Atacama-Salzwüste, Chile

Die Atacama Salzwüste mit See, Chile - © eccolo / Fotolia
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Die Atacama-Salzwüste im Norden Chiles reicht vom Pazifik bis zu den Anden und gilt als die trockenste Wüste der Welt. Durchquert werden kann die ebenso karge wie faszinierende Landschaft per Bus, per Auto – oder auf dem Lama.

Die Atacama-Salzwüste im Norden von Chile erstreckt sich vom Pazifischen Ozean bis zur Gebirgskette der Anden. Sie gilt als die trockenste Wüste der Welt, denn durchschnittlich regnet es hier zwei- bis viermal pro Jahrhundert, an manchen Orten wurden sogar überhaupt noch nie Niederschläge gemessen. Die, wie man sich vorstellen kann, sehr dünn besiedelte Wüste, deren durchschnittliche Breite weniger als 160 Kilometer beträgt, ist reich an Bodenschätzen, deren Abbau eine Wirtschaftsgrundlage Chiles bildet.

BILDER: Atacama-Salzwüste

 

Die trostlos karge aber ebenso erstaunliche Landschaft der Atacama-Wüste wird oft als mondähnlich beschrieben und wurde deshalb auch schon für den Prototyp-Test des künftigen Mond-Rover gewählt. Die trockene Luft über der Wüste eignet sich außerdem hervorragend zur Himmelsbeobachtung. Einige der größten Sternwarten der Welt sind hier auch für Hobbyastronomen zugänglich.

Unterwegs in der Atacama-Salzwüste

Die Diamanten Lagune in der Atacama Salzwüste, Chile - © Nataliya Hora / Fotolia
© Nataliya Hora / Fotolia

Besucher können die Atacama-Salzwüste entweder mit einer Reisegruppe in einem Reisebus oder auf eigene Faust mit einem Mietauto durchqueren. Der Vorteil des Mietautos ist, dass man jederzeit stehen bleiben und das faszinierende Panorama genießen kann, der große Nachteil ist allerdings, dass man im Fall einer Panne wohl sehr lange auf den Abschleppdienst wartet. Besondere Naturbegeisterte können einen Trip durch die Wüste auf dem Lama wagen.

Sehenswert ist auf jeden Fall dasValle da la Luna, ein trockenes Mondtal, in dem das wunderschöne Naturschauspiel des Sonnenauf- und -untergangs über der bizarren Landschaft ein einzigartiges Erlebnis darstellt.

Die schneebedeckten Gipfel der beiden Vulkane Licancabur and Juriques heben sich vor dem Valle de la Luna in der Atacama-Wüste ab, Chile - © Ksenia Ragozina / Shutterstock
© Ksenia Ragozina / Shutterstock

Am Ende der Reise macht man am besten in der Oase der Wüste, der kleinen Stadt San Pedro de Atacama, Halt. Die Stadt kann mit dem Bus oder dem Auto gut über die asphaltierte Straße zwischen der Stadt Calama und dem Nachbarstaat Argentinien erreicht werden. Sie liegt am nördlichen Ende des Salzsees Salar de Atacama, 2.440 Meter über dem Meer und wird von insgesamt etwa 4.000 Menschen bewohnt. Die Gegend um die Stadt wird vom Wasser des Flusses Rio San Pedro gespeist, weshalb man hier auch einiges Grün findet. Im Zentrum von San Pedro de Atacama, das man leicht zu Fuß durchlaufen kann, steht eine hübsche Kirche, die zu den ältesten von ganz Chile zählt und deren Dach aus Kaktusstämmen erbaut wurde. Für Interessierte gibt es außerdem ein archäologisches Museum.

Nach der rotbraunen Atacama-Wüste ist die schneeweiße Kirche von San Pedro de Atacama eine regelrechte Augenweide, Chile - © Alberto Loyo / Shutterstock
© Alberto Loyo / Shutterstock

In der Stadt findet man auch eine Auswahl an netten Hotels und Restaurants, in denen man sich von dem anstrengenden Trip durch die Wüste erholen kann.

Weiterführende Links:

Infos über die La Silla Sternwarte
In der Atacama – ein Tagebuch

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