Insel Rangitoto, Neuseeland

Blick von der MIssion Bay auf die Insel Rangitoto im Hauraki-Golf Neuseelands vor der Küste Aucklands - © Gr8 / Shutterstock
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Die relativ junge Insel Rangitoto liegt vor der Küste Aucklands in Neuseeland. Sie ist unbewohnt und bekannt für ihre einzigartige naturbelassene Pflanzenwelt und ihre faszinierenden Lavafelder.

Die Insel Rangitoto liegt gemeinasm mit der benachbarten Insel Waiheke im Hauraki-Golf Neuseelands vor der Küste Aucklands. Die gut 20km2 große Vulkaninsel ist geologisch gesehen relativ jung, sie entstand erst vor 600 bis 700 Jahren. Über einen Damm, der im Zweiten Weltkrieg von Sträflingsarbeitern aufgeschüttet wurde, ist die viel ältere gut 15km2große Nachbarinsel Motutapu Island zu erreichen.

„Rangitoto” bedeut soviel wie „Tage des Blutes” und geht auf die schwere Verletzung eines Maori-Kapitäns zurück, die er sich auf der Insel zuzog.

Die beinahe symmetrisch aufgebaute Insel wurde 1854 von der britischen Krone erworben und als Basaltlieferant für Neuseelands Industrie genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Rangitoto zum Erholungsgebiet und war vor allem bei Tagesausflüglern beliebt. Nach und nach wurde das Straßennetz ausgebaut und über hundert kleine Ferienhäuser, so genannte „Bachs” errichtet, die jedoch seit 1937 wieder von der Insel verbannt sind. Etwa 30 stehen heute noch. Noch bis in die 1930er Jahre wurde Schlacke gefördert.

Rangitoto ist bis heute ein faszinierendes Naturparadies und beliebter Erholungsort für Touristen und Einheimische gleichermaßen. Von Auckland aus kann man mit der Fullers Fähre in 45min übersetzen, die mehrmals täglich verkehrt.

Sehenswürdigkeiten auf Rangitoto

Aufgrund des geringen Alters der Insel muss sich die Pflanzenwelt erst so richtig eingewöhnen. Dennoch gedeihen auf Rangitoto bereits über 200 verschiedene Arten, davon allein über 40 Farne. Eine besondere Attraktion sind die wunderschönen Orchideen und die Unmengen an Pohutukawa-Bäumen auf Rangitoto. Vor allem um Weihnachten zur Baumblüte ist der größte Pohutukawa-Wald Neuseelands in seinem tiefroten Blütenkleid eine Reise wert. Die Tierwelt ist im Gegensatz dazu nicht ausgeprägt, einige eingeführte Plagen wie Ratten und Mäuse, die die Vegetation zu zerstören drohten, wurden eliminiert.

Die Islington Bay auf der Insel Rangitoto im Hauraki-Golf, Neuseeland - © Tomas Pavelka / Shutterstock
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Badenixen finden auf Rangitoto einsame Strände und kristallklares Wasser, in der windgeschützten Islington Bay im Südosten von Rangitoto liegen in manchen Nächten zig Boote vor Anker. Früher war diese Bucht als Drunk’s Bay bekannt („Bucht der Betrunkenen”), da in diesem geschützten Winkel die Crews ausgenüchtert wurden, bevor sie wieder an Bord gingen.

Der höchste Punkt der Insel liegt auf etwa 260 Metern Höhe und kann in etwa einer Stunde leicht zu Fuß erklommen werden. Auf der Spitze findet sich noch eine Überwachungsstation aus dem Zweiten Weltkrieg und man kann einen Blick in den 30 Meter tiefen Vulkankrater werfen. Auf der Ostseite der Erhebung sind noch jahrhundertealte „Lava Tubes” zu sehen. Diese pechschwarzen Tunneln und Röhren entstehen durch Lavaströme, wenn die äußere Schicht abkühlt und im Inneren die das geschmolzene Gestein noch weiterrauscht. Manche der Lava-Tubes haben die Ausmaße von Höhlen angenommen und können mit der Taschenlampe erforscht werden.

Tipp: Für den Marsch auf den Gipfel unbedingt Sonnenschutz und feste Schuhe mitnehmen, die scharfkantigen Lava-Steine tun Sandalen und Flip Flps gar nicht gut. Auch genügende Wasser und im Fall Verpflegung mitnehmen, auf der naturbelassenen Insel gibt es keinerlei Einkaufsmöglichkeiten.

Wem der Marsch zum höchsten Punkt von Rangitoto zu anstrengend ist, der kann auch auf eine kleine Eisenbahn umsteigen, die regelmäßig bis fast zum Gipfel des Vulkankegels zuckelt. Von oben hat man einen unvergesslichen Panoramablick auf Auckland, seinen Hafen und die benachbarten Eilande. Bei Ebbe tauchen einige Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg aus dem Meer auf.

Weiterführende Links:

Tickets und Fahrplan für die Fähre von Auckland auf die Rangitoto-Insel (englisch)