Amboseli-Nationalpark, Kenia

Der Amboseli-Nationalpark in Kenia am Fuß des Kilimandscharo ist der beste Ort, um Elefanten in ihren völlig natürlichen Famlienbündnissen zu beobachten - © Graeme Shannon/Shutterstock
© Graeme Shannon/Shutterstock

Die einzigartige Mischung aus Trockensavanne und Sumpflandschaft und die Abwesenheit von Wilderern ließ im kleinen Amboseli-Nationalpark im Süden Kenias eine völlig unberührte Tierwelt entstehen, die aufgrund des geringen Baumbestands ideal beobachtet werden kann.

Der Amboseli-Nationalpark liegt im Süden Kenias an der Grenze zu Tansania – auf den Kilimandscharo, Afrikas höchsten Berg, bietet der Nationalpark spektakuläre Aussichten. Der Nationalpark wurde 1974 gegründet und 1971 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Nach der Masai Mara ist der Amboseli-Nationalpark das meistbesuchte Naturschutzgebiet Kenias.

Der nur 390km2 große Nationalpark wird das ganze Jahr über von Wildhütern und Wissenschaftlern bewacht, wodurch sich die Tierwelt in aller Ruhe entwickeln kann. Meist reicht ein Wochenende, um den Amboseli-Nationalpark zu erkunden. Aufgrund der Trockenheit wachsen im Nationalpark kaum Bäume, wodurch die Wildtiere ideal beobachtet werden können.

Flora und Fauna im Amboseli-Nationalpark

Der Amboseli-Nationalpark liegt im Gebiet der Massai, die keine fremden Jäger auf ihrem Land dulden. Aus diesem Grund gibt es im Amboseli-Nationalpark so gut wie keine Wilderei, wodurch vor allem der Bestand der Elefantenherden nie beeinträchtigt war und sich die Familienbande der Elefanten über viele Jahre entwickeln konnten. Der Amboseli-Nationalpark ist daher die erste Adresse für Naturwissenschaftler, die das Verhalten der grauen Riesen erforschen. 1972 wurde das Amboseli Elephant Research Project gegründet. Neben den Elefanten zählen Gnus, Zebras, Gazellen, Impalas, Spitzmaulnashörner, Schakale, Löwen, Geparden, Hyänen, Wildhunde und über 400 Vogelarten, darunter knapp 50 Raubvögel, zu den Bewohnern des Amboseli-Nationalparks.

Eine Löwin und ihr Junges überqueren eine Straße im Amboseli-Nationalpark in Kenia - © Karel Gallas / Shutterstock
© Karel Gallas / Shutterstock

Der Lebensraum der Wildtiere im Amboseli-Nationalpark besteht zum Großteil aus vereinzelten Akazienwäldern und ausgedörrten Savannen. Knapp die Hälfte des Nationalparks ist vom Amboseli-See bedeckt, der jedoch die meiste Zeit des Jahres eine ausgetrocknete Ebene mit salzigem Boden ist. Doch im Gegensatz dazu entstand durch die unterirdischen Schmelzwasserbäche des Kilimandscharo auch eine Sumpflandschaft, an dem Papyrus wächst und sich Elefanten und Flusspferde im Schlamm suhlen.

Besuch des Amboseli-Nationalparks

Der Amboseli-Nationalpark hat eine eigene Landepiste und kann mit Kleinflugzeugen erreicht werden. Wer mit dem Auto unterwegs ist, durchfährt das Namanga-Tor im Nordwesten, das Lembeiboti-Tor im Norden und das Kimana-Tor im Osten. Von Nairobi erreicht man den Nationalpark nach knapp 250 Kilometern und etwa 2,5 Autostunden auf gut befestigten Straßen.

Ein typisches Massai-Dorf im Amboseli-Nationalpark im Süden Kenias - © Ferderic B / Shutterstock
© Ferderic B / Shutterstock

Innerhalb des Parks kann man in Gästehäusern oder am Campingplatz übernachten. Abseits der Wege könnte man den Nationalpark zwar mit einem Geländewagen erkunden, dies stört jedoch die Tiere massiv und ist strikt verboten!

Neben der Wildtier-Beobachtung kann man im Amboseli-Nationalpark auch das Volk der Massai kennenlernen und die stolzen Ureinwohner in ihren traditionellen Dörfern besuchen.

Tipp: Die großen Massai stellen mit ihren schlanken Körpern, dem roten Haar und bunter Kleidung das perfekte Model für ein typisch afrikanisches Fotomotiv dar. Bevor man jedoch ein Foto schießt, unbedingt um Erlaubnis fragen!

Weiterführende Links:

Info über den Amboseli-Nationalpark vom Kenya Wildlife Service (englisch)
Offizielle Website der Elefantenforschung im Amboseli-Nationalpark (englisch)