Felsentor La Portada bei Antofagasta, Chile

Das faszinierende Felsentor La Portada vor der Küste im Norden Chiles ist in die atemberaubende Landschaft der Steilküste bei Antofagasta eingebettet - © Bihrmann / Shutterstock
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Das Felsentor La Portada vor der Küste im Norden Chiles ist ein faszinierendes Naturdenkmal, eingebettet in die atemberaubende Landschaft der Steilküste bei Antofagasta.

Umkreist von Möwen, Tölpeln und Pelikanen ragt vor der Steilküste bei Antofagasta von Chile ein faszinierendes Naturdenkmal aus dem Pazifik. „La Portada“ macht seinem Namen alle Ehre, denn der mächtige Fels sieht tatsächlich aus wie ein gewaltiges Tor. Am 5. Oktober 1990 wurde es vom chilenischen Landwirtschaftsministerium zum Naturdenkmal erklärt.

Die Sandstein-Formation wurde, so wie die gesamte Steilküste, über Jahrmillionen von Wellen und Erosion geformt und ruht auf einem vulkanischen Sockel aus schwarzem Andesit. Die im Stein gefundenen Fossilien von Schnecken, Muscheln und sogar Pinguinen sind bis zu 2 Millionen Jahre alt. Das Felsentor zählt zu den 15 Naturdenkmälern, die in den Schutzgebieten von Chile zu finden sind.

La Portada ist Teil der faszinierenden Steilküste im Norden von Chile, die sich entlang der Atacama-Wüste erstreckt - © Bihrmann / Shutterstock
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Anreise und Besichtigung

La Portada ist Teil der faszinierenden Steilküste im Norden des Landes, die sich über mehr als 1000 Kilometer entlang der Atacama-Wüste erstreckt und an manchen Stellen über 50 Meter hoch ist. Das Naturdenkmal liegt rund 18 Kilometer nördlich der Stadt Antofagasta und ist über die Route 1 nach Tocopilla zu erreichen. Bei Kilometer 20 erfolgt über die B-446 die Abzweigung ans Meer, die direkt zu einem Parkplatz führt.

Bereits von der Küstenstraße aus springt das majestätische Naturdenkmal sofort ins Auge. La Portada ist 23m breit, rund 70m lang und ragt 43m hoch aus den Wellen. Über mehrere verwinkelte Treppen erfolgt der Zugang zum Strand, der nach rund 40 Gehminuten erreicht ist und die Sicht auf die Höhlen entlang der Küste freigibt.

Tipp: Aufgrund von Gezeiten, Steinschlag oder Erosion kann der Weg an den Strand gesperrt sein. Doch auch von oben bietet La Portada einen faszinierenden Anblick.

Auch oben führt ein barrierefreier Spazierweg an der Küste entlang, der in etwa 10 Minuten abgegangen ist und auch zu einem kleinen Museum führt. Das Mirador Museum der Artenvielfalt informiert über die Entstehung und die Hintergründe des Felsentors. Das zugehörige Restaurant vertreibt den Hunger mit regionaler Küche und atemberaubender Aussicht direkt an der Küste.

Tierbeobachtung bei La Portada

Nicht nur das Felsentor selbst, auch seine Umgebung ist sehenswert. In den Lüften kreisen hunderte Pelikane, Guano-Tölpel, Inka-Seeschwalben, Guano-Kormorane und Dominikanermöwen und in den Fluten sind mit etwas Geduld und Glück Seelöwen, Haie oder Delfine auszumachen. Im Sommer, wenn die Wassertemperatur höher ist, wurden bereits bunte Quallen und sogar Meeresschildkröten entlang der Küste gesichtet. Tipp für Tierfreunde: Fernglas mitnehmen!