Gourmeturlaub – Diese Regionen sollte jeder Feinschmecker kennen

Köstliche Gerichte gibt es auf der ganzen Welt - © kritchanut / stock.adobe.com
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Dass es in Italien und Frankreich besonders köstliche Gerichte gibt, ist weithin bekannt. Doch welche anderen Regionen in Europa und darüber hinaus sind für Feinschmecker interessant? Nachfolgend eine Übersicht über attraktive Reiseziele, die neben vielen Sehenswürdigkeiten auch kulinarische Highlights bieten.

Den spanischen Norden verkosten

Im spanischen Norden gibt es nicht nur den besten Orangensaft, sondern zum Beispiel auch köstliche Tapas und die landestypische Paella. Feinschmecker können  unverfälschte Gerichte ausprobieren, günstige Sangria genießen und zwischendurch am Strand verdauen oder zum Beispiel in Bilbao das berühmte Guggenheim-Museum besichtigen.

Auch Wein wird im spanischen Nordosten in Hülle und Fülle angebaut. Besonders Weine wie Montsant oder Priorat sind ein Markenzeichen der Region. Darüber hinaus bietet sich die Gegend für Fahrradtouren durch sanfte Hügel an. Wer gern Klöster, Weinkellereien und natürlich die wunderschöne Stadt Barcelona besichtigen möchte, ist im Norden Spaniens genau richtig.

Portwein in Porto genießen

Wenn wir schon bei edlen Tropfen sind, darf auch die portugiesische Küstenstadt Porto nicht fehlen. Urlauber können im Stadtteil Boavista ganz besonders gut essen und den Blick über die Altstadt in Ribeira genießen, während es den Portwein an jeder Ecke gibt. Kenner sollten im Osten von Porto die Weinanbauregion Douro besuchen, um mehr über den Herstellungsprozess von Portwein zu erfahren. Dort gibt es verschiedene Winzereien, die Touren und Verkostungen anbieten.

Der Mercado dos Lavradores („Bauernmarkt“) von Funchal ist für jeden Funchal-Besucher ein absolutes Muss, Portugal - © artur / Shutterstock
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Weitere Spezialitäten in Porto sind würziger Käse und Räucherfleisch, die beide hervorragend zu einem Glas Portwein passen. Besucher sollten in der Region Trás-os-Montes Vorräte einkaufen, die ausreichen, um die Zeit bis zur nächsten Reise nach Porto zu überbrücken. Außerdem eignen sich die Delikatessen wunderbar als Mitbringsel.

Sterne-Restaurants in der ganzen Welt besuchen

Neben den Weinanbauregionen ist für Feinschmecker natürlich die Anzahl der Michelin-Star-prämierten Restaurants in einer Stadt ein guter Grund für eine Reise. Dementsprechend bieten sich innerhalb Europas die folgenden Städte für eine Gourmet-Reise an:

Die meisten Sternerestaurants finden sich allerdings in Tokio. Wer es sich also leisten kann, eine längere Reise zu planen, ist im fernen Osten genau richtig aufgehoben.

Der Skytree in Tokio, Japan - © skyearth / Shutterstock
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Wichtig ist hierbei auch, dass Reisende gern Seafood essen. Denn schließlich ist das eine japanische Spezialität, ob in Form von Sushi oder von ganz anderen Gerichten, die hierzulande nicht bekannt sind.

Skandinavische Küche in Dänemark erkunden

Zum Glück muss man als Feinschmecker gar nicht weit reisen, um lecker zu essen. Wer von der deutschen Küche nicht sonderlich begeistert ist, kann sein Glück im nördlichen Nachbarland versuchen.

In Dänemark gibt es nicht nur köstliches Softeis, sondern auch verschiedenste Fischgerichte, leckeres Lakritz und das berühmte Smörrebröd. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine einfache Butterstulle, sondern um eine richtige Kunst! Die Dänen können viel Zeit damit verbringen, das perfekte belegte Brot zu kreieren, und dieses ist noch dazu herrlich gesund.

In Dänemark ist eine hohe Qualität und ein Fokus auf regionalen Zutaten gang und gäbe in Restaurants. Wer also gern Bio-Produkte konsumiert, ist hier am richtigen Ort! Die Küche in Dänemark mag nicht exotisch sein, aber sie ist ehrlich, bodenständig, gesund und durch und durch lecker. Als Mitbringsel eignet sich dänisches Lakritz hervorragend.

Bodenständige Gerichte in Osteuropa schlemmen

Feinschmecker, die ein besonderes Faible für Gulasch, Boeuf Stroganoff, Blinis, Borschtsch oder Piroggen haben, sollten eine Rundreise durch Osteuropa planen. Sei es in Lettland, in Estland, in der Ukraine oder in Russland, hier gibt es eine große Auswahl an rustikaler, hausgemachter, sättigender und leckerer Küche.

Tipp: Reisende sollten ein paar Wörter Russisch beherrschen oder zumindest in der Lage sein, Russisch zu lesen. Denn andernfalls wird es mit dem Bestellen leider schwierig…

Chili-Toleranz in Mexiko testen

Wer glaubt, dass er gut mit scharfen Gerichten umgehen kann, sollte dies in Mexiko bestätigen. Hier gibt es unzählige Arten von Chili, die je nachdem, ob sie getrocknet oder frisch sind, auch noch verschiedene Namen haben. Besonders die Zeit rund um den mexikanischen Unabhängigkeitstag Mitte September ist empfehlenswert für Gourmet-Reisende, denn dann gibt es überall in Mexiko das Nationalgericht „Chile en Nogada“.

Dabei handelt es sich um Poblano-Chilis, die mit gehacktem Fleisch, aromatischen Gewürzen und Obst gefüllt werden. Darüber kommt eine nussbasierte Soße und durch die rote Farbe der Granatapfelsamen, die die Garnitur darstellen, hat das Gericht die Farbe der mexikanischen Flagge: grün, weiß und rot.

Poblano-Chilis werden in Mexiko mit gehacktem Fleisch, aromatischen Gewürzen und Obst gefüllt - © paulovilela / stock.adobe.com
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Aber auch außerhalb dieser kulinarischen Hochsaison gibt es in Mexiko eine Vielzahl an köstlichen und teils sehr scharfen Gerichten. Reisende sollten ein paar Worte Spanisch lernen, um selbst an Marktständen oder auf der Straße fragen zu können, ob das Gericht scharf ist. Schnell kommt dabei das typisch mexikanische Konzept von „pica rico“ auf: Ja, es ist scharf, aber genau diese Schärfe macht es auch so lecker!

Tipp: Oaxaca-Stadt ist eine der schönsten Städte von Mexiko und zugleich ist sie für ihre Küche beliebt. Reisende sollten zum Beispiel die köstlichen Tlayudas ausprobieren, eine Art mexikanische Pizza. Mutige können sich auch an getrockneten Ameisen oder Heuschrecken versuchen!

Gewürze in Marrakesch einkaufen

Die arabische Küche ist für Feinschmecker eine der besten Küchen der Welt. In der marokkanischen Königsstadt Marrakesch gibt es einige der leckersten Gerichte, die mit Lammfleisch, Couscous und herrlichen Gewürzen verzaubern. Außerdem ist der frische Pfefferminztee in Marokko deutlich leckerer als in Deutschland und darf bei keinem Gericht fehlen.

Ein Marktstand für Oliven im Souk von Fes, Marokko - © astudio / Shutterstock
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Feinschmecker sollten die Reise auch dazu nutzen, auf den Basars von Marrakesch neue Gewürze für die eigene Küche zu kaufen. Dabei gilt: Je tiefer in den Basar (Soukh) man vordringt, desto niedriger werden die Preise. Wichtig ist es außerdem, mutig zu verhandeln und dabei humorvoll und respektvoll vorzugehen. Denn beim Verhandeln handelt es sich sozusagen um einen Nationalsport!

Fusion-Gerichte in Singapur probieren

Wer hingegen gern einmal nach Asien reisen möchte, sollte einen Trip in die Metropole Singapur suchen. Das tropische Klima lädt rund um das Jahr dazu ein, an einem der Strände schwimmen zu gehen, die berühmten vertikalen Gärten am Gardens of the Bay Gebäude zu besichtigen oder in einem Infinity Pool die Skyline zu bewundern. Darüber hinaus hat der Inselstaat vor der Küste von Malaysia einen spannenden kulturellen Mix zu bieten.

Dieser spiegelt sich natürlich in der Küche Singapurs wider. Reisende können hier indonesische, indische, chinesische und malaysische Gerichte wie zum Beispiel Currys in allen nur denkbaren Farben ausprobieren. Am besten ist allerdings die Fusion-Küche in Singapur, bei der verschiedene asiatische Gerichte zu einem neuen, geschmacksintensiven kulinarischen Highlight kombiniert werden.

Singapur bietet dem Besucher einen spannenden kulturellen Mix zu. - © yifei / Fotolia
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Besonders in der Gegend rund um Orchard, die sich ein wenig außerhalb der Metropole Singapurs befindet, kommen Reisende auf ihre Kosten. Aber auch die vielen Märkte in der Stadt lohnen einen Besuch.

Curry in Indien kennenlernen

Wer das ursprüngliche Curry kennenlernen möchte, das mit den Gerichten in indischen Restaurants in Deutschland nicht viel zu tun hat, kommt um eine Reise nach Indien nicht herum. Das Land wird auch oft als Subkontinent bezeichnet, und wer in Indien unterwegs ist, kann diesen Eindruck schnell bestätigen.

Die Küche im Norden des Landes zeichnet sich durch „Ghee“ aus, eine Art Butterschmalz. Jedes Gemüsecurry nutzt dieses Fett, das den Geschmack noch intensiver macht. Das Curry selbst besteht aus einer Vielzahl verschiedener Gewürze, die erst in ihrer Mischung zu „Curry“ werden.

Im Süden Indiens hingegen sind sowohl Klima als auch Küche tropisch geprägt. Statt Butterschmalz kommt hier Kokosöl zum Einsatz, und auch zum Trinken sind Kokosnüsse allgegenwärtig. Köstliche Brotarten und kreative Gerichte, die zum Großteil vegetarisch oder sogar vegan sind, machen Feinschmecker glücklich. Wer gern Fleisch isst, sollte ein passendes Restaurant auswählen und sich dort verwöhnen lassen. Aber Vorsicht: Rindfleisch ist in Indien ein Tabu!