Flusstal des Futaleufú, Chile

Das Flusstal des Futaleufú ist eine der weltbesten Destinationen für Wildwasser-Rafting eines der schönsten Ökotourismus-Gebiete in Chile - © Nataly Moskovka  / Shutterstock
© Nataly Moskovka / Shutterstock

Das Flusstal des Futaleufú liegt im nördlichen Patagonien und ist eine der besten Destinationen für Wildwasser-Rafting und Kayaking. Mit seinen umliegenden Seen und Naturparks gilt es außerdem als eines der schönsten Ökotourismus-Gebiete Chiles.

In Wildwasser-Fankreisen ist der Futaleufú („Großer Fluss“) im Süden von Chile bestens bekannt und wurde schon des Öfteren unter die drei weltbesten Flüsse für Rafting und Kayaking gewählt. Gespeist von türkisblauem Gletscherwasser aus den Anden, welches durch bis zu 1700 Meter tiefe Schluchten schäumt, bietet der Futaleufú mit seinen umliegenden Berggipfeln nicht nur beste Rafting-Bedingungen sondern auch unvergessliche Outdoor-Erlebnisse.

Rafting und Kayaking auf dem Futaleufú

Die beste Ausgangsbasis für nasse Abenteuer auf dem „Futa“, wie er auch genannt wird, ist die gleichnamige Stadt. Der Fluss kommt von Argentinien, fließt direkt durch die Stadt hindurch und mündet schließlich in den fjord-ähnlichen Yelcho-See. Tages- und Mehrtagesausflüge durch das teils schäumende, teils ruhige Flusstal können von hier aus unternommen werden.

Auch die Seitenarme des Futaleufú, wie der Rio Espolón, der Rio Chico und der Rio Azul können mit dem Kanu, Kayak oder Boot befahren werden. Im gesamten Rafting-Gebiet des Futaleufú sorgen zahlreiche Wasserfälle, Schneisen und Stromschnellen von Klasse II bis V zwischen steil aufragenden Felswänden für den gewünschten Nervenkitzel. Spektakuläre Schluchten, wie der „Teufelsschlund“ am Rio Espolón, sollten allerdings lieber aus der Ferne betrachtet werden.

Tipp: Die beste Zeit für Rafting am Futaleufú ist von Dezember bis April. Dann ist das Wetter am wärmsten und die Strömungsgeschwindigkeit bewegt sich zwischen 340 und 453 Kubikmeter pro Sekunde.

Fischen und Bootsfahren auf den Seen bei Futaleufú

Ruhig und idyllisch hingegen wird es auf den beiden Seen Lonconao und Espolón, die ganz in der Nähe der Stadt Futaleufú liegen. Hier kann ganz ohne Stromschnellen gepaddelt werden und auch Angeln und Fliegenfischen zählt hier zu den beliebten Freizeitaktivitäten. Forellen und Lachse sind die vorrangigen Fischarten, die in Futaleufú und Umgebung gefangen werden.

Auch wer nicht auf dem Fluss unterwegs sein möchte, findet in der unberührten Natur um Futaleufú lohnende Gründe für einen Zwischenstopp. Das malerische Flusstal des Futaleufú kann nämlich auch mit dem Mountainbike oder auf dem Pferderücken erkundet werden.

Pumalin Park

Der Pumalin Park ist mit rund 3.250 Quadratkilometern das größte private Naturreservoir Chiles. Mit Campingplätzen, beschilderten Wanderwegen und sogar einige Besucherzentren ist der Naturpark für Besucher hervorragend ausgestattet und zählt zu den größten Ökotourismus-Attraktionen im Süden von Chile.

Hier gibt es zwar nicht so viele Tierarten wie im Amazonasgebiet, die pflanzliche Vielfalt und die Anzahl endemischer Arten ist aber dennoch beeindruckend. Bemerkenswert ist beispielsweise der Alerce-Baum, eine der ältesten Baumarten der Welt. Der üppige Regenwald reicht hier aufgrund der hohen Niederschläge bis ans Meer, was auf dem gesamten Planeten immer weniger vorkommt.

Caleta Gonzalo im Herzen des Parks ist mit Restaurant und Unterkünften das touristische Zentrum. Hier gibt es von der lokalen Bevölkerung handgemachte Produkte zu kaufen, darunter Käse, Strickware und Honig. Die kleine Siedlung ist im Sommer von Hornopirén aus mit der Fähre zu erreichen.

Futaleufú National Reserve

Das Futaleufú National Reserve grenzt im Süden und Osten bereits an Argentinien und ist vor allem für seine große Population an Huemul bekannt, der auch Andenhirsch genannt wird. Wanderungen durch die herrliche Landschaft aus Nadelwäldern, verschneiten Gipfeln, Flussläufen und Wasserfällen bieten Outdoor-Urlaub vom Feinsten.