Zuckerhut in Rio de Janeiro, Brasilien

Der weltberühmte Zuckerhut - auch bekannt als Pao de Açúcar in Rio de Janeiro, Brasilien  - © John Copland / Shutterstock
© John Copland / Shutterstock

Der Zuckerhut, ein 395m hoher Granitfelsen auf der Halbinsel Urca, erhebt sich majestätisch über der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro. Das Wahrzeichen von Rio kann mittels Seilbahn erklommen werden.

Der Zuckerhut in Rio de Janeiro, unter Kennern als Pao de Açúcar bekannt, ist nicht nur seit dem Filmauftritt in James Bonds „Moonraker – Streng geheim” weltweit bekannt. Wie ein stummer Wächter erhebt er sich über der brasilianischen Metropole und wurde zum Wahrzeichen der Stadt ernannt.

BILDER: Zuckerhut in Rio de Janeiro

Besuch des Zuckerhutes

Mit zwei Seilbahnen kann die Spitze des Zuckerhutes erklommen werden. Die Talstation befindet sich bei Praça General Tibúrcio direkt an der Felswand des Morro da Babilônia.

Blick vom Zuckerhut auf eine auffahrende Gondel, im HIntergrund die weltberühmte Copacabana, Rio de Janeiro, Brasilien - © ManuelSilvadeSousa/Shutterstock
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Die erste Seilbahn befördert Besucher bis zum Morro da Urca auf 217m Höhe. Auf dieser Zwischenstation befinden sich ein Theater mit aufschiebbarem Dach, eine Diskothek, einige Souvenirshops und kleine Restaurants, wo man sich für die zweite Fahrt stärken kann. Hier ist auch die historische gelbe Personenkabine der Seilbahn zur Schau gestellt, welche bis 1972 im Einsatz war. Auf dem Morro da Urca befindet sich auch der Antrieb der beiden Seilbahnen.

Blick auf die Bucht von Rio kurz nach Sonnenuntergang, im Zentrum der Zuckerhut, das Wahrzeichen von Rio de Janeiro, Brasilien - © Luiz Rocha / Shutterstock
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Die zweite Seilbahn bringt sie dann zum eigentlichen Zuckerhut auf 395m Seehöhe, welcher an der Guanabara Bucht angrenzt. Die Aussicht auf das umliegende Panorama ist einfach unglaublich! Der Blick fällt vom Atlantik über Rio, der Copacabana bis hin zum Cristo Redentor, der ebenso berühmten Christus-Statue von Rio auf dem Corcovado.

Tipp: Wer länger Zeit hat, sollte unbedingt bis in die Abendstunden am Zuckerhut bleiben. Bei Sonnenuntergang und bei Nacht bietet Rio de Janeiro vom Zuckerhut aus einen absolut überwältigenden Anblick. Für Fotografen eine Pflicht!

Wie ein stummer Wächter erhebt sich der Zuckerhut über Rio de Janeiro und wurde zum Wahrzeichen der Stadt ernannt, Brasilien - © Thiago Leite / Shutterstock
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Bau der Seilbahn auf den Zuckerhut

Die geniale Idee, eine Seilbahn über den Morro da Urca zum Zuckerhut zu errichten, stammt von einem brasilianischen Ingenieur namens Augusto Ferreira Ramos. Dieser bekam die Genehmigung für den Bau und den Betrieb im Jahre 1909. Weiters gründete er die Companhia Caminho Aéreo Pão de Açucar kurz CCAPA, welche bis heute den Betrieb der Seilbahnen innehat.

1910 wurde mit dem Bau der Seilbahn begonnen und bereits drei Jahre später abgeschlossen. Aufgrund strengerer Sicherheitsvorschriften und steigender Besucherzahlen wurde 1969 der Bau einer neuen Bahn beschlossen, welche 1972 in Betrieb gegangen ist und, abgesehen von diversen Modernisierungen, bis heute ihren Dienst leistet.

Beeindruckende Beförderungskapazitäten

Eine Gondel der Seilbahn kann bis zu 65 Personen transportieren. Bei einer Fahrdauer von etwas mehr als drei Minuten kommt man auf 1170 Personen pro Stunde Beförderungskapazität!

Die Seilbahn auf den Zuckerhut sticht aus den Wolken, die über Rio de Janeiro liegen; im Hintergrund ist die Christusstatue erkennbar, Brasilien - © Publio Furbino / Shutterstock
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Technische Details zur Seilbahn:

Stärke der Zugseile24mm
Stärke der Tragseile50mm
Gesamtlänge1.263m
Länge bis zur Mittelstation528m
Länge von der Mittelstation zur Bergstation735m

Betriebsstörungen

In der Geschichte der Seilbahn gab es bis dato nur zwei größere Betriebsstörungen, wobei es keine Verletzten gab. Deshalb sollte man sich während der Seilbahnfahrten keine Sorgen machen, sondern die einmalige Aussicht genießen.

Riskant

Ein Seiltänzer namens Steven McPeak stieg im Jahre 1977 vom Morro da Urca hinauf zum Zuckerhut. Als einziges Hilfsmittel hatte er eine Balancierstange. Respekt!

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Seilbahnbetreibers für die Fahrt auf den Zuckerhut