Tijuca Nationalpark in Rio de Janeiro, Brasilien

Der Tijuca Nationalpark erstreckt sich auf einer Fläche von knapp 40 Quadratkilometern über die Hügel rund um Rio de Janeiro, Brasilien - © Dmitry V. Petrenko / Shutterstock
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Der Tijuca Nationalpark weitet sich auf den Hügeln rund um Rio de Janeiro zum größten innerstädtischen Regenwald der Welt aus. In Rios völlig naturbelassenem Park lassen sich spektakuläre Aussichtspunkte, Wasserfälle und das berühmteste Wahrzeichen von Rio entdecken.

Der Tijuca Nationalpark ist der größte Nationalpark weltweit, dessen üppig grüne Hügel inmitten einer Stadt liegen. Seine knapp 40 Quadratkilometer Urwald gehören noch zum Stadtgebiet der brasilianischen Metropole und zählen zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf Tagesausflügen von Rio de Janeiro.

BILDER: Tijuca Nationalpark in Rio de Janeiro

 

Der Tijuca Nationalpark wurde am 7. Juni 1961 gegründet, nachdem das Gebiet hinter dem Botanischen Garten von Rio seit dem 18. Jahrhundert gezielt mit dem ursprünglichen Urwald wieder aufgeforstet wurde. Zuvor hatte die Natur für den Kaffeeanbau weichen müssen. Neben der Wiederherstellung der Vegetation ließ der damalige brasilianische Kaiser, Dom Pedro II, auch bereits Wege anlegen, die zu drei Aussichtsplattformen führten und sicherte mit dem Park nebenbei noch die Trinkwasser-Versorgung von Rio.

Blick vom Tijuca Mirim Peak über den üppig grünen Urwald des Tijuca Nationalparks in Rio de Janeiro, Brasilien - © vitormarigo / Shutterstock
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Sehenswürdigkeiten im Tijuca Nationalpark

Das geschützte Gebiet erstreckt sich auf einer Fläche von knapp 40 Quadratkilometern über die Hügel rund um Rio de Janeiro. Einer dieser Hügel ist der Corcovado („der Bucklige“), besser bekannt als Standort der weltberühmten Christusstatue. Das Wahrzeichen Rios und Brasiliens darf bei keinem Besuch des Tijuca Nationalparks fehlen und bietet einen sensationellen Ausblick über die Bucht von Rio mit der ebenso berühmten Copacabana.

Neben dem Corcovado lohnt sich auch eine Besteigung der beiden Gipfel Pedra da Gávea und den 1.022m Pico da Tijuca. Einige der gut gepflegten und ausgeschilderten Wege und Straßen führen nach wie vor zu Aussichtsplattformen und auch einige Wasserfälle gibt es inmitten der üppigen Vegetation zu entdecken. Der 40m hohe Cascatinha do Tauney ist der höchste Wasserfall von Rio und einen Ausblick von der Chinese View sollten Sie ebenfalls nicht versäumen. Ein Visitor Center informiert über alle Sehenswürdigkeiten im Tijuca Nationalpark.

Traumhafter Blick aus der Vogelperspektive über die Christusstatue auf die Bucht von Rio de Janeiro, Brasilien - © Marc Turcan / Shutterstock
© Marc Turcan / Shutterstock

Brasilianischer Dschungel in Rio

Neben der vielfältigen Mata Atlântica, dem ursprünglichen brasilianischen Regenwald, wachsen im Tijuca Nationalpark auch künstlich gepflanzte Mango-, Kaffee- und Brotfruchtbäume. An manchen Stellen wächst der Atlantische Dschungel sogar dichter als der Regenwald im Amazonasgebiet.

Inmitten der rund 3.000 Pflanzenarten fühlt sich auch eine Vielzahl an Tieren wohl. Neben Insekten, Schlangen, Echsen und einigen hundert Vogelarten leben auch größere Tiere, wie Kapuzineraffen, Waldhunde, Nasenbären oder Gürteltiere im Park. Für Hobby-Ornithologen ist der Tijuca-Nationalpark ein Paradies, die Säugetiere bekommen Besucher allerdings eher selten zu Gesicht.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Nationalparks Tijuca in Rio de Janeiro (portugiesisch)