Strände von Fortaleza, Ceará, Brasilien

In Fortaleza und seiner Umgebung sind traumhafte kilometerlange Sandstrände zu finden, Brasilien - © ostill / Shutterstock
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Fortaleza liegt direkt an der Nordost-Küste Brasiliens und hat 25km Sandstrand zu bieten. Während die Strände im Zentrum am besten für ein ausgelassenes Nachtleben und romantische Spaziergänge geeignet sind, laden die Strände weiter draußen mit feinem Sand, kristallklarem Wasser und Kokospalmen zum Baden ein.

Die brasilianische Stadt Fortaleza liegt direkt an der Atlantikküste im Nordosten Brasiliens und hat etwa 25km Stadtstrand zu bieten. Von Norden nach Süden befinden sich die Strände Iracema, Meireles, Mucuripe und Praia do Futuro.

Die Strände Iracema, Meireles und Mucuripe liegen an der Avenida Beira-Mar direkt im Zentrum von Fortaleza und sind keine typischen Badestrände. Das Meer ist hier stark durch Abwässer belastet, nichtsdestotrotz sieht man viele Einheimische, die sich in die Wellen werfen. Die Stadtstrände von Fortaleza eignen sich jedoch herrlich für ausgedehnte Strandspaziergänge oder Sonnenbäder. In den vielen Strandbuden, den so genannten Barracas, und den umliegenden Restaurants können brasilianische Köstlichkeiten und die allgegenwärtigen Caipirinhas verkostet werden.

Praia de Iracema

Der Strand Iracema liegt südlich des Stadtzentrums und ist nach der Hauptfigur aus dem berühmten gleichnamigen Roman von José de Alencar benannt. Iracema, der „Mutter des brasilianischen Volkes”, wurde an diesem Strand auch ein Denkmal gesetzt.

Die Statue der Figur "Iracema" am Praia Iracema stammt aus dem gleichnamigen brasilianischen Roman von José de Alencar, Brasilien - © ostill / Shutterstock
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Ebenfalls am Praia de Iracema liegt die „Ponte dos Inglêses” („Brücke der Engländer”), eine ehemalige Schiffsanlegestelle, die heute den idealen Platz für die Beobachtung des Sonnenuntergangs bietet. Mit etwas Glück reckt ein Delfin seine kecke Schnauze aus dem Wasser.

Iracema zählt heut zu den gehobeneren Vierteln von Fortaleza. Des Nachts wird in den Clubs und Bars am Praia de Iracema durchgefeiert.


Die Geschichte von Iracema

Der Schriftsteller José de Alencar gilt als brasilianischer Hauptvertreter der literarischen Romantik. Sein berühmter Roman „Iracema” spielt im Ceará des beginnenden 17. Jahrhunderts. Ein verirrter Portugiese namens Martim wird von dem Ureinwohner-Stamm Tabajara gerettet und verliebt sich in die schöne Iracema, die eigentlich als Priesterin leben sollte. Die Verliebten fliehen und suchen bei den mit den Portugiesen verbündeten Potiguaras Zuflucht. Da diese mit Iracemas Stamm verfeindet sind, können sie jedoch auch dort nicht bleiben und fristen ab sofort ihr Dasein in Abgeschiedenheit, bis Martim in den Krieg zieht. Bei seiner Rückkehr findet er die sterbende Iracema vor, die gerade seinen Sohn auf die Welt gebracht hat. Er nennt ihn „Moacir”, „Sohn des Schmerzes”, der die Entstehung des brasilianischen Volkes symbolisiert – aus einer Verbindung von Ureinwohnern mit den Portugiesen. Am Ende des Romans kehrt Martim mit seinem Sohn in die Zivilisation zurück.


Praia Meireles

Meireles gilt als Fortalezas Touristen-Hochburg und ist die beste Adresse für Strandspaziergänge. Hier stehen die meisten Hotels von Fortaleza und Touristen und Einheimische treffen sich unter der strahlenden brasilianischen Sonne.

Praia Mucuripe

Mucuripe ist der Strand der Jangadas. Diese traditionellen hölzernen Fischerboote gibt es nirgendwo sonst in so großer Zahl wie in Fortaleza. Sie werden von den Fischern noch immer zum Fischen genutzt. Die Ankunft der Fischer mit ihrem fangfrischen Fisch ist immer ein Spektakel.

Jangadas, die traditionellen brasiliansichen Fischerboote tummeln sich noch heute an den Stränden von Fortaleza im Nordosten von Brasilien - © Sonia Alves-Polidori / Shutterstock
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Mucuripe lockt außerdem mit hellem, weichem Sand, im Wind schaukelnden Kokospalmen und Sportplätzen. Viele der Fischer bieten den Touristen Ausflüge auf den traditionellen Jangadas an. Der weißgelbe, achteckige Leuchtturm von Mucuripe („Farol do Mucuripe”) weist auch in der Nacht den Weg in den sicheren Hafen.


Jangadas

Die Jangadas sind Segelflöße, die aus den „Changgahs”, den Flößen der brasilianischen Ureinwohner entstanden sind. Diese traditionellen Fischerboote sehen wie überdimensionierte Windsurf-Boards aus. Sie bestehen nur aus vertäuten Baumstämmen und einem Mast mit Segel und sind etwa 6m lang. Wie vor hundert Jahren fahren die Fischer noch heute kilometerweit auf das Meer hinaus, wo sie bis zu mehreren Tagen bleiben. Als Orientierung dienen die Sterne und bei Seegang binden sich die Fischer an ihr hölzernes Boot, um nicht über Bord gespült zu werden. Der Fang wird auf Holzkisten an Bord verstaut. Sind diese voll genug, geht es zurück ans Ufer, wo sie Jangadas regelrecht an den Strand gespült und anschließend rasch auf ausgelegten Baumstämmen unterstützt von vielen kräftigen Helfern an Land gezogen werden. Die Ankunft der Fischer mit ihrem fangfrischen Fisch ist immer ein Spektakel. Die Fischer können jedoch mit den modernen Fischfang-Methoden und Katamaranen nicht mehr konkurrieren und drohen auszusterben. Viele von ihnen steigen zunehmend auf das lukrativere Geschäft der Touristenfahrten um.


Praia do Futuro

Der Praia do Futuro liegt etwa 7km vom Stadtzentrum entfernt und ist vor allem durch seine Barracas berühmt geworden. Früher waren hier die Slums von Fortaleza angesiedelt und nach Sonnenuntergang war es als Tourist nicht ratsam, sich in dieser Gegend aufzuhalten. Doch die Armenhütten wurden entfernt, die Polizei sieht nach dem Rechten, neue Hotels und Lokale bevölkern den Strand und der Landstrich macht seinem Namen „Strand der Zukunft” mittlerweile alle Ehre.

Heute bietet der 8km lange Strand um einiges saubereres Meerwasser als die Strände im Zentrum und wunderbar feinen Sand. Hier sieht man Schwimmer und Surfer in großer Zahl und in den berühmten Barracas geht jeden Abend mit Live-Musik die Post ab. Vor allem am Donnerstag werden fantastische Shows geboten. Um die vielen Cocktails richtig auskosten zu können, empfiehlt sich zuvor ein köstliches Abendessen aus Fisch, Hummer und Krabben zum Spottpreis.

Praia do Sabiaguaba

Der Praia do Sabiaguaba liegt direkt im Anschluss an den Praia do Futuro, ist jedoch um einiges ruhiger. Die Wellen sind sanft, das Wasser kristallklar und der helle Sand weich und sauber.

Strände außerhalb von Fortaleza

Die schönsten Strände befinden sich in Fortalezas Umgebung. Der schönste von ihnen ist wohl der Praia do Cumbuco, 33km nordwestlich der Stadt. Mit 22km Entfernung etwas näher liegt der Praia Icarí, dessen Dünen mit Buggys und Pferden erkundet werden können. Ebenfalls schön zum Baden und Schwimmen ist der etwa 13km entfernte Praia dos Coqueiros.

Porto das Dunas – der größte Wasserpark Südamerikas

Adrenalin-Junkies, aber auch Familien mit Kindern sei der Beach Park in Porto das Dunas ans Herz gelegt. Er liegt etwa 16km von Fortaleza entfernt und ist der größte Wasserpark Südamerikas. Auf einer Fläche von 35.000m2 total verrückten Badespaßes ist für jedes Alter etwas dabei. An die 750.000 Besucher jährlich können nicht falsch liegen.

Am Porto dos Dunas im Süden von Fortaleza befindet sich der Beach Park, der größte Wasserpark in ganz Südamerika, Brasilien - © spotmatik / Shutterstock
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Das ganze Gelände umfasst 170.000m2 und beherbergt noch Teile des Strandes und das Beach Park Resort. Zu den Highlights im Wasserpark gehören die 41m hohe Wasserrutsche „Insano” („Verrückt”), auf der Passagiere mit Geschwindigkeiten von über 100 km/h inklusive freiem Fall hinunterrasen, ein Wasser-Skatepark, „Arrepius”, ein 25m hohe Turm, von dem aus mehrere Wasserrutschen nach unten führen, eine 8m breite Wasserrutsche, ein riesiger Spielplatz, ein künstlicher Fluss, das größte Wellenbad Mittelamerikas mit dem passenden Namen „Tsunami” und vieles mehr. Von den diversen Adrenalin-Kicks kann man sich am Ende des Tages im hauseigenen Wellnessbereich erholen.

Weiterführende Links:

Offizielle Website des Beach Parks in Porto das Dunas (englisch)