Šibenik, Kroatien

Sehenswerte Baudenkmäler, Galerien, Cafés und eine malerische Uferpromenade machen Šibenik zu einem lohnenden Urlaubsziel an der Küste Kroatiens - © LianeM / Shutterstock
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Eine charmante Altstadt mit kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, schmale Gassen mit netten Galerien, Shops und Cafés, sowie eine malerische Uferpromenade machen Šibenik zu einem lohnenden Urlaubsziel an der Küste Kroatiens.

Die kroatische Küstenstadt Šibenik wurde 1066 das erste Mal urkundlich erwähnt und ist damit die älteste Stadt Kroatiens. Gemeinsam mit Zadar zählt sie zu den großen Städten im Norden von Dalmatien.

BILDER: Šibenik

 

Šibenik wurde einst als Kastell am Fuß des Festungshügels errichtet, auf dem heute noch die Festung St. Michael oder St. Anna thront. Drei weitere Befestigungsanlagen, die bis heute erhalten sind, zeugen von der damaligen Bedeutung der Küstenstadt.

Die Anfahrt nach Šibenik erfolgt über die E65, die von Norden her kommend den Fluss Krka über die eindrucksvolle Kurabrücke (Šibenski most) quert. Die beeindruckende Brücke ist nicht zu übersehen und bei Bungee Jumpern äußerst beliebt. Šibenik liegt direkt an der Mündung der Krka ins Meer, die Autofahrt in den malerischen Krka-Nationalpark mit seinen berühmten Wasserfällen dauert nur etwa 15 Minuten.

Sehenswürdigkeiten von Šibenik

Die sehenswerte Altstadt von Šibenik liegt im Westen, wo sich vom Hafen aus schmale, verwinkelte Gassen verzweigen und die meisten kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Im Norden und Südosten der Stadt ist das moderne Šibenik mit Ferienhäusern und Hotels zu finden.

Kathedrale des Hl. Jakob

Die Kathedrale von Šibenik gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke in Dalmatien und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe, Kroatien - © xbrchx / Shutterstock
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Mit der Kathedrale des Hl. Jakob startet ein Rundgang durch die Altstadt am besten gleich bei der Top-Sehenswürdigkeit von Šibenik. Das eindrucksvolle Gotteshaus aus Marmor und schneeweißem Kalkstein gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke in Dalmatien und zählt seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Kathedrale kann gegen eine geringe Gebühr auch von innen besichtigt werden, ist aber auch schon von außen sehenswert.

Die Kathedrale von Šibenik wurde ab 1431 mit finanzieller Hilfe der Venezianer über einen Zeitraum von über 100 Jahren zur Gänze aus Stein von der Insel Brac, aber völlig ohne Verwendung von Mörtel oder ähnlichem errichtet. Auch die kunstvollen Kopfplastiken an der Fassade der Apsis, insgesamt 74 an der Zahl, wurden vom berühmten kroatischen Baumeister Juraj Dalmatinac geschaffen. Das Gotteshaus, das 1555 geweiht wurde, sollte größer, schöner und auch teurer als ihr Vorbild, die Kirche von Trogir, werden. Im liebevoll geschnitzten Chorgestühl und dem kunstvollen Hochaltar ist ihr das auch gelungen! Bemerkenswert ist auch das Deckengewölbe der Taufkapelle mit seinem detailreichen Floraldekor – es wurde aus einem einzigen Stein gehauen!

Hauptplatz Trg Republice und Stadtloggia

Der Platz der Republik liegt gleich östlich der berühmten Kathedrale von Šibenik und wird daher auch Domplatz genannt. Mit seinen sorgfältig geschliffenen Steinen und den prächtigen Fassaden zählt der Platz zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Šibenik. Juraj Dalmatinac, der Erbauer der Kathedrale ist am Trg Republice als Statue verewigt.

Dem Gotteshaus gegenüber befindet sich die Stadtloggia, von 1533 bis 1542 erbaut und einst Sitz der Stadtregierung. Vom Balkon, der oberhalb der neun Arkadenbögen entlang läuft, wurden dem Volk einst wichtige Botschaften verkündet. Der herrliche Renaissance-Bau wurde im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört, jedoch detailgetreu rekonstruiert. In seinem Erdgeschoß laden heute gemütliche Cafés zum Plaudern und Entspannen ein.

Im Erdgeschoß der Stadtloggia am Platz der Republik in Šibenik laden gemütliche Cafés zum Plaudern und Entspannen ein, Kroatien - © Anton_Ivanov / Shutterstock
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Bischofspalast und Rektorenpalast (Stadtmuseum)

Durch das berühmte Seetor, welches heute zwischen einer Fassade und der historischen Stadtmauer regelrecht eingepfercht wirkt, geht es von Uferpromenade in die Altstadt von Šibenik. Der Besucher wird hier gleich von zwei Palästen begrüßt, die die weltliche und geistliche Regierung von Šibenik repräsentieren. Zwei Tore, Renaissance und Spätgotik, führen in die Räumlichkeiten und in den Innenhof des Bischofspalastes mit der Palastkapelle.

Der Fürstenpalast war einst Wohnsitz der venezianischen Stadtherren und beherbergt heute das Stadtmuseum, welches sowohl die Stadtgeschichte anhand archäologischer Funde, als auch den einstigen Lebensstil der Regenten von Šibenik präsentiert.

Barbarakirche mit Kirchenmuseum

Hinter den beiden Palästen liegt die Barbarakirche mit ihrem typisch mediterranen Glockenturm, die nicht mehr als Gotteshaus, sondern als Museum genutzt wird. An ihrer steinernen Fassade kann eine Statue des Hl. Nikolaus aus dem Jahr 1430 bewundert werden und im Inneren sind spätgotische Altäre, Gemälde und Schnitzereien zu finden.

Kirche Maria Himmelfahrt

Über die Ulica kralja Tomislawa geht es weiter nach Osten bis zur Kirche Maria Himmelfahrt, deren Glockenturm schon von weitem auf sie aufmerksam macht. Als schönster Turm des Adriaraums wird er oft bezeichnet und ist tatsächlich eines der besten Werke von Baumeister Ivan Skoko. Sie entstand 1390 auf den Überresten einer alten Templerkirche und gehört heute zu einem orthodoxen Kloster.

Franziskanerkloster

Die Ulica kralja Tomislawa immer gerade aus geht es weiter zum besterhaltenen Teil der historischen Stadtmauer am östlichen Ende der Altstadt von Šibenik. Wer sich hier nach Süden Richtung Meer wendet, erreicht ein Kloster, welches im 14. Jahrhundert von Franziskanermönchen gegründet wurde. Die sehenswerte Klosterkirche beeindruckt mit einer markanten Sonnenuhr und ihrem venezianischen Interieur, zu dem auch vier barocke Altäre aus dem 17. Jahrhundert und eine kunstvolle, aus Lerchenholz geschnitzte Kassettendecke zählen. Das gotische Kreuz am Hauptaltar stammt vermutlich sogar aus der Zeit vor der Klostergründung.

Tipp: Der malerische Hafen von Šibenik kommt zur blauen Stunde besonders märchenhaft zur Geltung.

Der malerische Hafen von Šibenik kommt zur blauen Stunde besonders märchenhaft zur Geltung, Kroatien - © xbrchx / Shutterstock
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Nikolauskirche

Die Uferpromenade entlang spazierend passiert man nette Cafés und Restaurants sowie Boote, die auf dem klaren Wasser schaukeln und erreicht schließlich die Nikolauskirche, die direkt am Meer aufragt. Passend, denn die Renaissancekirche diente einst dem Schutz der Seeleute und ihren Familien. Auch im Inneren der Kirche spielt die Seefahrt eine Rolle, denn statt Silber, Gold und Juwelen besteht der Kirchenschatz der Nikolauskirche aus Schiffsmodellen, die von Seefahrer-Familien als Bitte oder Dank für eine sichere Heimkehr gespendet wurden.

Neben den bereits erwähnten Kirchen besitzt Šibenik noch zahlreiche weitere, insgesamt 24 an der Zahl. Manche von ihnen werden nicht mehr als Gotteshaus, sondern als Kunstgalerie der Museum genutzt.

Festungen von Šibenik

Dass Šibenik einst eine bedeutende Hafenstadt war, zeigen noch heute vier Festungen, die die Stadt einrahmen. Im Osten liegt die sternförmige Festung Subicevac aus dem 17. Jahrhundert, die als wichtigste Verteidigungsanlage gegen die Türken galt.

Ein Besuch der Festung St. Michael lässt nicht nur auf historischen Spuren wandeln, sondern offenbart auch das herrliche Panorama von Šibenik, Kroatien - © xbrchx / Shutterstock
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Auf einem rund 70m hohen Hügel im Landesinneren thront die Festung Sveti Mihovil oder Sveti Ana. Ein Besuch dieses Bollwerks lässt nicht nur auf historischen Spuren wandeln, sondern offenbart auch das Panorama von Šibenik und der Mittelmeerküste mit ihren vorgelagerten Inseln in seiner gesamten Pracht. Sorgfältig renoviert gilt sie als schönste Festung von Šibenik und dient im Sommer als Open-Air-Bühne für kulturelle Veranstaltungen – einzigartig in Dalmatien.

Ebenfalls auf einem Hügel liegt die Festung Sveti Ivan. Die Johannes-Festung stammt aus dem 16. Jahrhundert und bietet mit rund 115 Metern Seehöhe ebenfalls einen fantastischen Blick über die Küste Kroatiens.

Mit der Festung Sveti Nikola nannte Šibenik auch eine Verteidigungsanlage direkt am Meer sein Eigen. Ihre imposanten Mauern und Kanonen sollten Feinde abschrecken, die die Stadt von der See aus angreifen wollten.

Die Verteidigung Šibenik wurde außerdem von einer doppelten Stadtmauer komplettiert, von der einige Teile rund um die Altstadt noch bis heute erhalten sind.

Das glasklare Meer im Hafen und an den Stränden um Šibenik wurde bereits mehrfach mit der blauen Flagge ausgezeichnet, Kroatien - © xbrchx / Shutterstock
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Strände von Šibenik

Wer in Šibenik baden möchte, ist am besten am Stadtstrand Banj aufgehoben. Am öffentlichen Kiesstrand locken flacht abfallendes, glasklares Wasser, welches bereits mehrmals mit der blauen Flagge ausgezeichnet wurde, und vielfältige Freizeitaktivitäten mit Aussicht auf die Altstadt. Volleyball- und Basketballplätze sowie ein eigener Fitnesspark sorgen dafür, dass im Kroatien Urlaub auch der Sport nicht zu kurz kommt.

Auch der Strand Jadrija rund 15 Autominuten von Šibenik entfernt ist öffentlich zugänglich. Am Ende des Kanals Sveti Anton treffen sich vor allem die Einheimischen zum Baden, Schwimmen und Entspannen. Infrastruktur mit Snackbars, Umkleidekabinen und Sportmöglichkeiten ist auch hier ausreichend vorhanden. Auch im Nachbarort Rezaliste lockt ein malerischer Kieselstrand mit einem vielfältigen Freizeitangebot.

Nicht öffentlich aber absolut traumhaft ist der Sandstrand des Solaris Beach Resorts. An der 4km langen Küste, die zum Hotel gehört, sind neben Sand auch felsige Buchten mit sauberem, türkisblauem Wasser zu finden. Sonnenschirme und Liegen können ausgeliehen werden.

Tipp: An der Mündung des Fluss Krka liegen zahlreiche kleine Inseln im Meer. Zlarin, Obonja, Koprije, Zirje und wie sie alle heißen, sind zum Teil völlig unbewohnt und bieten eine traumhafte Kulisse für entspannte Badetage vor Kroatiens Küste.