Stadtzentrum von Fortaleza in Ceará, Brasilien

Der perfekte Ausgangspunkt für eine Erkundung des Stadtzentrums von Fortaleza ist der Platz am Westende der Rua Dragão de Mar, Brasilien - © Vitoriano Junior / Shutterstock
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Die brasilianische Stadt Fortaleza ist heute ein wichtiger Knotenpunkt für den Tourismus. Neben wunderbaren Stränden, ausgelassenem Nachtleben und fantastischer Küche bietet Fortaleza im Zentrum auch einige kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten.

Fortaleza, Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Ceará, bietet alles, was das Touristenherz begehrt. 300 Sonnentage im Jahr, kilometerlange Sandstrände, exzellente Küche aus Fisch und Meeresfrüchten und ein ausgelassenes Nachtleben mit Bars, Diskos, Showbühnen und den berühmten „Barracas” am Strand. Kulturinteressierte finden im Herzen von Fortaleza historische Bauten, Theater und Museen.

Rua Dragão de Mar

Der perfekte Ausgangspunkt für eine Erkundung des Stadtzentrums von Fortaleza ist der Platz am Westende der Rua Dragão de Mar. Auf diesem mit Kunsthandwerksständen, Musikern, Bars und Restaurants äußerst belebtem Platz erhält man einen ersten Eindruck vom quirligen Leben in Fortaleza. Im Centro Dragão de Mar de Arte e Cultura befinden sich ein Kino, ein Planetarium, Ausstellungsräumlichkeiten und ein Kinderspielplatz. In den Discotheken kann man zu Samba, Reggae und Rock bis in die frühen Morgenstunden tanzen.

Mercado Central

Vorbei am Centro Dragão de Mar de Arte e Cultura geht es über die Rua José Avelino bis zur Avenida Alberto Nepomuceno. Biegt man nach links, sieht man schon von weitem das riesige Gebäude des Mercado Central. Hier werden auf hunderten Ständen in einem Labyrinth aus Gängen Kunsthandwerk, Stoffe, Werkzeug und Lederwaren feilgeboten. An Souvenirs für Touristen fehlt es ebenfalls nicht. Wen der Hunger packt, kann sich an den frischen Cashew-Nüssen satt essen, die dort kiloweise verkauft werden. Sie stammen direkt von den einheimischen Cajú-Bäumen und werden in alle Welt exportiert.

Forte de Nossa Senhora da Assunção

Gleich gegenüber des Mercado Central, an der Rua Gentil Bezerril, liegt das historische Forte de Nossa Senhora da Assunção („Maria-Himmelfahrts-Festung”). 1649 wurde hier der Grundstein von Fortaleza gelegt. Die Festung wurde von den Holländern als Verteidigung gegen die Portugiesen errichtet und hieß damals noch Festung „Schoonenbruch”. Nur 5 Jahre später wurde sie von den Portugiesen zurückerobert und umbenannt. Aus der Festung wurde eine Siedlung und schließlich Fortaleza (portugiesisch für „Festung”), von der Festung selbst sind nur noch einige Mauerreste übrig.

Museu de Arte, Cultura e de Mineralogia

An der Praça dos Mártires gleich südlich der Festung befindet sich heute im ehemaligen Stadtgefängnis die Touristeninformation mit angeschlossenem Museu de Arte, Cultura e de Mineralogia (Museum für Kunst, Kultur und Mineralogie) im Obergeschoß. Die ehemaligen Gefängniszellen wurden zu über hundert Kunsthandwerksläden umfunktioniert, in denen man von Kleidung und Hängematten über Deko-Artikel bis hin zu Schnitzereien und Bildern alles erstehen kann.

Tipp: Hier kann man handgefertigte Hängematten, Strandkleidung und Schuhe um einiges günstiger erstehen als im Mercado Central.

Catedral Metropolitana de Fortaleza

Die Catedral Metropolitana de Fortaleza im Zentrum der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Ceará ist die drittgrößte Kirche Brasiliens - © Travel Bug / Shutterstock
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Geht man wieder zurück zum Mercado Central und biegt dann nach rechts, steht man vor der gewaltigen Catedral Metropolitana de Fortaleza, deren Türme 75m in den Himmel ragen. Der neugotische Bau wurde 1978 eingeweiht und bietet 5.000 Gläubigen Platz.

Museu do Ceará

An der Catedral Metropolitana vorbei geht es weiter bis zum Museu do Ceará in der Rua Såo Paulo. Hier, im ehemaligen Palácio Sen. Alencar ist das Geschichtsmuseum von Fortaleza untergebracht.

Teatro José de Alencar

Folgt man der Rua Såo Paulo bis zur Rua Gen. Sampaio und biegt dann links ab, erreicht man nach wenigen Minuten den Praça José de Alencar. Hier befindet sich das eindrucksvolle, im Art-Nouveau-Stil erbaute Teatro José de Alencar, dessen Eisenkonstruktion im Jahr 1910 aus Schottland importiert wurde. In dem großen Garten an der Ostseite des Theaters, der erst 1974 nach Abriss einer benachbarten Kaserne angelegt werden konnte, trifft sich die Künstlerszene Fortalezas.