Santa Maria Maggiore in Rom, Italien

Der reich verzierte Altarraum und das hochverehrte Gnadenbild der Madonna in der Cappella Paolina in der prunkvollen Marienkirche Santa Maria Maggiore in Rom, Italien  - © James Camel / franks-travelbox
© James Camel / franks-travelbox

Die prunkvolle Santa Maria Maggiore gilt als das schönste Gotteshaus Roms. Ihr mit Mosaiken und Fresken überwältigend verzierter heller Innenraum erstrahlt in der Morgensonne durch die Unmengen von Gold, mit der die Kirche ausgeschmückt ist.

Die prunkvolle Santa Maria Maggiore ist die größte der 80 Marienkirchen Roms und eine der vier Papstkirchen. Sie befindet sich im Osten Roms, südwestlich des Zentralbahnhofs Termini. Auf dem Vorplatz der Santa Maria Maggiore wurde im Jahr 1613 eine 42 Meter hohe Mariensäule errichtet. Das imposante Monument ist die einzige der noch erhaltenen acht Säulen aus Cipollino, einem wertvollen Schmuckmarmor, der oft als Dekorationsgestein verwendet wurde und befand sich früher im Forum Romanum in der Maxentiusbasilika.

Ihre Entstehung geht auf eine uralte Legende zurück, der zufolge dem damaligen Papst Liberius und dem Patrizier Johannes in der Nacht zum 5. August die Muttergottes erschienen sein soll, mit dem Auftrag, an dem Ort eine Kirche zu errichten, an dem am nächsten Tag (im August!) schneien würde. Und tatsächlich fiel am nächsten Tag auf dem Esquilinhügel Schnee – angeblich noch dazu in den Umrissen einer Basilika. Die Kirche wurde natürlich errichtet und zur Feier des alljährlichen Kirchenfestes Maria Schnee rieseln jeden 5. August weiße Blüten auf die Messebesucher herab.

Santa Maria Maggiore ist die Grabstätte von sieben Päpsten, sechs davon sind heute noch zu besichtigen. Das siebte von Honorius III. wurde wohl im Zuge von Umbauarbeiten zerstört und ist heute nicht mehr zu finden.

Rekord: Die Santa Maria Maggiore ist die einzige Kirche in Rom, in der seit dem 5. Jahrhundert ununterbrochen jeden Tag ein Gottesdienst abgehalten wurde.

Das Interieur des Kirchenschiffes der Santa Maria Maggiore ist über und über mit Gold geschmückt. 40 Säulen stützen die prunkvolle goldene Kassettendecke, Rom, Italien - © James Camel / franks-travelbox
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Heute hat die Santa Maria Maggiore mit 75 Metern den höchsten Glockenturm Roms zu bieten. Ihr prachtvoll geschmückter Innenraum verschlägt Besuchern regelrecht die Sprache. Das helle Interieur des Kirchenschiffes ist über und über mit Gold geschmückt. 40 Säulen, 36 aus Marmor und 4 aus Granit, stützen die prunkvolle goldene Kassettendecke, die im 15. Jahrhundert von Giuliano da Sangallo erschaffen und von Alexander VI. mit dem ersten Gold aus Amerika gestiftet wurde. An der Hochwand befinden sich die ältesten Mosaike Roms, sie gehen auf das 4. oder 5. Jahrhundert zurück.

Der reich verzierte Altarraum und das hochverehrte Gnadenbild der Madonna in der Cappella Paolina werden in ihrer Pracht noch durch die Mosaiken am Triumphbogen und in der Apsis übertroffen.

 

Die von Jacopo Torritis im 13. Jahrhundert geschaffenen Meisterwerke stellen Bibelszenen wie zum Beispiel die Flucht aus Ägypten oder die Verkündung der Heiligen Drei Könige dar und zählen zu den Höhepunkten der römischen Mosaikkunst.

Die prächtige Santa Maria Maggiore wird oft als die schönste Kirche ganz Roms bezeichnet und sollte bei einem Stadtbesuch unbedingt am Programm stehen! Das beste Licht, welches die goldene Kirche in ihrer gesamten Schönheit erstrahlen lässt, ist übrigens die Morgensonne.

Weiterführende Links:

Offizielle Website der Santa Maria Maggiore