Atacama-Salzwüste, Chile

Die Atacama Salzwüste mit See, Chile - © eccolo / Fotolia
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Die Atacama-Salzwüste im Norden Chiles reicht vom Pazifik bis zu den Anden und gilt als die trockenste Wüste der Welt. Durchquert werden kann die ebenso karge wie faszinierende Landschaft per Bus, per Auto – oder auf dem Lama.

Die Atacama-Salzwüste im Norden von Chile erstreckt sich vom Pazifischen Ozean bis zur Gebirgskette der Anden und gehört zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeiten von Chile. Sie gilt als die trockenste Wüste der Welt, denn durchschnittlich regnet es hier ein- bis zweimal pro Jahrzehnt. An manchen Orten wurden sogar überhaupt noch nie Niederschläge gemessen, denn die Anden fangen jegliche Regenwolken ab.

Die, wie man sich vorstellen kann, sehr dünn besiedelte Wüste ist reich an Bodenschätzen, deren Abbau eine Wirtschaftsgrundlage Chiles bildet.

BILDER: Atacama-Salzwüste

 

Die trostlos karge aber ebenso erstaunliche Landschaft der Atacama-Wüste wird oft als mondähnlich beschrieben und wurde deshalb auch schon für den Prototyp-Test des künftigen Mond-Rover gewählt. Die trockene Luft über der Wüste eignet sich außerdem hervorragend zur Himmelsbeobachtung. Einige der größten Sternwarten der Welt sind hier auch für Hobbyastronomen zugänglich.

Beste Reisezeit für die Atacama Wüste

Die Hauptreisezeit für die Atacama-Wüste ist Dezember bis Februar, also im argentinischen Sommer. Allerdings kann es zu dieser Zeit zu sintflutartigen Regenfällen kommen (ca. alle 5 bis 10 Jahre), die durch den Klimawandel immer häufiger vorkommen. Diese lassen zwar mit etwas Glück die gesamte Wüste erblühen, können aber auch viele Wege unpassierbar machen. Auch im Oktober/November oder März/April ist es schön warm und das Wetter eignet sich vor allem für Wanderungen.

Im Juli und August ist es eiskalt in der Atacama. Temperaturen um -20 Grad Celsius sind hier keine Seltenheit und an den zugefrorenen Lagunen sind dann auch keine Flamingos zu finden. Der Sternenhimmel ist in der klirrenden Kälte dafür noch gigantischer als sonst.

Sehenswürdigkeiten in der Atacama-Salzwüste

Die Diamanten Lagune in der Atacama Salzwüste, Chile - © Nataliya Hora / Fotolia
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Besucher können die Atacama-Salzwüste entweder mit einer Reisegruppe in einem Reisebus oder auf eigene Faust mit einem Mietauto durchqueren. Der Vorteil des Mietautos ist, dass man jederzeit stehen bleiben und das faszinierende Panorama genießen kann, der große Nachteil ist allerdings, dass man im Fall einer Panne wohl sehr lange auf den Abschleppdienst wartet. Besondere Naturbegeisterte können einen Trip durch die Wüste auf dem Lama wagen.

Valle de la Luna

Sehenswert ist auf jeden Fall das Valle da la Luna etwa 15 Kilometer außerhalb von San Pedro. In dem staubtrockenen Mondtal ist das wunderschöne Naturschauspiel des Sonnenauf- und -untergangs über der bizarren Landschaft ein einzigartiges Erlebnis. Die außerirdisch anmutenden Gesteinsformationen verändern sich je weiter man in das Tal hinein wandert und bieten atemberaubende Fotomotive.

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Die schneebedeckten Gipfel der beiden Vulkane Licancabur and Juriques heben sich vor dem Valle de la Luna in der Atacama-Wüste ab, Chile - © Ksenia Ragozina / Shutterstock
© Ksenia Ragozina / Shutterstock

Puritama Tal

Durch den Puritama River gibt es hier Wasser in der Wüste und das Puritama Tal kann mit üppigem Grün zwischen roten Felswänden aufwarten. Am Ende des Tals befinden sich sogar einige heiße Quellen – mitten in der trockensten Wüste der Welt kann man also erstaunlicherweise ein Bad nehmen.

Laguna Chaxa

Laguna Chaxa im Naturreservat Reserva Nacional Los Flamencos im Norden von Chile - © Nataliya Hora / Fotolia
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Etwa 50 Kilometer von San Pedro de Atacama entfernt liegt die äußerst fotogene Laguna Chaxa. Die Farbkomposition aus blauem Wasser, weißer Salzkruste und roten Felsen wird noch durch die flauschig rosa Punkte zahlloser Flamingos ergänzt.

San Pedro de Atacama

Am Ende der Reise macht man am besten in der Oase der Wüste, der kleinen Stadt San Pedro de Atacama, Halt. Die Stadt kann mit dem Bus oder dem Auto gut über die asphaltierte Straße zwischen der Stadt Calama und dem Nachbarstaat Argentinien erreicht werden. Sie liegt am nördlichen Ende des Salzsees Salar de Atacama, 2.440 Meter über dem Meer und wird von insgesamt etwa 4.000 Menschen bewohnt.

Nach der rotbraunen Atacama-Wüste ist die schneeweiße Kirche von San Pedro de Atacama eine regelrechte Augenweide, Chile - © Alberto Loyo / Shutterstock
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Die Gegend um die Stadt wird vom Wasser des Flusses Rio San Pedro gespeist, weshalb man hier auch einiges Grün findet. Im Zentrum von San Pedro de Atacama, das man leicht zu Fuß durchlaufen kann, steht eine hübsche Kirche, die zu den ältesten von ganz Chile zählt und deren Dach aus Kaktusstämmen erbaut wurde. Für Interessierte gibt es außerdem ein archäologisches Museum.

In der Stadt findet man auch eine Auswahl an netten Hotels und Restaurants, in denen man sich von dem anstrengenden Trip durch die Wüste erholen kann.

Weiterführende Links:

Infos über die La Silla Sternwarte
In der Atacama – ein Tagebuch