Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Maastricht, Niederlande

Maastricht, die charmante Stadt im äußersten Süden der Niederlande, vereint eine reiche Geschichte mit atemberaubender Architektur und pulsierendem kulturellem Leben, das am besten auf dem Fahrrad zu erleben ist.

Von historischen Gebäuden über Museum und Theater bis hin zu idyllischen Plätzen: Die Hauptstadt der Region Limburg gehört zu unseren Top 10 Sehenswürdigkeiten der Niederlande und lädt ein, hinter historischen Stadtmauern in seine Geschichte einzutauchen und gleichzeitig das moderne städtische Leben zu genießen.

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Dem verschrieben haben sich auch die zahlreichen Studenten, die der ältesten Stadt der Niederlanden hippes, kosmopolitisches Flair verleihen. Nicht nur sie lieben die exquisiten Shopping-Möglichkeiten, das allgegenwärtige Street Food und die liebevoll gestalteten Cafés, in denen man auch schon mal ein Fahrrad kaufen kann.

Vrijthof

Der perfekte Ausgangspunkt für Sightseeing in Maastricht: Umgeben von historischen Gebäuden und gemütlichen Cafés befindet sich am zweitgrößten Platz in der Altstadt von Maastricht auch die majestätische Sankt-Servatius-Basilika. Nur einen Steinwurf entfernt liegt auch die protestantische Sankt-Johannes-Kirche. Für ihre prächtige Innenausstattung bekannt ist sie mit ihrem 79m hohen Kirchturm in leuchtend roter Farbei kaum zu übersehen und.

Am Vrijthof („Friedhof“) lässt es sich herrlich bummeln und verweilen, um das geschäftige Treiben zu beobachten – oder im Sommer die jährliche Darbietung des weltberühmten niederländischen Violinisten André Rieu zu genießen. Im Winter findet hier übrigens der beliebte Weihnachtsmarkt mit Riesenrad statt.

Altstadt von Maastricht

Mit ihrem Labyrinth aus verwinkelten Gassen, gesäumt von charmanten Geschäften, Boutiquen und Cafés lädt das historische Zentrum von Maastricht zum Bummeln und Verweilen ein. Betreten wird die Altstadt durch das Helpoort, dem ältesten erhaltenen Stadttor der Niederlande, das imposant über dem Eingang wacht. Daneben erstrecken sich die Überreste der Stadtmauer aus dem Jahr 1223, die damals über 13 Tore verfügte.

Am weitläufigen Marktplatz thront das stattliche Rathaus aus dem 17. Jahrhundert, über dem majestätisch die niederländische Flagge weht.

In der Maastrichter Altstadt ebenfalls unbedingt sehenswert ist die Buchhandlung Selexyz Dominicanen, einer der schönsten Buchläden der Welt. Sie wurde unter den majestätischen Rundbögen der Dominikanerinnen-Kirche zwischen dem Vrijthof und dem Markplatz eingerichtet. Die älteste gotische Kirche der Niederlande beherbergt somit heute über 20.000 Exemplare vom Roman bis zur Fachliteratur.

Markt von Maastricht

Es gibt kaum einen besseren Ort, um das authentische Leben einer Stadt aufzusagen, als den lokalen Markt. In Maastricht liegt dieser in prominenter Gesellschaft von imposanten Villen und Rathaus am Marktplatz direkt im Zentrum der Altstadt. An den rund 200 (freitags sogar 400) Ständen gibt es für Touristen und Einheimische alles zu kaufen, was das Herz begehrt: frisches Obst und Gemüse, Gewürze, Fleisch und Fisch, aber auch Kleidung, Elektronik-Artikel, Kosmetika und viele andere Dinge des (mehr oder weniger) täglichen Bedarfs.

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Tipp: Mit dem Biomarkt„Boeremerret Limburg“ in der Stationsstraat und dem Wochenend-Flohmarkt in der Boschstraat hat Maastricht noch zwei weitere sehenswerte Märkte zu bieten.

St. Servatius Brücke

Nur 10 Gehminuten östlich vom Vrijthof liegt die majestätische Sint Servaosbrögk. Die steinerne Rundbogenbrücke wurde ursprünglich von den Römern errichtet und gilt als älteste Brücke der Niederlande. Als Verbindung zwischen der Altstadt und dem gehobenen Wohnviertel Wyck war sie bis 1930 die einzige Maas-Brücke der Stadt und gilt mittlerweile als Wahrzeichen von Maastricht.

Liebfrauen-Basilika

Ein weiterer malerischer Platz mit Kirche ist am Onze-Lieve-Vrouweplein zu finden. Hier steht die imposanten Basilika Unserer Lieben Frau das älteste Gebäude der Stadt. Der monumentalen Gewölbebasilika ist auch etwas anzusehen, dass sie aus dem Jahr 1000 stammt. Ihr grob gemauertes Äußeres erinnert mehr an eine Festung, als an eine Kirche – ein Eindruck, der allerdings durch die prächtigen Verzierungen in ihrem Inneren rasch wieder revidiert wird.

Tipp: Gleich um die Ecke der Basilika befindet sich mit der Bisschopsmolen eine voll funktionstüchtige Wassermühle mitten in der Stadt. In der zugehörigen Bäckerei wird unter anderem der unglaublich leckere Vlaai, ein typisch limburgischer Kuchen, gebacken.

Bonnefantenmuseum

Dieses moderne Kunstmuseum beeindruckt mit seiner markanten Architektur des Architekten Aldo Rossi bereits von außen. Im umfassenden Streifzug durch Kunstwerke von damals bis heute sind italienische Meister mit ihrer historischen Kunst ebenso vertreten wie mittelalterliche Skulpturen. Bei der modernen Kunst überwiegt der Stil des Minimalismus.

Seinen Namen hat es übrigens von der früheren Funktion des Gebäudes, dem Convent des Bons Enfants. Führungen und Aktivitäten für Kinder sowie ein Zwischenstop im kleinen Café machen den Museumsbesuch zu einem interessanten Erlebnis für Groß und Klein.

Brauerei Bosch

Nicht nur Biertrinker sind hier willkommen! Die Bosch-Brauerei in Maastricht ist die älteste Bierbrauerei der Stadt. Hier wurde bereits im Jahr 1785 das lokale Bier gebraut, 1827 wurde sie von der Familie Bosch übernommen.

1970 wurde die Produktion zwar eingestellt, doch hinter den historischen Mauern der Brauerei wurde ein Museum eingerichtet, das sich mit dem Thema beschäftigt. Den Entstehungsprozess aus Hopfen und Malz kann man anhand von Original-Mälzerei und kompletter Brauereianlage bis zum kühlen Blonden nachverfolgen – und es anschließend im stattlich eingerichteten Brauereihaus natürlich verkosten.

Stadtfort Fort Sint Pieter

Die beeindruckende Festung St. Pieter thront über der Maas im Süden der Stadt. Auf mit 171m Seehöhe einem der höchsten „Berge“ der Niederlande, dem St. Pietersberg, wurde sie Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet und bis ins Jahr 1867 vom Militär genutzt. Heute gilt das Fort als nationales Denkmal und Maastrichter Sehenswürdigkeit, denn das Bollwerk kann im Zuge von Führungen auch von innen besichtigt werden.

Von den Mauern des Sint-Pieter-Forts bietet sich eine spektakuläre Aussicht auf die Umgebung. Fast noch beeindruckender als dieser Rundumblick sind allerdings die Einblicke, die die St. Peters-Festung in den Untergrund von Maastricht eröffnet.

Grotten von Maastricht

Der Zugang zu den nördlichen Grotten in der Unterwelt von Maastricht liegt direkt unter dem Stadtfort. Er führt in eine unterirdische Welt aus verwinkelten Gängen, in denen man sich ohne kundigen Führer zweifelsohne verlaufen würde. Ihre Entstehung verdanken die Maastrichter Grotten dem Abbau von Mergel (Kalkstein), zwischenzeitlich dienten sie auch immer wieder als Versteck bei Belagerungen oder anderen Gefahren. Liebevoll restaurierte Wandbilder berichten noch heute von diesen Ereignissen und auch die immer noch vorhandenen Brotbacköfen, Unterkünfte und Stallungen sind mehrere hundert Jahre alt.

Ähnliches gibt es in den bis zu 10 Meter hohen (und 10°C kühlen) Zonneberg-Grotten zu bewundern. Sie wurden einzig zum Zweck der Verteidigung im Zweiten Weltkrieg in den Kalkstein gehauen. Hätte Maastricht evakuiert werden müssen, hätten die damals 47.000 Einwohner allesamt darin Zuflucht gefunden. Auch hier sind Öfen, Wasserpumpen und sogar eine kleine Kapelle immer noch zu sehen. In den Kasematten, einem weiteren rund 14 Kilometer langen Tunnellabyrinth, sind auch Pulverkammern und bombensichere Bunker vorhanden, die im Schein von Petroleumlampen erkundet werden können.

Tipp: Auch die Grotten im nahegelegenen Valkenburg, rund 15 Autominuten von Maastricht entfernt, sind mit ihren Kunstwerken aus Kalkstein einen Besuch wert!

Naturschutzgebiet Sint Pietersberg

Wieder zurück an der Erdoberfläche zahlt sich eine Erkundung der Umgebung von Maastricht aus. Das kleine aber feine Naturschutzgebiet Sint Pietersberg erstreckt sich südlich der Stadt auf der anderen Seite der Festung. Das idyllische Gebiet lädt zum Wandern und Radfahren ein und bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt und die Maas.

Naturhistorisches Museum

Was im Naturschutzgebiet an Fossilien gefunden wurde, ist zum Teil im Naturhistorischen Museum ausgestellt. Es vermittelt einen Eindruck der Naturgeschichte von Südlimburg von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Hauptthemen der über 550.000 natürlichen Ausstellungsstücke sind:

  • Geologie – Reise in die Vergangenheit
  • Biologie – gegenwärtige Flora und Fauna
  • Dynamicum – die Veränderung der Natur über die Jahrmillionen und nicht zuletzt unter dem Einfluss des Menschen

Vor allem die steinernen Überreste von Riesenschildkröten und anderen Meeresbewohnern sind dort zu sehen, da die Gegend um Maastricht in der Kreidezeit unter Wasser lag. Computeranimationen und Projektionen stellen die Veränderung der Landschaft über den lauf der Jahrtausende nach, wie sie durch die vielschichtigen Funde rekonstruiert werden konnte.

Hauptattraktion ist sicherlich das gigantische Skelett des Mosasauriers Bèr, ein riesenhaftes Meeresreptil, das im Mergelgestein des Sint-Pietersbergs in der Nähe von Maastricht gefunden wurde. Dass auch Land-Saurier dort beheimatet waren, beweist das Skelett eines Telmatosaurus, das an der damaligen Küsten ausgegraben wurde und ebenfalls ausgestellt ist.

Neben urzeitlichen Monstern bietet das Naturhistorische Museum in Maastricht auch einen echten Bienenstock, den größten Ammoniten (Kopffüßer), der jemals in den Niederlanden gefunden wurde, den riesigen Stoßzahn eines Mammuts und einige kleinere Aquarien mit Seeigeln, Seesternen und verschiedenen Fischarten. In einer künstlichen prähistorischen Landschaft taucht der er eine oder andere Urmensch auf. Auch die damalige und jetzige Pflanzenwelt kommt nicht zu kurz: Ein botanischer Garten zeigt die lokale Pflanzenvielfalt der Gegend um Limburg.

Weiterführende Links:

Offizielle Seite des Naturhistorischen Museums in Maastricht
Offizielle Seite der Bosch-Brauerei

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