang mit Ködern angelockt wurden - © Dennis Donohue / Shutterstock
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Die Chance, einen Leoparden anzutreffen ist im Samburu-Nationalpark sogar größer als anderswo, da die scheuen Tiere jahrelang mit Ködern angelockt wurden. Die Lüfte werden von über 450 verschiedenen Vogelarten beherrscht, darunter Weißkopfgeier, Marabu, Bienenfresser, Raubadler, Gaukler und der Sekretärsvogel.

Der Sekretär mit dem charakteristischen Kopfschmuck, die an Schreibfedern erinnern, ist im Samburu-Nationalpark in Kenia zu finden - © Ludmila Yilmaz / Shutterstock
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Berühmte Löwinnen im Samburu-Nationalpark

Zwei Löwinnen aus dem Samburu-Nationalpark wurden durch ihre unglaubliche Geschichte weltberühmt.

Da war erstens Elsa, ein verwaistes Löwenbaby, das von George und Joy Adamson großgezogen, auf ein Leben in der Wildnis vorbereit und schließlich freigelassen wurde. Die beiden Bestseller „Born free” und „Living Free”, die auch verfilmt wurden, brachten der Löwendame weltweite Bekanntschaft ein.

Der zweite tierische Star aus dem Samburu-Nationalpark ist die Löwin Kamunyak, die dafür bekannt war, junge Oryx-Antilopen zu „adoptieren” und sie gegen andere Raubtiere zu verteidigen. Ihre Geschichte wurde unter dem Titel „Heart of a Lioness” in BBC ausgestrahlt. Zuletzt gesehen wurde Kamunyak („die Gesegnete”) im Jahr 2004.


Volk der Samburu

Der Samburu-Nationalpark hat seine Bezeichnung vom gleichnamigen Volk, einem Unterstamm der Massai, der um die Grenzen des Nationalparks lebt. Auch die Samburu spielen für den Tourismus eine große Rolle und führen Besucher mit Zeremonien, Tänzen, Handwerksmärkten und traditionellen Mahlzeiten in ihre schillernde Kultur ein.

Besuch des Samburu-Nationalparks

Der Samburu Nationalpark kann das ganze Jahr über besucht werden, die jährlichen Durchschnittstemperaturen bewegen sich zwischen 30°C und 20°C mit heißen, trockenen Tagen und kühlen Nächten. Den meisten Regen gibt es um April und November. Von Mai bis Oktober sind die meisten Tiere an den Wasserstellen anzutreffen.

Eine Herde Impala-Antilopen grast friedlich im Samburu-Nationalpark, Kenia - © Anna Omelchenko / Shutterstock
© Anna Omelchenko / Shutterstock

Der Samburu-Nationalpark kann über die gut befestigten Straßenverbindungen von Nairobi über Isiolo nach Marsabit oder von Maralal über Wamba nach Isolo erreicht werden. 1962 wurde das Wildreservat vom 1948 gegründeten Marsabit-Reservat getrennt und eigens unter Schutz gestellt.

Die Einfahrt erfolgt durch die beiden Tore Ngare Mare und Buffalo Springs. Übernachtungen im Nationalpark sind möglich, es gibt sowohl private und öffentliche Camps als auch Lodges (z.B. Samburu Lodge, Samburu Heritage, Larsen’s Luxurious Tented Camp). Die größte ist die Samburu Lodge mit 120 Betten. Auch außerhalb der Nationalpark-Grenzen stehen die Lodges Maralal, Yare Safari und Desert rose, sowie das Sarara Camp, Kitich Camp und der Umoja Campingplatz zur Verfügung.

Highlights im Samburu-Nationalpark

Im Samburu-Nationalpark ist der größte Urwald Kenias zu finden, ebenso wie zwei idyllische Seen. Der Lake Lokipi ist bevorzugter Brut- und Futterplatz von Flamingos und Heimat unzähliger Reptilien und der Lake Turkana, der auch unter der Bezeichnung „Jade-See” bekannt ist. Neben den Seen ist der Uaso Nyiro-Fluss eine bedeutende Süßwasserquelle für Kenias Wildtiere.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Samburu-Nationalparks (englisch)