Hallstatt, Österreich

Hallstatt liegt im österreichischen Bundesland Oberösterreich im Salzkammergut und hat aufgrund seiner Geschichte weltweite Berühmtheit erlangt, Österreich - © James Camel / franks-travelbox
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In Hallstatt im österreichischen Salzkammergut wird bereits seit 5.000 Jahren Salz abgebaut. Die historische Bedeutung des Ortes und sein malerisches Erscheinungsbild ziehen Besucher aus aller Welt an.

Hallstatt liegt im österreichischen Bundesland Oberösterreich im Salzkammergut und hat aufgrund seiner Geschichte weltweite Berühmtheit erlangt. Im Zentrum Österreichs am Ufer des Hallstätter-Sees schmiegt sich das nicht einmal 1.000 Einwohner zählende Örtchen an die Flanken hoher Berge. Gemeinsam mit dem Inneren Salzkammergut und dem Dachstein wurde Hallstatt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

BILDER: Hallstatt

 

Tipp: Hallstatt kann ganz einfach mit dem Auto erreicht werden, doch die idyllischste Anreise ist eine Überfahrt mit der Fähre. Die Anlegestelle befindet sich am gegenüberliegenden Ufer des Hallstätter-Sees etwa 30 Gehminuten von der Ortschaft Obertraun entfernt. Von der Fähre aus kann der malerische Anblick Hallstatts am besten erfasst werden.

Geschichte von Hallstatt

Die ältesten menschlichen Spuren in Hallstatt reichen bis in die Jungsteinzeit um 5000 vor Christus zurück. Schon damals lockten die reichen Salzvorkommen des Salzkammergutes die Menschen in diese Gegend. Archäologische Funde beweisen, dass in Hallstatt bereits um 3000 vor Christus Salz abgebaut wurde. Damals geschah dies noch mit handgefertigten Pickeln aus Holz und Bronze, deren Überreste innerhalb der uralten Stollen immer noch zu finden sind.

Salz war zur damaligen Zeit ein begehrter Rohstoff. Das weiße Gold machte Lebensmittel lange haltbar und wurde zu hohen Preisen gehandelt. Der rege Salzhandel brachte Hallstatt großen Wohlstand ein und ermöglichte die Entstehung einer Hochkultur. Die Zeit von etwa 800 bis 400 vor Christus wird in den Geschichtsbüchern als Hallstatt-Zeit beschrieben und machte die kleine Gemeinde weltweit bekannt.

Idyllischer Ausblick von Hallstatt auf den Hallstätter See im österreichischen Salzkammergut - © James Camel / franks-travelbox
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Gräberfeld von Hallstatt

Oberhalb der Gemeinde am Salzberg liegt das weltberühmte Gräberfeld von Hallstatt, auf das man bei Bauarbeiten zufällig gestoßen war. Der Baumeister Johann Georg Ramsauer war zufällig auch archäologisch interessiert und erkannte sofort, welche historischen Schätze hier zutage gefördert wurden.

Die nachfolgenden ausgedehnten Grabungen brachten über 900 Gräber zutage, deren Grabbeigaben im Museum von Hallstatt zu sehen sind. Noch vermutet man verborgene Gräber unter den Wäldern und Wiesen des Salzbergs, doch die Auffindung gestaltet sich als schwierig und es fehlt auch das nötige Kleingeld, um den Berg systematisch abzugrasen. Wer weiß also, welche unentdeckten Schätze aus der Vergangenheit noch tief in der Erde schlummern.

Blick auf die Uferpromenade von Hallstadt, das sich an die Flanken der umgebenden hohen Berge schmiegt, Österreich - © James Camel / franks-travelbox
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Unterwegs in Hallstatt

Hallstatt ist ein niedlicher kleiner Ort, der sich zu Fuß innerhalb eines halben Tages erforschen lässt. Er liegt an einem schmalen Uferstreifen am Hallstätter-See und ist in den dahinter aufragenden Berg hinein und teilweise auf Pfählen am Wasser errichtet.

Die dicht gedrängten Häuser und die engen, steilen Gässchen verleihen Hallstatt eine ganz besondere Atmosphäre. Die „Hauptstraße” von Hallstatt führt am Marktplatz vorbei und am Ufer des Hallstätter-Sees entlang. Sie ist gesäumt von einladenden Cafés und Souvenirläden, in denen das allgegenwärtige Hallstätter-Salz in allen Variationen erstanden werden kann.

Der „Welterbe-Rundweg“ führt auf kleinen Straßen, über schmale Treppen vorbei an schmucken Häusern bis zur katholischen Kirche Hallstatts, Österreich - © James Camel / franks-travelbox
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Der Welterbe-Rundweg

Von der Hauptstraße zweigt der so genannte „Welterbe-Rundweg” ab, der Besucher in die Tiefen, oder besser gesagt in die Höhen, Hallstatts führt. Auf kleinen Straßen, über schmale Treppen und steile Gässchen geht es vorbei an schmucken Häusern und dem rauschenden Mühlbach bis zur katholischen Kirche Hallstatts und ihrem zugehörigen Friedhof. Zwischen den wie Spielzeug angeordneten Häuschen eröffnen sich immer wieder prachtvolle Ausblicke auf Hallstatt, den See und die umliegenden Berge.

BILDER: Salzwelten in Hallstatt

 

Besuch der Salzwelten

In den Salzwelten in Hallstatt kann die Herkunft des Salzes genauer begutachtet werden. Führungen reichen von einer kurzen Runde durch die Stollen bis zu einer vierstündigen Expedition auf jahrtausendealten Spuren. Diese führten einst auch zur ältesten bekannten Holztreppe der Welt. Bis 2014 war die 5.000 Jahre alte Treppe an Ort und Stelle tief unter Tage, doch dann wurde sie aus Erhaltungsgründen ins Naturhistorische Museum in Wien verfrachtet.

Den Abschluss einer jeden Führung durch die Salzwelten bildet eine unvergessliche Rutschpartie auf der längsten Holzrutsche der Welt, auf der man schon an die knapp 30km/h erreichen kann. Wieder ans Tageslicht geht es mit einem waschechten Grubenhund, einem kleinen Holzzug, der Bergarbeiter wieder nach draußen befördert.

Wieder ans Tageslicht geht es aus den Salzwelten von Hallstatt mit einem waschechten Grubenhund, einem kleinen Holzzug, der Bergarbeiter wieder nach draußen befördert, Österreich - © James Camel / franks-travelbox
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Salzabbau heute

In der Neuzeit, im 17. Jahrhundert, ging man vom Heraushacken der Salzsteine zum viel effizienterem so genannten Nassabbau über, bei dem die Salzkammer geflutet und die mit bis zu 27% Salz gesättigte Wasser abtransportiert wurde. Über eine 40km lange Pipeline wird die Lauge ins benachbarte Ebensee geleitet, anschließend verdunstet und das reine Salz blieb zurück. Mit dieser Methode wird noch heute in den Salzbergwerken Hallstatt, Bad Ischl und Altaussee eine Million Tonnen Salz jährlich gewonnen.

Weiterführende Links:

Offizielle Website von Hallstatt
Offizielle Website der Salzwelten in Hallstatt
Offizielle Website des Museums in Hallstatt