Comer See, Italien

Was ist schöner? Der Gardasee oder der Comer See? Diese Frage stellen sich viele Reisende, die in Oberitalien Urlaub machen. Fakt ist, der mondäne Comer See zählt ebenfalls zu den schönsten Flecken Italiens – das wissen auch diverse Promis!

Verträumte Dörfer mit entzückenden Terrakotta-Häuschen, luxuriöse Villen mit mediterranen Gärten, lebhafte Städtchen voller Tradition und Kultur, die traumhafte Ruhe vom See und das fantastische Bergpanorama der Alpen – das alles vereint der Comer See in sich. Kein Wunder, dass der drittgrößte See Italiens zu den beliebtesten Reisezielen Italiens zählt (nach dem Gardasee und dem Lago Maggiore). In Sekundenschnelle hat man sich in die magische Kulisse verliebt – und möchte definitiv immer wieder kommen! 

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Wie kommt man am besten zum Comer See?

Der Comer See liegt am Rand der südlichen Alpen in der italienischen Lombardei an der Grenze zur Schweiz. Mit Malpensa, Linate und Bergamo liegen drei Flughäfen in seinem Umkreis von unter 100 Kilometern.

Die meisten Feriengäste reisen allerdings direkt mit dem Auto an den Comer See. Die Straßenverbindungen sind für Reisende aus Europa perfekt ausgebaut, die nächste größere Stadt ist Mailand (50km entfernt). Direkt am See sind die meisten Städtchen durch Ausflugsdampfer, Autofähren oder Tragflügelboote miteinander verbunden. 

Beste Reisezeit für den Comer See

Es klingt wie eine abgedroschene Floskel, aber der Comer See ist tatsächlich das ganze Jahr über eine Reise wert. Im mild-feuchten Klima gedeihen sowohl Wein und Oliven, als auch die exotische Flora in den zahlreichen Gärten. Die blühende Pracht und das warme Wetter genießt man am besten von April bis Oktober.

Als Badeziel ist der Comer See eher weniger geeignet, da die Wasserqualität nicht immer die beste ist. Dennoch findet man entlang seines Ufers einige Strandbäder. Außerhalb der Hochsaison ist es ruhiger und kaum weniger schön am Comer See! 

Sommerurlaub am Comer See

Schickt die Sommersonne ihre wärmenden Strahlen vom Himmel, ist es am Comer See natürlich am schönsten! In Strandbädern entspannen und zwischendurch einen kühlen Drink oder ein Eis genießen – La dolce vita könnte nicht besser sein! Die schönsten Strände am Comer See liegen am Nord- und Westufer, zum Beispiel in Menaggio oder Dongo. 

Wer sich genug erholt hat, erkundet die Umgebung oder frönt dem Wassersport, denn auch für Aktivurlauber sind die Möglichkeiten am Comer See schier grenzenlos: 

  • Mit dem Kanu oder Tretboot auf den See hinaus fahren und die schönsten Fleckchen vom Wasser aus ansteuern
  • Beim Segeln, Surfen und Kitesurfen die optimalen Windbedingungen im nördlichen Teil des Sees rund um Colico nutzen
  • Wasserski oder Banana-Boot auskosten – grenzenloser Spaß am Wasser ist in jedem größeren Strandbad möglich
  • Beim Paragliden den Comer See und die Alpengipfel aus der Vogelperspektive kennenlernen
  • Wandern und Mountainbiken rund um den See oder in die malerische Bergwelt

Winterurlaub am Comer See

Die beliebte Urlaubsregion ist bekannt für ihr mildes Klima – auch im Winter fallen die Temperaturen nur selten unter null Grad. Perfekt, um die Dörfer und Städtchen rund um den Lago di Como einmal abseits des sommerlichen Touristenrummels zu bereisen.

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Hoch hinaus: Mit der Standseilbahn nach Brunate gondeln

Keine Frage: Eine Fahrt mit der Funicolare zählt definitiv zu den besten Empfehlungen für den Comer See. Im Winter jedoch ist der Ausflug mit der nostalgischen Standseilbahn von Como hinauf ins Bergdorf Brunate ein absolutes Muss. Oben angekommen wartet ein unvergesslicher Blick auf die schneebedeckten Alpen.

Goldenes Dreieck: Bellagio, Menaggio und Varenna erkunden

Wenn der Winter Einzug hält, wird es verträumt am Lago di Como. Zeit, das „Goldene Dreieck“ – die aus drei Örtchen bestehende Mitte des Comer Sees – zu besuchen. Menaggio mit seiner prachtvollen Uferpromenade, Bellagio mit seinen malerischen Gassen und Varenna mit seinem mittelalterlichen Stadtbild sind jetzt fast menschenleer und können in aller Seelenruhe erkundet werden. 

„Buon Natale!“: Den Weihnachtsmarkt in Como besuchen

Mit rund 85.000 Einwohnern ist Como die größte Stadt am Comer See. Gerade in der Adventszeit lohnt sich ein Bummel durch ihre festlich geschmückten Gassen. Der Weihnachtsmarkt Città dei Balocchi lockt mit stimmungsvollem Vorweihnachts-Ambiente und traditionellem Kunsthandwerk. Beim Magic Lights Festival erstrahlen die Renaissance-Fassaden in zauberhaftem Lichterglanz.

„Buon appetito!“: Die traditionelle Küche genießen

Polenta Toc, Riso con il filetto di pesce persico, Agnello alla valsassinese – klingt köstlich? Ist es auch! In den Wintermonaten servieren die Trattorien und Restaurants rund um den Comer See gerne gehaltvolle Fisch- und Fleischgerichte aus der Cucina Lariana. Die typische Küche der Region ist definitiv eine Reise wert!

Kulturtankstelle: Museen am Comer See

Genug von dolce far niente? Zahlreiche Museen rund um den Lago di Como haben auch während der Wintermonate geöffnet. Im Museo della Seta in Como beispielsweise erfahren Besucher alles über die Geschichte der Seidenindustrie. Vielleicht darf es aber auch ein Ausflug in das historische Schiffsmuseum in Pianello del Lario sein? Das Moto Guzzi Museum in Mandello del Lario dagegen ist ein echtes Highlight für Motorradfans. Hier werden Prototypen und Raritäten ausgestellt.

Die schönsten Orte am Comer See – Top Sehenswürdigkeiten

Entlang des 170km langen Ufers des Comer Sees ist es überall schön, Italien - © Günter Menzl / stock.adobe.com
© Günter Menzl / stock.adobe.com

Der wie ein Hosenträger geformte See an sich ist ja schon eine Sehenswürdigkeit, prinzipiell ist die Wahl des Ferienziels am Comer See also nicht so wichtig – entlang seines 170km langen Ufers ist es einfach überall schön! Und dennoch lohnt es sich unbedingt, den vielen kleinen Ortschaften an seinen Ufern und in seiner Umgebung einen Besuch abzustatten! Am Ende muss jeder selbst entscheiden, wo es am Comer See am schönsten ist, denn die Auswahl an traumhaften Urlaubsspots kann sich sehen lassen!

Como – die „Hauptstadt“ vom Comer See

Die namensgebende Stadt ist auch die größte am Comer See. Sie liegt am westlichen Südende des Sees und ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region. Sehenswert sind die autofreie Altstadt, die Eremitage von San Donato aus dem 15. Jahrhundert und diverse prachtvolle Villen.

Lecco – Villen der VIPs am Comer See

Lecco liegt am zweiten, östlichen Südzipfel des „Lario“, wie er von den Einheimischen auch genannt wird. Mit seiner malerischen Uferpromenade und knapp 100m hohen Basilika San Nicoló ist auch dieses Städtchen einen Abstecher wert. Vor allem interessant sind aber auch hier die prachtvollen Villen in seiner Umgebung, die sich entlang des schönsten Panoramas am Comer See angesiedelt haben. 

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Varenna – der schönste Ort am Comer See

Als schönster Ort am Comer See wird immer wieder Varenna in seiner Mitte genannt. Auf dem marmornen Pflaster ist es vergleichsweise ruhig und beschaulich. Sightseeing in Veranna beinhaltet die romantische Uferpromenade Riva Grande, die Villa Monstero mit Museum und botanischem Garten und das mittelalterliche Castello di Vezio mit einer Dauerausstellung über das urzeitliche Meeresreptil Lariosaurus. 

Bellagio – der meistbesuchte Ort am Comer See

Dicht hinter Varenna liegt Bellagio in der Reihe der schönsten Orte am Comer See. Auch örtlich ganz in der Nähe, allerdings am anderen Ufer gelegen begeistert die auf einer kleinen Halbinsel gelegene „Perle des Comer Sees“ mit verwinkelten Gässchen der farbenfrohen Altstadt, üppiger Vegetation, prachtvollen Bauten, entzückenden Boutiquen und leckeren Restaurants.

Menaggio – perfekt als Basislager für Ausflüge 

Die letzte Ecke des „goldenen Dreiecks“ in der Mitte des Comer Sees bildet Menaggio mit seiner eleganten Seepromenade. Die Kirche Santa Marta auf der Via Calvi und die Piazza Garibaldi sind hier die größten Touristenmagneten. Auch hier liegt mit der Villa Mylius Vigoni ein wunderschöner Bau, eingebettet in einen herrlichen englischen Garten.  

Villen am Comer See – Museen, Drehorte und Promis

Der Lario ist für seine prächtigen Villen mit romantischen Gärten berühmt, die heute mondäne Wohnsitze, Luxushotels oder Kunstmuseen beherbergen. Seit 1959 startet in Como ein ausgeschilderter Spazierweg, der auf 2 Kilometern Länge zu einigen der schönsten Villen der Umgebung führt:

  • Villa Carminati: 1787 erbaut und mit kunstvollen Statuen geschmückt wird sie oft als Hochzeits-Location genutzt. 
  • Villa Saporiti: Dank ihres markanten runden Festsaals auch „La Rotonda“ genannt, ist sie heute Sitz der Provinzverwaltung. 
  • Villa Gallia: Der neoklassizistische Bau wurde 1614 im Auftrag von Kardinal Marco Gallio erbaut. Architekt war Simone Cantoni, der auch die Villa Olmo schuf. 
  • Villa Olmo: Sie liegt am Ende des Spazierweges und gilt als schönste der Villen von Como. Den Auftrag zu ihrem Bau gab der Markgrad Odescalchi Ende des 18. Jahrhunderts, etwa 100 Jahre später wurde sie durch den Grafen Visconti di Modrone noch weiter ausgebaut. 
  • Villa Carlotta: Botanik-Freunde sollten sie unbedingt besuchen, denn ihre Gartenanlage gilt als eine der schönsten von ganz Italien. Hier lebt die Chance, nicht nur das pittoreske Panorama aus Bergen und See, sondern auch einige Hollywood-Stars live zu erleben oder Szenen aus berühmten Filmen an den Original-Schauplätzen nachzustellen. 

Auch abseits von Como warten zahlreiche Prachtbauten darauf, entdeckt zu werden. Hier lebt die Chance, nicht nur das pittoreske Panorama aus Bergen und See, sondern auch einige Hollywood-Stars live zu erleben oder Szenen aus berühmten Filmen an den Original-Schauplätzen nachzustellen.

  • Die neoklassizistische Villa Carlotta nur wenige Minuten vom Pier von Tremezzina entfernt begeistert mit ihrer Kunstsammlung und ihrer Blütenpracht aus allen Ecken der Welt. Sie wurde vom Marquis Giorgio Clerici errichtet und war einst Hochzeitsgeschenk für eine niederländische Prinzessin.  
  • In „Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger“ heiraten Anakin und Padmé am Balkon der Villa del Balbianello in Lenno bei Tremezzina mit herrlichem Blick auf den Comer See. Auch in „Casino Royale“ taucht die Villa del Balbienello auf – ihr Garten ist der Treffpunkt von Vesper und James Bond.
  • George Clooney kaufte die Villa Oleandra in Laglio und schwärmte in seiner US-Heimat von der Schönheit des Comer Sees, was Italien zahlreiche amerikanische Touristen und ihm die Ehrenbürgerschaft von Laglio bescherte. Teile von „Oceans 12“ wurde hier gedreht. 
  • Der berühmte italienische Schriftsteller Allessandro Manzoni wurde in der Villa del Caleotto in Lecco geboren. Der Bau aus dem 18. Jahrhundert dient heute als Manzoni-Museum. 
  • Immer wieder gerne am Comer See zu Gast sind Julia Roberts, Madonna, Brad Pitt, Arnold Schwarzenegger und Silvester Stallone. 

Also nicht vergessen – beim Spaziergang an den malerischen Ufern und durch die charmanten Städtchen am Comer See stets die Augen offen halten und vielleicht sogar das eine oder andere Autogramm ergattern… 

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