Lauca Nationalpark, Chile

Der Lauca Nationalpark liegt im Norden Chiles direkt an der Grenze zu Bolivien auf bis zu 6.300 Höhenmetern. Salzseen, Thermalquellen, Wildtiere und jede Menge unberührte Natur erfreuen jeden Besucher.

Der rund 140.000 Hektar große Lauca Nationalpark ist Chiles nördlichster Nationalpark und eine unserer Top 10 Sehenswürdigkeiten von Chile. Er beherbergt fantastische Natur und lädt ein, das Land auf über 3.000 Metern Höhe zu erkunden.

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BILDER: Lauca Nationalpark

Fotogalerie: Lauca Nationalpark

Wie kommt man am besten zum Lauca Nationalpark?

Der Lauca-Nationalpark ist am besten über die Verbindungsstraße zwischen Bolivien und Arica, die Ruta 11, erreichbar. Diese führt von 1.500 bis 4.500 Höhenmetern von Nordchile nach Bolivien und ist von einer großen Menge an Schwerlastverkehr befahren. Man braucht also als Autofahrer teilweise viel Geduld, denn das Überholen auf den engen und serpentinenreichen Straßen kann schnell gefährlich werden.

Der Nationalpark selbst liegt zwischen 3.000 und 6.300 Höhenmetern. An seinem Anfang befindet sich der terrassenförmig angelegte Ort Putre, in dem ca. 600 Einwohner Hotels und Restaurants betreiben sowie Souvenirs, hauptsächlich aus Lama- und Alpakawolle, verkaufen.

Tipp: Bereits in Arica sollte man seine Benzinkanister noch einmal auffüllen, denn im ganzen Nationalpark findet man keine Möglichkeit mehr zum Tanken.

Sehenswürdigkeiten im Lauca Nationalpark

140 verschiedene Vogelarten tummeln sich im Lauca Nationalpark, daneben streifen auch große Tiere, wie Pumas, verschieden Lama-Arten oder Gabelhirsche umher.
Neben dem Beobachten von Wildtieren und dem Genuss der unberührten Natur sind Klettern und Angeln beliebte Aktivitäten im Nationalpark.

Am gesamten Gelände findet man immer wieder von CONAF-Schutzhütten, in denen man gegen einen Aufpreis kochen und schlafen kann. Gerade bei den rauen Temperaturen, die im Nationalpark herrschen, ist es ratsam, dieses Angebot der chilenischen Nationalparkbehörde zu nutzen.

Vulkane Pomerape und Parinacota

Der schneebedeckte Parinacota Vulkan im Lauca Nationalpark, Chile - © Jeremy Reddington / Shutterstock
© Jeremy Reddington / Shutterstock

Die jeweils über 6.000 Meter hohen ehrfurchtgebietenden Zwillingsvulkane Pomerape (6.282m) und Parinacota (6.342m), die die Grenze zu Bolivien bilden, können mit ihren beeindruckenden schneebedeckten, kegelförmigen Gipfeln von vielen Stellen des Nationalparks aus gesehen werden.

Lago Chungará

Etwa zwölf Kilometer von der bolivianischen Grenze entfernt befindet sich der Lago Chungará, der mit ca. 4.600 Metern Seehöhe zu den höchst gelegenen Seen der Erde gehört, Chile - © ezk / franks-travelbox
© ezk / franks-travelbox

Etwa zwölf Kilometer von der bolivianischen Grenze entfernt befindet sich der Lago Chungará, der mit ca. 4.600 Metern Seehöhe zu den höchst gelegenen Seen der Erde gehört. An seinem Ufer gibt es auch eine Campingstation.

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Salzsee Salar de Surire

Flamingos im Lauca Nationalpark in Chile - © ezk / franks-travelbox
© ezk / franks-travelbox

Auch ein großer Salzsee, der Salar de Surire auf 4245 Höhenmeter mit heißen Thermalquellen findet sich im Park. An den winzigen Tierchen, die ihn bevölkern, laben sich die stolzen Chile-Flamingos.

Achtung: Höhenkrankheit vorbeugen!

Bevor man sich auf den Weg durch den Lauca Nationalpark macht, sollte man sich unbedingt einige Tage lang an die höheren Lagen gewöhnen, denn sonst kann es zur Höhenkrankheit kommen, die sich durch Kopfschmerzen, Übelkeit und einem allgemeinen Unwohlsein beginnt. Ignoriert man die Symptome, werden diese mit der Zeit immer stärker und können in einem lebensgefährlichen Zustand enden.

Um das Auftreten dieser Krankheit zu verhindern, sollte man möglichst langsam aufsteigen (300 bis 500 Höhenmeter pro Tag; hat man vor, auf über 5.000 Höhenmeter zu steigen, empfiehlt es sich, zuvor eine Woche auf ca. 3.000 Höhenmetern zu verbringen). So hat der Körper Zeit, sich an die veränderten Bedingungen zu gewöhnen.


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