Kathedrale Sveti Duje in Split, Kroatien

Die eindrucksvolle Kathedrale Sveti Duje dominiert die der Spliter Altstadt, Kroatien - © FRASHO / franks-travelbox
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Die imposante Kathedrale Sveti Duje am Peristylplatz zählt zu den bedeutendsten Bauten der Altstadt von Split. Mit ihrem markanten Glockenturm, dem Wahrzeichen von Split, ist sie inmitten des Diokletianspalastes schon von weitem sichtbar.

Die eindrucksvolle Kathedrale Sveti Duje thront am Peristylplatz von Split unübersehbar über den Dächern der Altstadt. Das imposante Bauwerk gilt als älteste katholische Kathedrale der Welt, zählt mit der gesamten Altstadt von Split zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist eines der wichtigsten Touristenziele in Split.

BILDER: Kathedrale Sveti Duje in Split

Geschichte der Kathedrale von Sveti Duje

Die Kathedrale von Split wurde im Jahr 313 unmittelbar nach dem Tod des römischen Kaisers Diokletian auf einem kreisrunden Grundriss errichtet und fungierte ursprünglich als Mausoleum für den jüngst verstorbenen Herrscher.

Bis ins 6. Jahrhundert beherbergte das uralte Gebäude die letzte Ruhestätte Diokletians und seiner Ehefrau Priske. Danach wurde das Mausoleum in eine Kirche umgewandelt, die heidnischen Symbole und auch der Sarkophag des Kaisers wurden entfernt. Die Kathedrale wurde dem Heiligen Domnius (Sveti Duje) geweiht, einem Märtyrer und erstem Bischof von Salona, den Kaiser Diokletian selbst im Jahr 304 ermorden ließ.

Ein Seitenaltar in der imposanten Kathedrale Sveti Duje am Peristylplatz in Split, Kroatien - © FRASHO / franks-travelbox
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Das Erbauungsjahr der Kathedrale, 313 nach Christus, war auch jenes geschichtsträchtige Jahr, in dem den Christen die freie Religionsausübung zugesprochen wurde, daher gilt die Kathedrale Sveti Duje als älteste Kathedrale der Welt. Selbst der Bau des Petersdoms in Rom, der als Geburtsstätte des Papsttums gilt, wurde zwei Jahre nach ihr begonnen.

Besuch der Kathedrale von Sveti Duje

Beim Eintritt durch die Kathedrale lohnt es sich einen Blick auf die kunstvolle Kirchentür zu werfen, eines der wenigen gut erhaltenen Holztore aus jener Zeit. Im Jahr 1214 schnitzte der einheimische Meister Andrija Buvina 28 reich geschmückte Szenen aus dem Leben Christi in das dunkle Kastanienholz. Tritt man über die Schwelle, wird man von dem prunkvollen Innenraum geradezu überwältigt. Sogar die Kirchenbänke sind noch von Hand geschnitzt und stammen aus dem 13. Jahrhundert.

Das Dach der Kathedrale Sveti Duje wird von 24 marmornen Säulen mit reichlich geschmückten Kapitellen getragen, Split, Kroatien - © FRASHO / franks-travelbox
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Das Dach der Kathedrale wir von 24 marmornen Säulen mit reichlich geschmückten Kapitellen getragen. Die aufwändig verzierte Kanzel von Meister Mavro aus dem mittleren 13. Jahrhundert besteht aus grünem und schwarzem Porphyr, einem kostbaren Vulkangestein, das wahrscheinlich vom rituell zerstörten Sarkophag des Kaisers entwendet wurde. Zahlreiche fantastische Ölgemälde und Reliefs zeigen Szenen aus dem Leben des Heiligen Domnius und der Jungfrau Maria.

Der barocke Hauptaltar stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert und zählt zu den schönsten des Landes. Die beiden steinernen Altäre rechts und links des Hauptaltars in Form von prachtvoll verzierten Sarkophagen sind dem Heiligen Domnius und dem Heiligen Anastius gewidmet. Letzterer war ein einfacher Arbeiter, der im Auftrag Diokletians ebenfalls als Märtyrer starb.

Tipp: Auf Anfrage in der Kathedrale können Kombitickets für den nahe gelegenen Jupitertempel erworben werden.

Glockenturm

Der 57m hohe Glockenturm liegt genau gegenüber dem Eingang der Kathedrale. Der Turm stammt von unbekannten Erbauern aus dem 13. Jahrhundert und zählt zu den besterhaltenen der gesamten Adria-Küste.

BILDER: Glockenturm der Kathedrale Sveti Duji in Split

 

Der Glockenturm der Kathedrale von Split wurde über einen Zeitraum von 300 Jahren fertiggestellt und enthielt daher sowohl romanische, als auch gotische Elemente. Bei seiner Restaurierung wurden die romanischen Skulpturen allerdings entfernt. Einige Stücke davon sind auch im Museum von Split ausgestellt. Die ursprüngliche Vielfalt und Lebendigkeit des Glockenturms ging dadurch leider etwas verloren.

Blick durch den halbtransparenten Glockenturm von Split auf den Hafen, Kroatien - © FRASHO / franks-travelbox
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Der schlanke, halb transparente Glockenturm kann gegen eine kleine Gebühr über 200 Stufen bestiegen werden Aber Achtung: wer leicht Höhenangst bekommt, sollte von einer Besteigung Abstand nehmen, man sieht während des Aufstieges von der Treppe nämlich permanent in die schwindelerregende Tiefe.

Blick vom Glockenturm der Kathedrale Sveti Duje zur Hafenpromenade, rechts der Berg Marjan, Split, Kroatien - © FRASHO / franks-travelbox
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Oben angekommen wird man mit einem fantastischen Rundumblick über die architektonischen Schätze im Inneren des Diokletianspalastes, über die Dächer der Altstadt und das Meer sowie auf den Berg Marjan belohnt.

Schatzkammer

Die Schatzkammer im ersten Stock der Sakristei beinhaltet wertvolle Reliquien des Heiligen Domnius, ein romanisches Bildnis der Mutter Maria aus dem 13. Jahrhundert, wertvolle Messegewänder und Goldschmiedearbeiten und ein Evangelium aus dem 7. Jahrhundert, das älteste von Split.